Hallo miteinander.
Mal ganz allgemein zu diesem Thema: Pauschalaussagen wie in dem Verweis von Klaus kann man nicht erst nehmen.
Meine "IT-Karriere" begann mit DOS 2.0; und ich habe in den Folgejahrzehnten alles auf meinen Rechnern gequält, was irgendwie den Anschein eines Betriebssystems erweckte, inkl. diverser Linux-Distributionen. By the way sitzt das NF-F nach einem Exkurs mit Suse 9.3 jetzt auf einem Debian 64bit System.
Kurze Feststellungen, die meine Aussagen untermauern sollen:
Photoshop CS2 ist auf einem XP-System gleicher Ausstattung schneller, als auf Vista.
Wie, Du nimmst mich nicht ernst?
Photoshop mit seiner "selbstgestrickten" Speicherverwaltung am Betriebssystem vorbei ist auch ein besonders untypischer Fall.
Gute Performance, keine Probleme.
Nicht dass es für die Diskussion essentiell wichtig wäre, aber ich würde zwischen
Windows NT 3.1, Windows NT 3.5, Windows NT 3.51, Windows NT 4
und Windows 2000, Windows XP, Vista eine Leerzeile einschieben.
Die internen Versionsnummern lauten 4.0 für Windows NT 4, 5.0 für Windows 2000 und 5.1 für Windows XP (und 5.2 für Server 2003). Und das trifft genau den Kern der Sache. NT 3.51 war ein sehr gutes Serverbetriebssystem und hat hier Microsoft OS/2 1.3 endgültig abgelöst. Auf dem Desktop hat es sich aber erst in der Version NT 4 mit der mit Windows 95 neu eingeführten Oberfläche durchgesetzt. Zwischen NT4 und 2000 stehen nicht nur 5 Jahre, sondern auch die technische Entwicklung derselben. Sehr viele Komponenten wurden da grundlegend neu entwickelt und in vielen Fällen hat Microsoft auch aus den Fehlern der Vorgängerversion gelernt. Der Versionshub von 5.0 -> 5.1 spiegelt die Unterschiede zwischen W2k und XP wieder. XP ist Modellpflege, so wie jedes Auto mal nach 3 Jahren größere Scheinwerfer und einen anderen Kühlergrill kriegt, während an der ganz neuen Modellreihe schon im Hintergrund gearbeitet wird. Oder wie nach der D2X erst mal die D2Xs und dann erst die D3 kommt.
umso mehr wundere ich mich über dein Pauschalurteil...
... wenn man alle Änderungen berücksichtigt, ...
Ich will das jetzt nicht bis ins letzte Bit diskutieren, dazu bin ich zu wenig Windowsfreak, aber ich denke, dass die wesentlichen Architekturänderungen hier doch stärker wiegen als die Änderungen an der Oberfläche oder bei Dirext-X und Co. Und wenn man die Neigung zu Systemabstürzen aka Bluescreens als grobes Indiz nimmt, dann hat sich zwischen NT und W2k sehr sehr viel getan. Und hiezu gehören auch nicht-technische Aktivitäten, wie die Zertifizierung von Treibern oder die Einführung von strengeren internen Programmierrichtlinien. Schlecht programmierte Treiber waren ein wesentlicher Störfaktor bei der Systemstabilität. Ich hatte einmal mit MS zu tun und habe mit einem Insider über das Thema Sicherheit geplaudert. Der erzählte, dass - nachdem Bill Gates vollmundig angekündigt hatte, dass MS das Thema Sicherheit erfunden hätte - bei einer internen Inventur über 30 Installationsprogramme für Patches aufgetaucht seien. Und die taten irgendwas, spielten irgendwo irgendwas ein, waren deinstallierbar oder auch nicht usw. Das hatte einige Anstrengungen gekostet, das zu vereinheitlichen und die eigenen Programmierer über einen Kamm zu frisieren.
