Was mache ich falsch?

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schuwanna

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Warum bekomme ich immer solche komischen Farben auf meine Bilder? Was mache ich falsch?

Daten:
P-Programm, 1/200s, WB: Direkte Sonne -2, Spotmessung, Belichtungskorrektur: -2.0 LW, Brennweite: 18mm, Iso 200

Reicht das? Oder soll ich noch mehr Input geben? Bin echt am verzweifeln, weil ich meistens den Himmel bzw. die Wolken nie hinbekomme :-(
 

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hast Du die WB von Hand eingestellt? Ich habe bei tageslicht mit der Automatik gute Erfahrung gemacht. Welche Kamera?
 
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ach so meinst du das. Ja das hatte ich von vornherein so eingestellt, sollte ich das vielleicht auf Auto lassen?
 
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schuwanna schrieb:
ach so meinst du das. Ja das hatte ich von vornherein so eingestellt, sollte ich das vielleicht auf Auto lassen?

ja, lass das mal auf auto.

Dann schreibst Du noch Spotmessung. Das ist bei diesen Motiven mit sehr hellen und dunklen Bildbereichen recht schwierig.

Da die Kamera nur einen begrenzten Darstellungsumfang hat, sollte man dies bereits bei der Bildgestaltung mit berücksichtigen.
 
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ja aber vorher hatte ich die Matrix-Messung eingestellt und besser war es dadurch auch nicht... :-(
 
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schuwanna schrieb:
ja aber vorher hatte ich die Matrix-Messung eingestellt und besser war es dadurch auch nicht... :-(

Solange Belichtungskorrektur ins Minus, bis die Blinkerei im Display am Himmel aufhört. Dann gibt es auch nicht die überbelichteten "geklippten" Himmelsbereiche. Die dunklen Bereiche lassen sich später noch aufhellen, falls nötig.

Und als zweiten Tipp. Mittags fotografieren (mal vom Schatten getippt) bringt selten schöne Farben.
 
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Du hast hier im Bild sehr große Helligkeitsunterschiede. Himmel, Rasen, Mauer, Schattenbild.

Was möchtest Du darstellen???

Sollte es die Mauer sein, dann wird der Himmel eben überbelichtet. Wenn Du den Himmel mit Zeichnung haben möchtest dann wird eben die Mauer zu dunkel.

Vielleicht ein Tip:

Such Dir eine andere Tageszeit aus mit besserem Licht. Ich weiß das ist manchmal nicht möglich.
Es besteht auch noch die Möglichkeit, mit einem Stativ diese Situation mehrmals mit verschiedenen Zeit/Blenden-Kombinationen festzuhalten (einmal mit Betonung auf den Himmel und einmal mit der Betonung auf der Mauer) und diese mit einer Software zu kombinieren. In Photoshop ist so etwas möglich und im Internet gibt es auch eine Freeware (ich weiß den Namen nicht mehr). Hier im <Forum gibt es auch sehr viele Threads, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Ginb einfach mal DRI oder HDR in die Suchfunktion ein.

Gruß

Klaus
 
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Die bisherigen Antworten gehen leider am Problem vorbei.

Die Farben im Himmel kommen zustande, weil der Blaukanal ausgefressen ist. Sobald das passiert, verschiebt sich die Farbbalance.

Bei der D70s sieht man das leider nicht im Histogramm oder der Spitzlichtanzeige, weil die nur den Grünkanal auswertet (der normalerweise als Helligkeitsindikator auch brauchbar ist).

Lösung: Belichtungsreihe machen. Also das normale Bild, und dann z.B. drei weitere Aufnahmen mit jeweils 0,7 weniger Belichtung. Am Rechner dann das beste raussuchen. Funktioniert am besten mit RAW, weil man dann die Schatten besser wieder aufhellen kann, wenn sie in dem Bild, wo der Himmel farblich stimmt, zu dunkel geworden sind.

Spotmessung sollte man nur benutzen, wenn man weiß, was man tut (Zonensystem, Manuelle Belichtung etc.).

Maik
 
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danke erst einmal, für eure ausführlichen Antworten. Das Problem ist auch, dass ich noch kein Stativ habe und ich deshalb keine Belichtungsreihen erstellen kann. Es muss erst einmal so funktionieren. Und das Problem mit dem blauen Himmel, dass der nicht blau ist, habe ich sehr oft, wenn dann noch Wolken am Himmel sind, sind diese meist total ausgefranst und es besteht kein Übergang. Dachte schon, meine Kamera hat einen Defekt. Bin echt am verzweifeln bzw. zweifle langsam an mir selbst, warum ich das nicht hinbekomme... :-(
lg
 
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schuwanna schrieb:
Das Problem ist auch, dass ich noch kein Stativ habe und ich deshalb keine Belichtungsreihen erstellen kann.

