Frage Wallimex 8/3,5 CS2 gekauft - Ein persönlicher Fehlgriff?

Steinkreis

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Ich hab mir ein neues Spielzeug gekauft: 8mm Fisheye. GAS halt. Ob ich es behalten werde, weiß ich noch nicht. Erst Mal ausprobieren, was es für eine Wirkung entfaltet und wo/wie man es passend einsetzt. Zu dieser Art Architektur (s.u.) passt es nicht. Müsste man z.B. in Köln an den Kranhäusern ausprobieren. Evtl. sind die Einsatzmöglichkeiten sehr begrenzt. Ich müsste auch ein paar Naturaufnahmen machen, wie es da wirkt. Von der Abbildungsleistung finde ich es gut, aber ob ich es neben einem 10-20mm zusätzlich benötige...? In CameraRaw kann man die Verzerrung zu 100% beseitigen. Bei dem anfallenden Beschnitt kann man dann auch das 10-20mm nehmen. Wer von euch Erfahrungen mit der Nutzung eines Fisheye-Objektivs? Im Anhang ein paar Beispielbilder:

 
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Für ein Fisheye empfehlen sich Motive, die schon etwas annähernd rundes enthalten, insbesondere bei einem zirkulären Fisheye. Bei einem das Bild-Format füllenden wiederum ist es sinnvoll, die kamera waagerecht zu halten.
Ich habe schon vor 20 Jahren mit so was experimentiert. Soll ich davon was zeigen?
 
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S
Steinkreis kommentierte
Gerne, Michael
 
S
Steinkreis kommentierte
Nachdem ich meine Bilder gesichtet habe, habe ich mir auch schon gedacht, dass für Architekturaufnahmen ein Stativ, mein Getriebeneiger, Wasserwaage und Live-View mit Gitterlinien nahezu Pflicht sind. Die Aufnahmen sind nur aus der Hüfte geschossen, nachdem das Objektiv am Mittag angekommen ist. Auf deine Beispielbilder freue ich mich schon.
Gruß
Jürgen
 
03/2016:



 
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S
Steinkreis kommentierte
Schöne, interessante Bildwirkung, Michael. Du hast aber ein cirkulares Fisheye genutzt? Oder entsteht der Bildkreis durch die Nutzung am Vollformat?
 
Beuteltier kommentierte
Ein 8 mm Fisheye für DX bringt an FX fast einen kompletten Kreis, sofern weder an der Frontlinse eine Tulpen förmige GeLi noch an der hintersten Linse eine ähnliche Blende montiert sind. Meine zirkularen Fisheye-Fotos waren aber immer mit selbst gebauten Vorsätzen für "normale" Objektive gemacht. Die ersten Versuche waren schon im Winter 2007 und Frühjahr 2008 an einer D60, wie z.B. das Sendlinger Tor in München:

 
Russisches 30mm Fisheye, von Dr. Dark personlich an die Hasselblad 2000 FC/M adaptiert.

Der Baum links war original nicht so krumm.......
 

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Fisheye für Architektur, war das tatsächlich die Zielsetzung? Finde ich persönlich schwierig, nicht nur wegen der krummen Linien sondern auch wegen der Überbetonung des mittigen Bildinhaltes. Das dazu passende Motiv zu finden ist nicht einfach.

Und entzerrt als Super-WW-Ersatz ist die Qualität in den äußeren Beteichen halt schlecht, wo wenige Pixel des Originalbiödes bei der Entzerrung stark gedehnt werden müssen.

Mein Fisheye setze ich bei Architektur selten ein und zwar dort, wo Zentralperspektive mit starker Symmetrie und ggf. Führungslinien ins Bildzentrum vorkommen. U-Bahnhof oder sowas.
 
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S
Steinkreis kommentierte
Wo setzt du es denn außerhalb der Architekturfotografie ein?
 
Vorsicht Kitsch! Warum ich dieses Bild zeige? Nun, meine Frau hat mir mal diese Glaskugel von Rollei geschenkt. Das ist so ein Teil, bei dem ich nie auf die Idee gekommen wäre, es mir selbst zu bestellen, habe aber dennoch viel Spaß damit. Also ein perfektes Geschenk. Nur eben kein universelles. Im Sommerurlaub habe ich die Kugel für Bilder am Strand mitgenommen, und nach etlichen Anläufen in der Vergangenheit ist diesmal etwas dabei (hoffentlich) Vorzeigbares herausgekommen.
Genauso ist es mit einem Fisheye. Ok, dafür muss man sehr viel mehr Kohle in die Hand nehmen, aber wenn die Abbildungsleistung stimmt, war das ja schonmal gut angelegt. Für allgemeine Architektur-Fotografie ist das natürlich nix. Wenn man aus den Bildern normale / korrigierte Weitwinkel-Fotos machen will, hat man nicht das optimale Werkzeug. Da hätte ich eher z.b. das Viltrox 2,8/20mm genommen.
Fisheye-Bilder sind natürlich sehr effektheischerisch. Aus diesem Grunde sollte man den Einsatz nicht übertreiben. Trotzdem wird es manchen interessanten Einsatzzweck geben, wo die Bildwirkung gut zum Motiv passt. Einfach ausprobieren!

