An den neuen Waldrändern, die durch Abholzen der von den Borkenkäfern getöteten Fichten entstanden sind, und an den kleinen Rotbuchen, die sich teilweise anschicken, diese Flächen zu übernehmen, zeigt der Herbst bereits leichte Farbakzente. Waldflächen sind nie lange tot, die Natur nimmt sich jeden Winkel, der scheinbar nutzlos daliegt, und die kleinen Buchen, die beim Fällen der toten Nadelbäume bewußt stehen gelassen wurden, werden dafür sorgen, dass hier in wenigen Jahrzehneten wieder ein dichter Buchenwald stehen wird, wenn man sie nur lässt.
Auf den ersten Blick ist das eine schöne, farbenfrohe Herbstimpression. Aber der Japanische Staudenknöterich, den man hier sieht, ist ein besonders aggressiver, invasiver Neophyt, weil er sich aufgrund seiner außergewöhnlichen Wuchskraft und Robustheit erfolgreich gegen die heimische Flora durchsetzt. Er vermehr sich kaum über Samen, sondern ungeschlechtlich unter der Bodenoberfläche. In mehreren Schichten übereinander, bildet diese Pflanze horizontale Rhizome aus. Dadurch kann dadurch sehr schnell ausgedehnte und sehr dichte Bestände bilden, die alle anderen Pflanzen überwuchern und ihnen den Lebensraum nehmen, ähnlich wie Brennnesseln, aber noch viel erfolgreicher.
Langsam werden bei uns im Wald die Maronen reif. Hier wurden in den vergangenen Jahren relativ viele Esskastanien angepflanzt, vielleicht als Pionierpflanze im Klimawandel. Kann sein, dass die Entscheidung gut war. Sie wachsen und gedeihen recht ordentlich. Diese echten Kastanien gehören zu den Buchengewächsen im Unterschied zu den Rosskastanien, die biologisch nichts mit ihnen zu tun haben, sondern zu den Seifenbaumgewächsen gehören und ihren deutschen Namen nur haben, weil ihre Früchte ähnlich aussehen wie die der echten Kastanien.
Und meine Frau merkt das sehr deutlich.
Sie spricht dann immer zu mir.....Du bist schon wieder abwesend und denkst nur in Bildern, bin auch noch da.
Und da muß ich ihr recht geben. Abwesend in einer Bilderwelt. Meist bekomme ich dann nichts von der Umgebung mit.