Das ist sowieso kein "Naturphoto". Die Gänse im Hintergrund waren in Wirklichkeit gar nicht unscharf. Das kommt erst durch die optische Übertragung einer dreidimensionalen Szene auf ein zweidimensionales Medium zustande.
Es ließe sich jetzt trefflich disputieren, ob es dann überhaupt ein Naturphoto geben kann, aber da mir das eigentlich føllig wurscht ist, lassen wir das.
Das ist sowieso kein "Naturphoto". Die Gänse im Hintergrund waren in Wirklichkeit gar nicht unscharf. Das kommt erst durch die optische Übertragung einer dreidimensionalen Szene auf ein zweidimensionales Medium zustande.
das ist sicher ein Narturfoto, es ist in jedem Fall in freier Natur entstanden.
Ein Naturfoto mit Tieren ist für mich, wenn das Tier sich in seinem Fluchtverhalten frei entscheiden und bewegen kann, wenn der Fotograf durch langes beobachten sich den für dieses Gebiet und Foto besten Standort suchen kann um ein einigermassen befriedigendes Ergebnis zu erzielen.
Wann ist ein Foto, für Euch ein Naturfoto ?
Grüße
Frank
Wie bereits erwähnt, ist mir das einklich[tm] føllig wurschd, da das so überhaupt nicht mein Metier ist, aber der selige Fritz Pölking hat ein Naturphoto so definiert, daß daran nichts gestellt oder nachträglich verändert sein darf und daß es natürlich auch in "freier Wildbahn" aufgenommen sein muß. Und mit "nicht gestellt" meinte er durchaus auch schon das Entfernen kleiner Äste aus dem Vordergrund oder so.
Das ist jetzt ein ganz anderes Thema, über das man endlose Nächte diskutieren könnte. Vielleicht ein ander Mal.
Zum ursprünglichen Bild:
Der TE wird es so belassen. Das ist ok. Würde er es verändern, wäre es für mich auch ok. Hätte er eine Bilderserie gemacht und ein anders Bild ausgewählt, würde es auch geringfügig anders aussehen. Trotzdem bleiben die Gänse Gänse. Wer das schon als "Manipulation" sieht, mit dem muss ich nicht weiter diskutieren.
Zum Thema Manipulation:
Ich habe ein sehr jungen Jahren ein wenig als Naturfotograf gearbeitet. Und zwar wirklich NATUR und nicht Tiere im Grünen. Ich habe peinlich genau darauf geachtet, dass kein Zeichen von Zivilisation in meinen Aufnahmen war, kein Holzpflock, kein gerade abgesägter Baumstumpf, kein Haustier, keine Kulturpflanze. Ich habe mich teilweise mit extrem knappen Ausschnitten zwischen die unvermeidlichen menschengemachten Objekte durch geschwindelt. Habe winzige Inseln natürlicher Umgebung so fotografiert, als ob die Aufnahmen irgendwo in der Wildnis entstanden wären. Ein extrem manipulativer Ansatz, denn er erzeugte den Eindruck wilder unberührter Natur, die es schon damals längst nicht mehr gab. Trotzdem wäre das für die Hüter der reinen Le(e|h)re in Ordnung, weil das Bild zwar vielleicht manipulativ, aber jedenfalls nicht manipuliert ist. Heute würde ich mir die Arbeit nicht mehr antun, sondern den ganzen Umweltkrempel einfach am Computer wegstempeln. Damit würde ich zwar nicht in den Himmel kommen, aber bessere Bilder ohne Verrenkungen kriegen.
Ja, wie bereits angemerkt, ich bin da total schmerzfrei, ein gutes Bild ist ein gutes Bild ist ein gutes Bild. Egal, wie es entstanden ist. Aber ich mach das ja auch nur für mich (und hin und wieder für Bier).