Die Kleinstadt Minab knapp nördlich der Küste des Persischen Golfes war ein wesentliches Ziel unserer Reise. Genauer gesagt: der dortige "Panjshambe Bazar", der Donnerstagsbasar. Wöchentlich findet hier ein Markt statt, der heutzutage auch in Programme von Reiseveranstaltern Eingang gefunden hat. Attraktion dieses Marktes ist zum einen die bunte und vielfältige Bevölkerung der Stadt, insbesondere aber die Marktfrauen, die oft die nur in dieser Gegend üblichen "Borkeh-Masken" tragen. Die Masken kamen vor etwa 500 Jahren in Mode und gehen angeblich auf einen modischen Sonnenschutz zurück, den damals portugiesische Frauen trugen. Die Portugiesen beherrschten diese Region, die an einer wichtigen Handelsroute (Straße von Hormuz) lag, von 1507 bis zur Rückeroberung durch Schah Abbas im Jahr 1617. Ihm zu Ehren heißt die größte Stadt an der Straße von Hormuz seither Bandar Abbas, zu deutsch "Hafen des Abbas".
Meine Eltern haben intensive Erinnerungen an diesen Basar. Die Atmosphäre war (auch für uns) sehr exotisch, die Fotomotive exorbitant, die Stimmung jedoch den Fotografen gegenüber nicht sehr freundlich. Als Kind habe ich andere Erinnerungen, eigentlich weiß ich nur noch, dass ich sehr enttäuscht war, denn von einem schönen iranischen Basar, wie wir ihn aus Kashan, Isfahan, Shiraz, Yazd etc. kannten und sehr liebten, war das meilenweit entfernt.
Nur wenige Frauen waren bereit, sich fotografieren zu lassen. Die Masken, ursprünglich ein modisches Accessoire, wurden im Lauf der Jahrhunderte pseudoreligiös verbrämt wie man es auch mit dem Niqab, dem Tschador und der Burka machte (alles ursprünglich Kleidungsstücke zum Schutz gegen heiße Wüstenwinde, Sonne und Sand). Es heißt, diese Masken tragen die Frauen, wenn sie ohne männliche Begleitung das Haus verlassen. Angeblich haben auch die Farben eine Bedeutung und weisen auf die Konfession und den Familienstand hin.
Heutzutage allerdings hat man das touristische Potential erkannt. Nicht wenige Frauen lassen sich bereitwillig fotografieren und verkaufen Masken an die Touristen.
Die Größe der Ziegeln ist übrigens seit Jahrtausenden weltweit gleich.
Das hat was mit Handgriffigkeit und Seitenverhältnissen zu tun.
Was man in Bild #1 sieht, ist das sog. Handstreichverfahren …
Wird bis heute für spezielle Ziegel genutzt, ebenso wie alte Verfahren
zum Brennen wie Ringbrandöfen.
Bevor jetzt wer fragt: Der Jazzmaster ist auch ein Brickmaster …
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