Und wenn ja, warum so? Sie sitzt im Gebüsch, ich lasse alles dunkel werden um sie. Nicht mal ihre Augen sind deutlich zu erkennen. Jene kleine Ente, Vita, welche wir gerettet haben.
Meine Blicke schweifen umher. Nur Äste, Sträucher, Bäume. Kein Blatt, keine Sonne, fahles und düster wirkende Licht.
Die verdorrten Früchte eines Zierapfels wecken meine Neugier. Sie werden zum Motiv. Marod hängen sie da, ja tot, verdorben. Ein Motiv? Was passiert mit mir, wenn ich mich entschliesse dies fotografisch festzuhalten?
Du bist ein Künstler Sam, hat letzthin jemand zu mir gesagt. Warum, habe ich zurück gefragt. Weil Du so spezielle Fotos machst. Dann bin ich es nicht, war meine Antwort. Ich weiss nicht was ein Künstler ist. Und ich empfinde es auch nicht als eine Kunst, mich selbst zu dokumentieren. Andere tun das auf ihre Weise, ich auf meine Weise. Aha, war die Antwort ... Themenwechsel.
Ich habe mir heute gedacht, dass das Motiv zuerst da ist. Ich folge ihm. Ich erkenne es oder nicht. Ich mache mir es bewusst mit Fotografie. Manchmal gelingt es, manchmal nicht. Eigenartig, denke ich, dass etwas zuerst da ist. Eigenartig, denke ich, dass ich mir zwar wünschen kann einen Elefanten im Garten zu fotografieren. Aber mit Realität hat das nichts zu tun. Motive sind zuerst da. Ich habe nur aus dem was ist ein Motiv zu machen. Und das ist manchmal eine schwieriges Unterfangen.
In diesem Sinne wünsche ich Euch ein schönes Wochenende.