Nikon erklärt: Blitzgerät-Beleuchtungstechniken

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Das Supportcenter von Nikon ist eine gute Quelle für viel Wissenswertes zur Bedienung Ihrer Nikon-Kamera. Insbesondere für Einsteiger in die Fotografie gedacht sind die Hinweise, die wir in unsere Rubrik Tipps und Tricks aufnehmen. Aber auch manch alter Hase mag vielleicht noch die eine oder andere neue Information finden.

Heute geht es um Blitzgerät-Beleuchtungstechniken:

Licht streuen

Streulicht ist eine Möglichkeit, weiches Licht zu erzeugen. Ein direkter Blitz wirft ein hartes Licht und seine Verwendung ist im Bild unübersehbar. Das Blitzlicht kann mit semitransparentem Kunststoff oder Transparentpapier gestreut werden.

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Das Blitzlicht wird mit Transparentpapier gestreut: Der Schatten auf dem Hals ist weicher.

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Direkter Blitz: Wirft einen härteren Schatten auf den Hals.

Reflektor

Eine Platte mit reflektierender Oberfläche wird normalerweise als sekundäre Lichtquelle verwendet, um von einer primären Lichtquelle erzeugte Schatten aufzuhellen. Reflektorplatten verfügen über eine weiße, silber- oder goldfarbene Oberfläche. Eine goldfarbene Oberfläche sorgt für ein wärmeres Licht als weiße oder silberfarbene Platten. Wenn kein Reflektor ‘verfügbar ist, können alternativ Styroporplatten, Alufolie auf Pappe oder eine weiße Platte verwendet werden.

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Seitenbeleuchtung mit Reflektorplatte: Der Schatten auf der linken Gesichtshälfte wird durch das Licht der Reflektorplatte gemildert.

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Seitenbeleuchtung ohne Reflektorplatte: Wirft einen härteren Schatten auf die linke Gesichtshälfte.

Indirekter Blitz

Mit indirektem Blitz kann Licht gestreut werden. Mit der Bounce-Funktion des Blitzgeräts wird Licht von einem Reflektor, einer Decke oder einer Wand reflektiert, um die Lichtintensität zu verringern oder zu streuen. Diese Technik wird für Portraitaufnahmen in Innenräumen empfohlen.

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Indirektes Blitzen: Erzeugt eine weiche natürliche Beleuchtung.

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Direkter Blitz: Wirft ein hartes Licht.

Automatische FP-Kurzzeitsynchronisation

Selbst bei Tageslicht ist ein Blitz hilfreich, um die Hintergrundbelichtung von Objekten im Gegenlicht auszugleichen. Die automatische FP-Kurzzeitsynchronisation ermöglicht mittels Aufhellblitz Belichtungszeiten, die jede Action einfrieren können. Diese Funktion ist außerdem für die Porträtfotografie ideal, weil sie die Verwendung größerer Blenden für ein angenehmer strahlendes Umgebungslicht ermöglicht.

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Mit automatischer FP-Kurzzeitsynchronisation: Die Hauptmotive sind korrekt belichtet, während das Glitzern des Wassers bei kurzer Verschlusszeit aufgenommen wurde.

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Ohne Blitz: Das Glitzern des Wassers wurde bei kurzer Verschlusszeit aufgenommen, aber die Gesichter sind verschattet.

Hier gibt es weitere Informationen zur automatischen FP-Kurzzeitsynchronisation.

Langzeitsynchronisation

Bei der Langzeitsynchronisierung wird der Blitz zu Beginn der Belichtung ausgelöst, der Verschluss bleibt jedoch für die Dauer der Belichtung geöffnet, sodass die Kamera Umgebungslicht aufnehmen und die Szene detailreich aufzeichnen kann. Dies ist besonders nützlich für Nachtportraits mit beleuchteten Hintergründen.

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Langzeitsynchronisation: Die Hintergrundbeleuchtung wird mit einer längeren Verschlusszeit aufgenommen, während das Hauptmotiv vom Blitz “eingefroren” wird.

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Normale Synchronisation: Die Belichtungszeit ist zu kurz, um den Hintergrund einzufangen.

Farbfilter

Farbkorrektur- und Farbfilter sind für Blitzgeräte verfügbar. Farbkorrekturfilter werden verwendet, um die Lichtfarbe des Blitzes an die von Leuchtstofflampen oder Glühlampen anzupassen. Mit Farbfiltern werden Motive farblich ausgeleuchtet, um kreative Effekte zu erzielen.

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Mit Farbfilter: Ein Slave-Blitzgerät mit einem blauen Filter beleuchtet den Tisch von oben, während das andere Blitzgerät mit einem roten Filter die Gläser indirekt über die Hintergrundwand beleuchtet.

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Ohne Farbfilter: Hinter den Motiven befinden sich zwei Blitzgeräte, um die Textur und Festigkeit der Gläser wiederzugeben. Farbfilter sind erhältlich für SB-5000, SB-910, SB-900, SB-700, SB-600 und SB-R200.

Advanced Wireless Lighting

Mit zwei oder mehr Blitzgeräten kann die Beleuchtung der gesamten Szene nach Belieben gesteuert werden. Das Fotografieren mit mehreren Blitzgeräten mit Nikon-Kameras und Blitzgeräten ist so einfach wie das Aufnehmen mit einem einzigen Blitz, da es kabellos und vollständig automatisch ist. In jeder Beleuchtungssituation kann mit den Blitzeinstellungen experimentiert werden.

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Mit zwei Slave-Blitzgeräten: Ein Slave-Blitzgerät beleuchtet die Motive von unten, während das andere die Motive hervorhebt, um ihre metallische Textur zu zeigen.

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Mit dem integrierten Blitzgerät der Kamera: Die Steine reflektieren das Blitzlicht, während ihre Transparenz schlecht erfasst ist.

Bildnachweise: © Nikon Deutschland

Über Anja Hoenen 1483 Artikel
Anja betreut das Netzwerk Fotografie redaktionell und als Leiterin der Marketing- und Presseabteilung.