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Von den Polenzer Linden südlich von Meißen bietet sich diese Aussicht auf den Burgberg mit Dom, Albrechtsburg und Bischofsschloss. Der helle hohe Giebel links gehört zum frisch sanierten Kornhaus.
Sie ist ein Wahrzeichen der Region und ein Hingucker von allen Seiten: Die Küssaburg hoch über dem Klettgau. Ihre zum Aussichtsturm umfunktionierte Schildmauer haben die meisten Einwohner des Landkreises einmal erstiegen, doch ein Ausflug zu dieser beeindruckenden Ruine lohnt immer wieder. Die Aussicht hält jedes Mal eine neue Überraschung bereit.
Die Küssaburg, 634 Meter hoch gelegen, dürfte in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts erbaut worden sein. Die Herrschaft über die Burg und einige Dörfer zu ihren Füßen besaß damals eine aus der heutigen Nordostschweiz stammende Adelsfamilie, die sich bald nach ihrem neuen Stammsitz „von Küssachberg“ nannte. Der Name „Küssaburg“ wiederum stammt vom ursprünglichen Namen des Baches zu Füßen der Burg („Küssach“), dem heutigen Schlauchbach.
In späteren Jahrhunderten erlebte die Küssaburg viele Besitzerwechsel: Die Bischöfe von Konstanz und dann die Herren von Sulz als Landgrafen im Klettgau demonstrierten von der weithin sichtbaren Burg ihren Herrschaftsanspruch über die Region. Im Schwabenkrieg 1499 war die Küssaburg sogar für einige Monate in der Hand der Eidgenossen. Diese bauten die Anlage nach dem Bauernkrieg von 1525 zur uneinnehmbaren Landesfestung aus, die den Bauern für alle Zeiten die Lust am Aufstand nehmen sollte. Im März 1634 brannte die Burg vollständig nieder. Seitdem liegt sie in Trümmern.