Vier kleine Tipps gegen Datenverlust von Urlaubsfotos und Videos

In den Sommerferien verzeichnen die Datenretter von KUERT aus Bochum in Nordrhein-Westfalen alljährlich einen massiven Anstieg von Rettungsfällen defekter SD Karten. Dabei ist es gar nicht so schwer, sich vor einem potentiellen Verlust von Fotos und Urlaubsvideos zu schützen.
Vier einfache persönliche Richtlinien im Umgang mit Speicherkarten sorgen dafür, die Risiken eines möglichen Datenverlusts stark zu begrenzen.
1. Statt einer Speicherkarte besser 2-3 verwenden und täglich auswechseln
Anstelle alle im Urlaub geschossenen Fotos und Video auf nur einer einzelnen Speicherkarte aufzunehmen, empfiehlt es sich mit 2-3 Speicherkarten zu arbeiten und diese täglich auszuwechseln.
Hierdurch verteilt ihr das Risiko von Verlustszenarien und könnt den Ausfall einer Karte leichter verkraften. Fällt eine Karte aus, so hat man immer noch Urlaubsbilder auf den anderen Karten verteilt und der Ausfall einer einzelnen Karte ist leichter zu verkraften.
2. Setzt Speicherkarten niemals direkter Sonneneinstrahlung aus
Speicherkarten solltet ihr niemals über einen längeren Zeitraum direkter Sonneneinstrahlung aussetzen, da sich das Oberflächenmaterial durch die Sonneneinstrahlung wölben kann. Hierdurch treten Spannungen auf, die dazu führen können, dass die interne Verdrahtung zwischen Controller und Speicherchip der Karte Risse bekommt. Die Folge ist, dass die Speicherkarte nicht mehr gelesen und auch nicht mehr erkannt werden kann.
![vier-tipps-datenverlust-urlaubsfotos_microsd-card-datenrettung[1] So bringt Ihr Eure Speicherkarte sicher durch den Urlaub](https://www.nikon-fotografie.de/cms/wp-content/uploads/2017/07/vier-tipps-datenverlust-urlaubsfotos_microsd-card-datenrettung1.jpg)
3. Sofern möglich, meidet die Nutzung von Smartphone oder Handy. Verwendet Digitalkameras
Die Spezialisten von KUERT verzeichnen in den Sommermonaten nicht nur mehr Aufträge zur Rettung von Speicherkarten, sondern auch wesentlich mehr Aufträge zur Rettung von Smartphones und Handys, die einen Wasserschaden erlitten haben. Im Gegensatz zur unhandlichen Digitalkamera, die meistens um den Hals des Nutzers getragen wird, befinden sich Smartphones in den Hosentaschen von Urlaubs- oder Badeshorts, verbunden mit allen sich hieraus ergebenden Konsequenzen wie Poolbesuchen, Kontakt mit Meerwasser bis hin zur Aufnahme der großen Hafenrundfahrt mit zittrigen Händen und anschließender Wassertaufe des Geräts. Der Vorteil der Mobilität von Smartphones und Handys ist gerade im Urlaub die größte Schwäche dieser Geräte, sofern diese nicht wasserdicht sind. Und selbst wasserdichte Geräte halten dem Wasserdruck bis zu einer gewissen Tiefe nur sehr kurzfristig stand.
Die unhandlichere Digitalkamera hingegen schränkt zwar die Bewegungsfreiheit ein, eignet sich für sichere Schnappschüsse jedoch häufig besser und reduziert natürlich die Risiken, welche im Gegensatz zum Smartphone durch Unachtsamkeit oder die Bequemlichkeit jederzeit auftreten können.
4. Gefälschte Billig-Karten: Kauft keine Speicherkarten im asiatischen oder afrikanischen Raum
Insbesondere in Asien, dem Balkan und in Teilen Nordafrikas kursieren gefälschte Speicherkarten, welche über örtliche Händler zu Spottpreisen angeboten werden. Hierbei handelt es sich um Karten, die bspw. mit 8 GB Speicherkapazität beworben werden, jedoch nur über einen physikalischen Speicherplatz von 2 GB verfügen. Durch Firmware-Modifikation weisen sich solche Karten auch als 8 GB Speicherkarten in einer Kamera oder einem Smartphone aus. Jedoch wird alles, was die tatsächliche physikalische Speichergröße von 2 GB überschreitet, ins Nirvana geknipst und ist somit schlichtweg nicht existent.
Wer diese vier Tipps beherzigt, erfüllt alle Grundvoraussetzungen, um böse Überraschungen bestmöglich zu vermeiden.
Weitere Informationen zur Datenrettung von defekten SD Karten gibt es unter www.kuert-datenrettung.de/datenrettung-speicherkarte/sd-karte-defekt.html.
Bild und Text mit freundlicher Genehmigung von Kuert Datenrettung.
