Die erste Hochzeit: So werden die Bilder ein Erfolg

Für Familie und Freunde fotografieren – ein besonderer Auftrag

Die erste Hochzeit: So werden die Bilder ein Erfolg
Bild von Michael Gaida auf Pixabay

Viele Hobbyfotografen, die sich auf Portraits spezialisiert haben, machen unfassbar gute Bilder – teilweise durchaus bessere als professionelle Fotografen. Familie und Freunde erkennen dies oft. Früher oder später kommt dann die Anfrage zum Fotografieren einer Hochzeit im Bekanntenkreis.

Hier ein paar Tipps, die zum Gelingen beitragen

Haben Sie noch nie eine Hochzeit fotografiert, sollten Sie keinesfalls als Hauptfotograf auftreten. Wenn an diesem besonderen Tag etwas schiefläuft, kann dies die ganze Freundschaft gefährden

Üben Sie zunächst unverbindlich, z.B. als Zweitfotograf. So haben Sie keinen Stress und sind nicht verpflichtet, perfekte Bilder oder eine vollständige Dokumentation des Tages abzuliefern. Nehmen Sie sich Zeit, gute Perspektiven, Motive und Momente zu erkennen. Ahmen Sie dabei nicht ständig den Hauptfotografen nach, sondern nutzen Sie auch andere Blickwinkel. So ergänzen Sie die Bildeindrücke für das Brautpaar. Sollten dabei einige Fotografien nicht gelingen oder Sie einen schönen Moment verpassen, müssen Sie sich keine Sorgen machen.

Wenn Sie so einige Male fotografiert haben, stellen Sie schnell fest, ob Ihnen die Aufgabe tatsächlich Spaß macht. Ist das der Fall und die Bilder gefallen auch den Gastgebern, können Sie intensiver darüber nachdenken, Hochzeitsfotograf in München, Berlin und Co. zu werden.

Welches Equipment ist notwendig?

Gerade in den Anfängen ist es notwendig herauszufinden, welcher Stil Ihnen liegt. Danach entscheidet sich die Auswahl von Brennweiten und Objektivtypen.

Grob gesagt gibt es zwei verschiedene Typen von Hochzeitsfotografen. Die einen setzen auf die Flexibilität mit Zoom-Objektiven, die anderen möchte lieber mehr Freistellung und Lichtstärke und schwören auf Festbrennweiten.

Für eine generelle Flexibilität und um schnell zwischen Weitwinkel- und Tele-Objektiv wechseln zu können, sind zwei Kameras Pflicht. Die Befürworter der Zoomobjektive setzen dabei meist auf ein 24-70mm f/2.8 und ein 70-200mm f/2.8.

Vorteile Zoomobjektiv

  • hohe Flexibilität von 24-200mm
  • präzisere Bildausschnitte

Nachteile Zoomobjektiv

  • oft groß und schwer
  • weniger lichtstark
  • geringeres Freistellungspotenzial
Die erste Hochzeit: So werden die Bilder ein Erfolg
Bild von Ulrike Mai auf Pixabay

Arbeiten Sie mit Festbrennweiten, haben Sie natürlich keine Möglichkeit zum Zoomen, mal abgesehen vom Einsatz Ihrer Füße. Klassische Objektivkombinationen sind hier ein 24 bzw. 35mm f/1.4 und ein 85mm f/1.4 oder 1.8. Für besondere Momente oder inszenierte Aufnahmen eigenen sich darüber hinaus noch Ultraweitwinkel oder Telebrennweiten.

Vorteile Festbrennweiten

  • sehr lichtstark
  • hohes Freistellungspotenzial
  • Exzellente Abbildungsqualität
  • leicht und kompakt
  • günstiger

Nachteile Festbrennweite

  • weniger flexibel
  • häufiger Objektivwechsel

Gerade bei der ersten Hochzeit als Fotograf empfiehlt es sich, zunächst auf Zoom-Objektive zu setzen und zusätzlich eine lichtstarke Festbrennweite für besondere Bilder mitzunehmen. Eine schnelle Reaktion in unwiederbringlichen Augenblicken ist erst einmal wichtiger als etwas mehr Bokeh oder Schärfe.

Mit mehr Erfahrung werden Sie auch mehr Sicherheit gewinnen und können dann – wenn Sie das möchten – bedenkenlos auf Festbrennweiten wechseln.

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Über Anja Anton-Hoenen 1763 Artikel
Anja betreut das Netzwerk Fotografie redaktionell und als Leiterin der Marketing- und Presseabteilung.