 
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S
Steinkreis kommentierte
Übermäßig teuer war das Objektiv nicht. Ich hab es gebraucht für 111€ bei Fotopro24 gekauft. Von Privatanbietern wäre es evtl. preiswerter gewesen, aber ohne Gewährleistung und Rückgaberecht, wobei ich das Rückgaberecht bei dem Anbieter mit 14 Tagen schon etwas knapp bemessen finde. Meistens werden die Fishaugen auch nur in der Version ohne elektrische Kontakte zur Übertragung der Blendeneinstellung angeboten. Das gabs auch neu bei einem Onlinehändler für 140€. Das hätte ich aber, mit Belichtungsmessung und -automatik, nur an meiner D200 und D7100 nutzen können.
 
Etwa von 2000-2008 hat der US-Fotograf Marc Benjamin zahlreiche Preise abgeräumt
für sehr kreative Hochzeitsfotos mit Fisheyes.
Er hat circa 2009 wohl eine Krise gehabt, die zu einigen Jahren "Pause" führte
(möglicherweise mit gesiebter Luft wegen unterschlagener Anzahlungen und nicht geleisteter Hochzeiten).
Es sind leider nur noch wenige Bilder online ansehbar, auch die Wayback Machine findet nichts.

Er scheint wieder aktiv zu sein, hat aber keinen Webauftritt den ich finden konnte.
 
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Da eröffnet sich wohl ein weites Feld.
 
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Beuteltier kommentierte
Für die Fotografie von Menschengruppen im Querformat haben starke Weitwinkelobjektive mit ihrer flächentreuen Abbildung ja das "Problem", dass die Personen nahe dem Bildrand recht stark in die Breite gezogen werden. Bei der Verwendung von Fisheyes hingegen ist die Abbildung winkeltreu und die Personen am Bildrand werden schmäler abgebildet als sie sind.
Da es keinen Mittelweg gibt, ohne in der EBV extrem herumzumachen, sollte man Personengruppen möglichst aus größerer Entfernung mit "Normalobjektiven" abbilden.
 
Wo setzt du es denn außerhalb der Architekturfotografie ein?
"Weite Natur" war schon mal ein Einsatz, aber ansonsten ... ich habe damit in 20 Jahren vielleicht zwei oder drei Bilder gemacht, wo es wirklich lohnte. Der Effekt passt einfach zu selten. Für Architektur mag ich gerade Linien und nutze mein 24 PC-E Tilt & Shift.

Nur selten extreme Brennweiten (11mm Laowa) und Fisheye nur für die oben genannten Ausnahmen: Zentralperspektive mit starker Symmetrie und ggf. Führungslinien ins Bildzentrum

Fisheye Nikkor 16/3.5 Ai


Aber letztlich hatte ich mich auch hier gegen das Fisheye entschieden und für unverzerrte Linien als Kontrast zu den real vorhandenen Bögen:

 
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quadratlatsche kommentierte
Interessanter Anwendungsfall - bin in zwei Wochen verabredet um in U-Bahnhöfen zu fotografieren. Vermutlich nehme ich mein Fisheye einmal mit und probiere etwas herum.
 
Dies Motiv schien mir wie geschaffen für mein Arsat 30mm Fisheye...



Scan vom Fuji Velvia 50 Dia: Horseshoe Bend, Colorado River, Colorado Plateau. Mamiya 645, Fisheye Arsat 3,5/30mm bei f/16, Bodenstativ. © Achim Kostrzewa, sicherheitshalber hatte meine liebe Frau auf meinen Beinen gesessen, damit ich nicht runterfalle. In den späten 1990er Jahren hab ich so einen Quatsch noch gemacht
Das originale Mamiya 24mm fisheye für die 645 kostet gebraucht in gutem Zustand immer noch ca. 2.000,-€, damals >3.000,- DM. Das war mir einfach zu teuer und das Arsat 30mm ist gar nicht schlecht...
 
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Wer sichnun mit dem Gedanken trägt, es auch einmal mit einem Fisheye zu versuchen: das Nikkor DX 10,5mm 2.8 gibt's gebraucht für vergleichweise wenig Geld. Bei Nutzung im Z-System muß man zwar manuell fokussieren, hat aber ansonsten den vollen Komfort eines Objektivs mit CPU. Und optisch ist es auch gut, deshalb Kauftipp.


Die Mutigen hatten es zu DSLR-Zeiten "skalpiert", also die fest verbaute Stummel-Geli abgesägt, um es an Vollformat mit rundem Bild zu nutzen. Das funktioniert bei Z aber nicht mehr, weil die CPU es als DX-Objektiv meldet und man das nicht manuell auf Vollformat übersteuern kann. Es bleibt also die bestimmungsgemäße Nutzung als DX-Objektiv, das kann es richtig gut.
 
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achim kostrzewa kommentierte
Das gibt es auch für FX als AF-D 2,8/16mm... ist ziemlich gut
In der Panoramalounge der Charcot... Das FF-Fisheye läßt den Raum deutlich größer erscheinen. Auf Reisen hat es einen festen Platz in meinem Rucksack.
 
volkerm kommentierte
Ja schon, aber eben auch deutlich teurer. Zum gelegentlichen Rumspielen genügt die DX-Version, die wird teilweise verschleudert für um die 100 €.

Rein von der optischen Leistung (unabhängig vom Bildformat) ist das DX-Fisheye besser als das ältere 16/2.8 AF-D.
 
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