Martin Stranka. Mein Leben mit EIZO

Coloredge Ambassador Martin Stranka zur Arbeit mit EIZO

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Wir freuen uns über einen neuen Gastbeitrag unseres Partners EIZO. Diesmal geht es um Martin Stranka, den EIZO-Monitore schon mehr als ein Jahrzehnt in seiner fotografischen Laufbahn begleiten. Mittlerweile ist Stranka offizieller Coloredge Ambassador. Hier berichtet er über seine Erfahrungen:

Martin Stranka. Mein Leben mit EIZO
Until You Wake Up © Martin Stranka

Ich verzichte bewusst auf das Wort „Arbeit“ im Titel. Ein Sprichwort besagt, wer tut, was er liebt, braucht keinen Tag im Leben zu arbeiten. Das ist natürlich übertrieben, doch der Gedanke ist interessant. Die Möglichkeit, das zu tun, was mich begeistert, ist für mich nicht selbstverständlich.

Martin Stranka. Mein Leben mit EIZO
Portrait Martin Stranka

Doch fangen wir am Anfang an. Mein Name ist Martin Stranka. Ich bin 33 Jahre alt und arbeite seit nunmehr elf Jahren mit der Kamera.

Oft erinnert man sich an die Momente, die das Leben von Grund auf verändert haben. Vor elf Jahren erlitt ich einen unerwarteten Schicksalsschlag. Danach beschloss ich, mein Leben neu auszurichten und etwas Sinnvolles zu tun. Mir ist nur eine Sache eingefallen: Mit all meinen Ersparnissen aus Studienzeiten habe ich meine erste DSLR-Kamera gekauft.

Die letzten elf Jahre sind wie im Flug vergangen. Ich bin dankbar für die Möglichkeit, meine Fotos auf über hundert Ausstellungen auf der ganzen Welt zu zeigen, unter anderem in Städten wie Miami, Prag und Shanghai.

Ich habe über 80 internationale Fotografieauszeichnungen erhalten. Die Reise war und ist wunderbar. Doch mir ist klar geworden, dass man nur Erfolg hat, wenn man an sich glaubt und sich mit Menschen umgibt, die an einen glauben und an die man glaubt.

Als ich Ende 2017 anfing, mit EIZO zusammenzuarbeiten, habe ich einen wahren Partner gefunden. Ich konnte das Angebot, ein globaler Botschafter zu sein, nicht ausschlagen, vor allem, da ich mit diesen Monitoren seit Jahren meinen Lebensunterhalt verdiene.

Mein erster und zweiter EIZO

Als aufstrebender Fotograf habe ich Bilder anfangs auf TN-Panels bearbeitet, die für eine originalgetreue Darstellung ungeeignet sind. Jedes Mal, wenn ich meinen Stuhl nur ein wenig verschoben oder den Betrachtungswinkel verändert habe, wurde das Bild auf dem Monitor in diverse Farben zerlegt. In Extremfällen hatte ich sogar das Gefühl, das Negativ zu betrachten. Die Zeiten haben sich geändert und IPS-Bildschirme für den Privatgebrauch kamen auf den Markt – eine echte Revolution. Mein Hobby wurde nach und nach zu meinem täglichen Brot und damit wuchsen auch meine Ansprüche.

Vor fünf Jahren habe ich meinen ersten IPS-Monitor gekauft, den EIZO FlexScan EV2736. Mir ist sehr wohl bewusst, dass diese Modellserie für Büros konzipiert wurde, doch irgendwo musste ich schließlich anfangen. Die Anzeigequalität und vor allem die neue Bildschirmgröße von 27 Zoll machten einen enormen Unterschied. Die Ergonomie und die standardmäßige RGB-Gammakorrektur waren beeindruckend und entsprachen voll und ganz meinen Erwartungen. Bei der Bildbearbeitung gab es jedoch zweifelsohne Verbesserungspotenzial. Das fing schon bei der Hintergrundbeleuchtung an. Ich lernte auch die andere Serie von professionellen EIZO-Modellen kennen und wusste deshalb, dass ich früher oder später mit einem hervorragenden Produkt ohne diese Nachteile arbeiten würde.

Aufgrund der zunehmenden Anzahl an Ausstellungen auf der ganzen Welt und der steigenden Nachfrage nach hochwertigen Bildern kaufte ich nach kurzer Zeit einen zweiten Monitor: den EIZO ColorEdge CS270-BK. Ich blieb der Bildschirmgröße von 27 Zoll treu, die für meine 22-Megapixel-Bilder ausreichend war. Endlich konnte ich von homogener Hintergrundbeleuchtung (Digital Uniformity Equalizer) profitieren und lokale Änderungen an Fotos fehlerfrei vornehmen – ein weiterer Schritt zu mehr Kontrolle über meine Arbeit. Nichts ist frustrierender, als stunden-, tage- oder sogar wochenlang an Fotos zu arbeiten, um dann festzustellen, dass der Monitor schlecht eingestellt ist und vor allem die Ecken und Ränder nicht angemessen ausgeleuchtet sind.