Und da liegt meiner Meinung nach der große Schnitt. Windows NT war im Ursprung simpel und wenn etwas Neues dazu kam, wurde es dazu programmiert. Die Architektur war in vielen Punkten sehr unsicher, weil sie zu einer Zeit entstand, als Vernetzung eine Option war, die man vielleicht nutzen mochte oder auch nicht und in der bei Microsoft vom Chef abwärts noch niemand ahnte, dass sich das Internet als neue Plattform etablieren würde. Da ging es eher darum, mehrere Programme gleichzeitig am Laufen zu haben und das richtig und nicht gebastelt, wie bei Windows 3.11. Erst mit NT4 SP3 hat man die gröbsten Bugs mehr gestopft als behoben. Bei W2k hat man sich erstmals viel mehr Gedanken über die grundlegende Architektur gemacht. Natürlich war das noch nicht das fertige Ding und vieles kam erst mit XP oder Vista erst richtig in Schuss.
Es ist zwar immer noch politisch korrekt, zu tönen "Linux ist viel sicherer als Windows" und wehe man spricht dagegen, wenn mehr als 2 Linuxer anwesend sind, aber seit Windows 2000 sind unsichere Systeme eher ein Zeichen für schlechte Administration als für ein grundlegend schlechtes System.
Ich verwende Vista hauptsächlich beruflich, aber auch privat - das ist einfach einfacher.
Ein paar Gründe für die Benutzung von Vista, die für mich als Fotohobbyist wichtig waren und die für andere Fotografen vielleicht interessant sein könnten:
- Neues Farbmanagementsystem ggü. XP - Windows Color System (zBsp jeder Monitor kann sein individuelles Profil erhalten). Dieses wurde gemeinsam mit Canon entwickelt (und das in einem Nikon Forum
). Für die technischen Interessierten ein Whitepaper dazu: http://www.microsoft.com/whdc/device/display/color/WCS.mspx
- Mit Nikon wurde eine erweiterbare Shell Schnittstelle für herstellerspezifische RAW Codecs entwickelt (Nikon, Canon, Olympus, Sony, ...) -
- Im Standard Windows Explorer einfach nach EXIF Daten selektieren, oder suchen und wenn gewünscht, diese Suchaufträge in virtuellen Verzeichnissen abspeichern. Wenn zBsp ein Verzeichnis existiert, daß die Fotos von vielen verschiedenen Kameras enthält: Dann kann man im Explorer nach ISO Werten, oder Kamera Modell sortieren (oder kombiniert). zBsp alle D300 Bilder mit ISO 1600. Benötigt man diese Selektion öfters, legt man diese in einem "Search folder" an. Wann immer man den anklickt, kommen ohne weitere Eingabe alle D300 Bilder mit ISO 1600. Auch jene Bilder die in der Zwischenzeit hinzugefügt wurden.
- Desktop Search - Bei 500GB Platten und größer, mittlerweile ein Pflichtteil eines Betriebssystems.
- Netzwerkperformance - Laden vom Server geht fast immer schneller als von lokalen Platten
- Movie Maker - unterstützt HD, die hohe Auflösung der D-SLR Kameras wird in ein Videofile "gerettet" (1920x1080).
- Für kleine - manchmal ad-hoc - Gruppen: Windows Meeting Space (Schon mal Fotos ohne USB Stick getauscht?
)
- Movie Maker kann HD Files schreiben - "Filme" aus hochauflösenden Fotos schauen toll aus.
- Snipping Tool - Bequeme und flexible Art Bildschirminhalte als Grafikdatei abzuspeichern.
- Tablet PC Funktionalität - Mein persönlicher Favorit. Nie mehr wieder Notebook. Wer oft im Flugzeug sitzt, viele Seiten Dokumente lesen (und kommentieren) muß, oder mit der Hand schneller als mit der Tastatur schreiben kann, wird die Vorteile schnell zu schätzen wissen.