Dazu brauchst Du kein Stativ. Du sollst die Aufnahmen ja nicht hinterher als HDR zusammensetzen, sondern einfach nur die beste aussuchen. Ob die Bilder pixelgenau deckungsgleich sind, ist dafür ja irrelevant.

Wie Belichtungsreihen gehen, steht im Handbuch; die D70s hat dafür ja sogar eine Extra-Taste.

Maik
 
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ah so meintest du das. Ok, wie Belichtungsreihen funktionieren, weiß ich zum Glück, dann werde ich also fleissig weiterüben...
 
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schuwanna schrieb:
Ok, wie Belichtungsreihen funktionieren, weiß ich zum Glück, dann werde ich also fleissig weiterüben...
nochmal abschliessend, bevor Du belichtungsreihenschiessend durch die Gegend läufst: versuche das Licht bzw. solche Helligkeitsunterschiede schon vor der Aufnahme (ohne Kamera) wahrzunehmen und einzuschätzen. Das hilft bei der Motivgestaltung sehr. Was nützt Dir der korrekt belichtete himmel, wenn das eigentliche Motiv viel zu dunkel ist?
 
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Da ich auch unverbesserlicher Mittagsknippser bin... bei solchen Lichtverhältnissen ist die Matrixmessung mit -0.7 bis -1.3 brauchbar.

Oder (ohne Belichtungskorrektur einzusetzen) mit Matrixmessung mehr in den Himmel zielen, dann AE-L drücken, runterschwenken aufs Motiv, auslösen (dazu dann sinnvollerweise die AE-L Taste so konfigurieren, dass sie wirklich nur die Belichtung, nicht aber den Fokus speichert, Individualfunktion 15). Dann ist der Himmel meistens korrekt belichtet, die Schatten verlieren dann aber u. U. an Detail.

Ich tendiere mittlerweile eher dazu bei Wolken ein bisschen Detail zugunstern der Tiefen aufzugeben, sprich wenn da ein paar Spitzlichter drin sind nehme ich die in Kauf um in den Tiefen mehr Information zu erhalten.
 
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Alexander Kunz schrieb:
Ich tendiere mittlerweile eher dazu bei Wolken ein bisschen Detail zugunstern der Tiefen aufzugeben, sprich wenn da ein paar Spitzlichter drin sind nehme ich die in Kauf um in den Tiefen mehr Information zu erhalten.

Musst Du nicht. Wenn's bloß normaler Tageslichthimmel mit Wolken ist, reicht der Dynamikumfang auch für Zeichnung in den Schatten. Man nehme entweder RAW und helle die Schatten wieder auf (funktioniert sehr gut mit Capture NX und D-Lighting in "hoher Qualität"), oder man bastelt sich dafür eine passende Tonwertkurve, die man mit Camera Control Pro in die Kamera lädt, für Jpegs.

Maik
 
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Hallo Schuwanna,

wie schon beschrieben ist es aufgrund des eingeschränkten Dynamikumfangs von Digitalkameras bei "harten" Licht & Schattenverhältnissen oft schwierig oder gar unmöglich sowohl das eigentlich Motiv als auch den Himmel korrekt zu belichten.
Da werden entweder die Schatten zu dunkel oder der Himmel - wie in Deinem Beispiel zu hell.

Neben den genannten Tipps Richtung Belichtungssteuerung bzw. -korrektur oder EBV kann meiner Ansicht nach hier auch ein Polfilter helfen, mehr (Wolken-) Zeichnung im Himmel zu erhalten, bzw. diesen allgemein dunkler darzustellen.


Grüsse
Markus
 
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12markus12 schrieb:
Neben den genannten Tipps Richtung Belichtungssteuerung bzw. -korrektur oder EBV kann meiner Ansicht nach hier auch ein Polfilter helfen, mehr (Wolken-) Zeichnung im Himmel zu erhalten, bzw. diesen allgemein dunkler darzustellen.

Nur marginal, denn der dunkelt auch die Schatten mit ab. Gut ginge oft ein Grauverlaufsfilter, aber das ist ohne Stativ unpraktikabel...

Maik
 
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12markus12 schrieb:
Neben den genannten Tipps Richtung Belichtungssteuerung bzw. -korrektur oder EBV kann meiner Ansicht nach hier auch ein Polfilter helfen, mehr (Wolken-) Zeichnung im Himmel zu erhalten, bzw. diesen allgemein dunkler darzustellen.
Der Polfilter macht den Himmel dunkler, die Wolken leuchten genauso oder schöner als ohne, d. h. noch heftigere Helligkeitsunterschiede im Himmel. Davon dürfte die Matrixmessung nicht profitieren, oder? Dürfte man wohl noch stärker korrigieren dürfen... allerdings hab ich da noch nie so drauf geachtet...
 
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