Schon die Werkseinstellungen des Monitors sind bemerkenswert. Lange Betriebsanleitungen oder ausführliche Anweisungen zur Konfiguration sind überflüssig. Die vorkalibrierten Modi waren für meine Anforderungen lange Zeit ausreichend. Bis ich anfing, direkt mit EIZO zusammenzuarbeiten, und die Chance hatte, ihr Vorzeigemodell kennenzulernen, den ColorEdge CG318-4K-Monitor mit 31 Zoll. Mein neuer 4K-Monitor ist keine erzwungene Produktplatzierung, sondern das Ergebnis meiner langjährigen persönlichen Erfahrung mit einer Marke, der ich vertraue. Ich war also begeistert, diesen konkurrenzlosen Monitor bequem zu Hause nutzen zu können. In den nächsten Zeilen möchte ich die Erfahrung zusammenfassen, die ich im letzten halben Jahr mit diesem Bildschirm gemacht habe – nicht aus der Perspektive eines Wartungstechnikers, sondern als Fotograf und Nutzer unter Praxisbedingungen.

Martin Stranka. Mein Leben mit EIZO
I Can Hear You Call © Martin Stranka

Die überragende Ergonomie des CG318-4K

Schon beim Auspacken des Monitors fiel mir auf, wie groß er war. Glücklicherweise hatte ich trotz des beachtlichen 31-Zoll-Bildschirms noch genügend Platz für meinen 27-Zoll CS270 auf meinem Schreibtisch. Den älteren Monitor verwende ich zur Erweiterung meines Desktops und für allgemeine Tätigkeiten und Bildbearbeitung. Mein Büro sieht aus wie der Kontrollraum der NASA, doch jeder, der schon einmal mit zwei Monitoren gearbeitet hat, wird bestätigen, wie viel bequemer und effizienter es ist. Wie alle vorhergehenden EIZO-Modelle bietet auch der neue Monitor eine herausragende Ergonomie. Ich bin sehr groß und weiß die Höhenverstellbarkeit deshalb zu schätzen. Mir ist alles recht, um chronischen Rückschmerzen vorzubeugen. Die Ergonomie wird durch ein industrielles und modernes minimalistisches Design mit einem funktionalen Bildschirm ergänzt. Einigen ist das Design vielleicht zu schlicht, ich finde es jedoch ausgezeichnet. Von allem, was sich auf das Endergebnis auswirken könnte, zum Beispiel störende glänzende und helle Materialien, halte ich mich lieber fern.

Ich gebe zu, dass ich jemand bin, der den ganzen Tag am Computer verbringt – 12 bis 15 Stunden täglich. Durch die angenehme Antireflexbeschichtung werden meine müden Augen geschont. Wenn ich längere Zeit auf meinem MacBook mit einem glänzenden Retina-Display arbeite und anschließend zu dem Monitor zurückkehre, macht sich der Unterschied stark bemerkbar. Es ist eine echte Erleichterung. Von Zeit zu Zeit spiele ich zudem Videospiele und auch dabei hatte ich bisher keine Probleme mit den Reaktionszeiten, obwohl der Monitor für die professionelle Film- und Fotografieproduktion entwickelt wurde. Mir war nicht klar, dass der Monitor über einen integrierten Lüfter zur Kühlung des Bildschirms verfügt. Da all die Ausrüstung nah beieinander steht, ist ein leises Geräusch zu hören. Ich habe mich jedoch mit der Zeit daran gewöhnt und es stört mich überhaupt nicht mehr. Bei der Musik, die ich im Studio spiele, höre ich sowieso kaum etwas anderes.

Die Unverzichtbarkeit von Farbmanagement

Mit diesem Thema habe ich mich früher nicht besonders intensiv beschäftigt. Um die Ergebnisqualität zu steigern, kommt man jedoch nicht umhin, früher oder später darüber nachzudenken. Ich habe mich ebenfalls näher damit befasst und es nicht bereut. Ich lasse meine Fotos bei meinem Typografen in Prag drucken. Er verwendet das Papier Museo® SilverRag™ – ein preisgekröntes Papier in Museumsqualität aus 100 % Baumwolle und mit einem Gewicht von 300 g/m². Zum Drucken kommt archivfeste Epson UltraChrome K3-Tinte zum Einsatz. Zudem nutzt mein Typograf EIZO-Monitore der CG-Serie mit fein abgestimmtem Farbmanagement. Mit diesem Konzept hatte ich mich jedoch noch nie auseinandergesetzt.