Sonstiges:
- Für Eltern: Kinder PC Kontrolle (Parental Control)
- Firewall, Security und Stabilität ist besser
- Volume Shadow Copy: Das Betriebssystem erzeugt Versionen von geänderten Dateien. Praktisch, wenn man eine Datei mit den falschen Änderungen gespeichert hat und die Vorversion wieder gerne hätte.
Wer sich die beste Zusammenfassung der Features von Vista ansehen will , dem sei der Product Guide empfohlen.
Die neue Version incl. SP1 Merkmale gibt es als PDF <hier>. Achtung ca. 19 MB.
LG, Andy
Oder um es einfacher zu sagen, XP und Vista auf Maschinen vergleichbarer Konfiguration lässt mich nicht erkennen, warum ich die XP-Maschine updaten sollte. Vielleicht wird meine Aussage dadurch verständlicher.
ja, auch ich wartete auf den Kerio(oder wie heißt sie jetzt schon wieder?) Nachfolger... bemerkte jedoch sehr schnell, daß ich diese Popups gar nicht brauche!Die Firewall taugt nach wie vor nichts, da sie zwar im Gegensatz zu XP auf ausgehenden Traffic überwachen kann, aber man kein Popup bekommt und dann eine Regel erstellen kann. Man muss stattdessen Ports etc. manuell zu machen. Meine ist daher deaktiviert und ich nutze eine 3rd-Party FW.
aber man kein Popup bekommt
ja, wird sie.
Dieser Meinung bin ich nämlich auch, ich würde ein laufendes XP nicht durch Vista erstetzen, bei einem PC-Neukauf hingegen unbedingt empfehlen!
ja, auch ich wartete auf den Kerio(oder wie heißt sie jetzt schon wieder?) Nachfolger... bemerkte jedoch sehr schnell, daß ich diese Popups gar nicht brauche!
Hab Vista dicht gemacht und nur eine handvoll Regeln erstellt und bin damit absolut zufrieden. Kommt ein neues Programm wird eine Regel erstellt(geht inzwischen im Handumdrehen und man geht auch bewusster mit Freigaben um)
Weit weg von 'nicht taugen', aber der Komfort ist verbesserungswürdig.
lg christian
Popups sind für Privatanwender in Ordnung, die sich selbst um ihren Rechner kümmern. In einem Firmennetzwerk mit vielen Anwender möchte man ganz sicher keine Popups.
windows 7 soll ja auch schon 2010 rauskommen. und es werden sehr viele
features von xp übernommen oder reloaded, denn auch m$ hat gemerkt, das vista nicht ganz den erwartungen gerecht wurde...
gruß
fineline
Ich würde meinen, dass Personal Firewalls ausschließlich für Heimanwender gedacht sind und nur dort Sinn machen.
Die nützt aber nichts, wenn der Laptop ausserhalb des Firmennetzwerkes benutzt wird...Im Firmenumfeld wird man ab einer gewissen Größe dezidierte Firewalls haben
Ich würde meinen, dass Personal Firewalls ausschließlich für Heimanwender gedacht sind und nur dort Sinn machen. Im Firmenumfeld wird man ab einer gewissen Größe dezidierte Firewalls haben, um die Verbindung zum Internet zu sichern, bzw. eigene Servernetzwerke oder spezielle Sicherheitszonen abzugrenzen. Eventuell in Kombination mit zusätzliche Filtern, etwa um per Policy festzulegen, wer Internetzugriff haben soll und auf welche Inhalte er ggf. nicht zugreifen darf. Und zusätzlich den ganzen Virenschutzaufwand, um Mails und Webzugriffe zu überwachen, Spam auszufiltern usw.. Personal Firewalls auf Firmenrechnern machen hauptsächlich auf Notebooks Sinn, wenn Mitarbeiter außerhalb des geschützten Firmennetzes ans Internet gehen und/oder sich über dieses in die Firma einwählen.
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