Olis Tipps und Tricks zum Color Management #2

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Heute: Zeit und Geld sparen mit der Softproof-Funktion

Olis Tipps und Tricks zum Color Management #2

Hier ist Teil 2 unserer Serie mit den ColorManagement-Tipps unseres Datacolor-Experten Oliver Mews. Genug von 4711 Probeausdrucken, die Deine Altpapiertonne füllen? Oli hat die Lösung:

Nutze die Softproof-Funktion in Photoshop und Lightroom für eine Vorschau des Drucks deines eigenen Druckers oder eines Druckanbieters, ohne dafür Tinte, Papier, Zeit und Geld zu verschwenden

Was ist der Softproof?

Mit dem Softproof bekommst du vorab einen Eindruck davon wie dein Bild aussehen wird, wenn es auf dem entsprechenden Papier deines Druckers ausgegeben wird oder wie dein Druck aussehen wird, wenn er von einem Druckdienstleister erstellt wird.

Die Verwendung des Softproofs ermöglicht dir auch die Optimierung deines Bildes für genau diese Art des Ausdrucks. Dazu benötigst du ein Profil, das die Kombination von Drucker, Papier und verwendeter Tinte beschreibt. Das kann ein generisches Profil des Druckertreibers, ein Profil des Druckdienstleisters oder aber ein benutzerdefiniertes Profil sein, das du mit dem SpyderPRINT erstellt hast und das genau die von dir verwendete Tinte und das Papier beschreibt.

Beachte, dass ein kalibrierter Monitor erforderlich ist um alle Farben auch korrekt angezeigt zu bekommen und dass dir die Verwendung dieser Funktion das Optimieren einer Bildversion für den perfekten Ausdruck ermöglicht.

So verwendest du den Softproof

Olis Tipps und Tricks zum Color Management #2

In Photoshop gehe in das Menü Ansicht -> Proof einrichten -> Benutzerdefiniert. Wähle das Profil, das das Drucksystem mit dem entsprechenden Papier beschreibt. Als Renderpriorität wähle „Perzeptiv“ oder „Relativ farbmetrisch“. Schalte „Papierfarbe simulieren“ ein und „Schwarze Druckfarbe simulieren“ aus.

In Lightroom aktiviere die Option „Softproof“ unterhalb des zu bearbeitenden Bildes im Register „Entwickeln“. Dann kannst du das entsprechende Druckprofil im Softproof-Bereich unterhalb des Histogramms auswählen. Wähle bei der Priorität „Perzeptiv“ oder „Relativ“, aktiviere „Papier und Druckfarbe simulieren“.

Tipp: Verwende den Button „Proof-Kopie erstellen“ um eine Bildversion zu erstellen, die du genau für diesen Druck optimierst, ohne dass dein Original für zukünftige Bildbearbeitungen verändert wird.

Beachte, dass bei der Verwendung des Softproofs ein kalibrierter Monitor erforderlich ist, damit alle Farben auch korrekt angezeigt werden.

Mehr Color Management Tipps findest Du in der Rubrik Tipps und Tricks.

Über Anja Hoenen 1483 Artikel
Anja betreut das Netzwerk Fotografie redaktionell und als Leiterin der Marketing- und Presseabteilung.