Heute arbeite ich mit präziser Feinabstimmung – vor allem dank der erforderlichen Kalibrierung meines CG318-4K-Monitors. Einige Drucke meiner Fotos werden von internationalen Galerien und Kunstsammlern gekauft. Deshalb ist eine hohe Druckqualität unerlässlich, die nur durch sorgfältiges Arbeiten möglich ist. Ich habe meinen Monitor speziell für mein Arbeitsumfeld und die entsprechenden Lichtverhältnisse kalibriert. Mit der integrierten Kalibrierungssonde und der automatischen Kalibrierfunktion wird das Programm jeden Montag vollkommen selbstständig ausgeführt. Das nenne ich Komfort und Effizienz. Am Anfang jeder Woche nehme ich vor einem Monitor mit präziser Farbdarstellung und gleichmäßiger Helligkeit Platz. Abweichungen sind kein Thema mehr. Feine Nuancen gibt es zwar weiterhin, doch das Gefühl, dass man seinen Augen wirklich trauen kann, ist unbezahlbar. Nichts ist schlimmer, als zu merken, dass man eine falsche Einstellung benutzt hat und all die Arbeit umsonst war.

Martin Stranka. Mein Leben mit EIZO
Dreamers And Warriors © Martin Stranka

Vor- und Nachteile von 4K-Auflösung

Der Trend zu Monitoren mit höherer Auflösung und größeren Bildschirmen überrascht heute niemanden mehr. Für uns Kreative erleichtert diese Entwicklung die Arbeit. Vor Kurzem bin ich auf eine Kamera mit 50+ Megapixeln umgestiegen – ein weiterer Grund, warum ich die hohe, aber feine Auflösung begrüße. Ich dachte, 2K seien mehr als genug, doch als ich 4K ausprobierte, habe ich meine Meinung geändert. Die Auflösung ist atemberaubend. Und glauben Sie mir: Es führt kein Weg zurück.

Selbstverständlich gibt es auch Nachteile. Einige Softwares sind für eine hohe 4K-Auflösung nicht präzise genug abgestimmt. Photoshop CS6, die Version, die ich verwende, verfügt über kleinere Symbolleisten und andere Tools, was die Nutzung erschwert. Die aktuelle Version (CC) von Adobe bietet eine bessere Lesbarkeit der Schrift. Leider konnte ich sie noch nicht selbst ausprobieren. Das eigentliche Problem liegt bei den älteren Versionen von Adobe. Glücklicherweise bietet Windows Optionen zur Vergrößerung von Text und Fenstern, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Eine hohe Auflösung von 4096 × 2160 bringt höhere Anforderungen an Computerhardware mit sich. Kurzum: Mein Computer kommt aufgrund der größeren Menge angezeigter Daten manchmal ins Schwitzen. Doch ich arbeite bereits seit fünf Jahren damit (i7-4770K, 32 GB RAM) und sehe mich langsam nach einem leistungsstärkeren Upgrade um. Trotzdem kann ich mich über die Monitore und die Arbeit mit ihnen nicht beschweren. Ich lege einfach Wert auf kurze Reaktionszeiten, um meine Arbeit zu beschleunigen. Die Bearbeitung von PSB-Dateien (PSD-Dateien unterstützen höchstens 2 GB) mit mehreren Gigabyte und unzähligen Ebenen ist zeit- und arbeitsaufwendig. Deshalb ist eine leistungsfähige Workstation zur Ergänzung des Monitors von Vorteil. Das sollte man nicht vergessen. Profis, die mit vergleichbaren 4K-Bildschirmen arbeiten, nutzen in der Regel PCs zur Leistungssteigerung und Datenverarbeitung.

Fazit

Oft kommen Kunden in mein Studio, um meine Fotos zu kaufen. Sie nehmen neben mir Platz und ich zeige ihnen meine Arbeit auf dem PC. Der Komfort, den ich ihnen biete und der begleitende WOW-Effekt sind oft ausschlaggebend für den Abschluss eines Geschäfts. Das weiß ich, weil die Fotos, die sie auf dem Monitor im Studio sehen, genau den Drucken entsprechen, die sie kaufen. Davon konnte ich mich bei einer Ausstellung im Dezember in Miami überzeugen. Auf der SCOPE haben wir mehrere limitierte Drucke ausgestellt. Kurz vor dem Druck habe ich die Feinabstimmung vorgenommen und sie dann nach Florida geschickt. Es waren großformatige Fotos – über 150 cm lang. Ein Druck, der mit der höchsten Qualität von internationalen Kunstwerken in Galerien weltweit vergleichbar ist, und das Gefühl, dass jedes Detail stimmt – unbezahlbar.

Ich möchte ehrlich sein: Der Weg zu diesem internationalen Erfolg ist lang und steinig. Es sind Tage, Wochen und Monate harter Arbeit. Glücklicherweise gibt es Produkte, die Ihnen die Arbeit zwar nicht abnehmen, sie jedoch erheblich erleichtern. Wahrscheinlich klingt es wie ein Klischee, aber die Arbeit mit dem CG318-4K-Monitor ist die reine Freude.

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Bilder und Texte mit freundlicher Genehmigung von EIZO

Über Anja Hoenen 1513 Artikel
Anja betreut das Netzwerk Fotografie redaktionell und als Leiterin der Marketing- und Presseabteilung.