Wüste, Sand und Wind - wie schütze ich meine Ausrüstung am Besten?

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MPG2012

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Hallo,

im September 2012 werden wir Namibia bereisen - natürlich auch das Sossusvlei mit seinen wahnsinnigen Dünen und Farben bei Sonnenauf- bzw. -untergang.
Jetzt meine Frage: Wie kann ich mein Equipment (Kamera, Objektive, etc.) ausreichend schützen um danach noch in die Etoscha zu fahren?
Wer hat Erfahrungen mit Wüste, Sand, Wind - also den tödlichsten Gegnern des Foto-Equipments?

Nur als Anmerkung...ich nehme meine Ausrüstung 100%ig mit - ich habe mir nicht eine teuere Kameraausrüstung zugelegt, um sie zu Hause zu lassen, wenn ich in in einer Umgebung wie dem Sossusvlei bzw. Namibia bin.


Vielen Dank im Voraus für Eure Unterstützung.
 
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Ich war schon ein paar Mal dort und habe keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen getroffen, mein Equipment hatte keinerlei Ausfälle.
Schlimmer als der Sand der Namibwüste ist allerdings der Staub auf den Schotterpisten, speziell im Etosha-NP. Der ist so fein, der kommt überall hin. Bei Nichtgebrauch der Ausrüstung diese am besten staubdicht verpacken, zumindest in die geschlossene Fototasche/Rucksack. Bei längeren Strecken ist ein Plastikmüllbeutel empfehlenswert. Praktisch sind auch zwei Kameras, das erspart einem häufige Objektivwechsel. Nur keine allzu übertrieben Angst, die (abgedichteten) Nikons können eine Menge ab. Ich schone meine Ausrüstung im Einsatz nicht, bisher haben sie alle überlebt.
Viel Spaß in Namibia und laß uns Bilder sehen wenndu wieder zurück bist!
 
Reaktionen: Kay
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Das Wichtigste bei Wind, Sand und Staub ist, das Objektiv möglichst selten zu wechseln. Sonst dauert es nicht lange, und der Staub ist in der Kamera. Deshalb ist ein (gutes) "Superzoom" i.a. zweckmäßiger als viele Einzelbrennweiten, den Unterschied sieht am Ende sowieso niemand. Genauso wichtig ist ein Schutzfilter. Den sollte man sich danach mal unter einem Mikroskop ansehen, sehr schöner Sandstrahleffekt. Der eine oder andere wechselt zwar lieber die Frontlinse, aber ein Schutzfilter dürfte insgesamt die ökonomischere Lösung sein. Ansonsten helfen dünne Plastiktüten aus dem Supermarkt als Schutz für die Kamera, auch wenn es mal regnen sollte (was aber in den Dünen wohl eher selten vorkommen dürfte).
Hängt natürlich sehr von den persönlichen Vorlieben und den Umständen vor Ort ab. Vielleicht ist es völlig windstill, dann sieht es viel besser aus.

Grüße
Christian
 
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im September 2012 werden wir Namibia bereisen - natürlich auch das Sossusvlei mit seinen wahnsinnigen Dünen und Farben bei Sonnenauf- bzw. -untergang.
Ich hoffe, Du übernachtest im Park,
sonst wird es schwierig mit dem Sonnenauf- bzw. Unterang.
Zwischen Gate und Vlei ist man so rund eine Stunde unterwegs.

Jetzt meine Frage: Wie kann ich mein Equipment (Kamera, Objektive, etc.) ausreichend schützen um danach noch in die Etoscha zu fahren?

Teure Kamera in einen hermetisch dichten Container packen und bloß nicht fotografieren.
Dafür mit der AW100 (wasserdicht, staubdicht, trittfest, unkaputtbar)
durch das Vlei ziehen.

Wer hat Erfahrungen mit Wüste, Sand, Wind - also den tödlichsten Gegnern des Foto-Equipments?

Ich war im Sandsturm im Deadvlei.
Die Kameras und Objektive können schon Einiges ab.
Trotzdem solle man beim Hantieren etwas vorsichtig sein.
Objektivwechsel sollte man vermeiden.
Besser ist es mit mehreren Kameras zu arbeiten.

Superzooms sind auch nicht unbedingt das Allheilmittel,
da durch die sich ändernde Baulänge Luft rein- und rausgepumpt wird.
Mit der Luft kommen auch feine Staubpartikel ins Objektiv.
Nach der Fotosession knirschte der Zoomring beim 16-85er etwas.
Das hat sich aber bald wieder gegeben.

Die teureren Objektive (z.B. die 2.8er Zooms) sind besser abgedichtet.
Das 70-200 hat das problemlos mitgemacht.
Aber auch diese Objektive sind nicht hermetisch dicht und
man sollte schon etwas sorgältig damit umgehen.

Wie Elmar schon geschrieben hat, ist die Staubbelastung
im Fahrzeug auf Rüttel-Schüttel-Pisten und auch im Etoscha viel größer.
Hier hilft es, wenn man währen der Fahrt die Kameras
etwas abedeckt (Handtuch, T-Shirt).
Das schützt auch vor Sonneneinstrahlung (Hitze), wenn die Kamera
unbeaubsichtigt auf dem Nachbarsitz in der Sonne brutzelt.
Wichtig ist es, dass man dann schnell wieder Zugriff darauf hat.
Manchmal muss es sehr schnell gehen, um ein Motiv noch zu erwischen.
Dann kann es zu lange dauern, bis man die Kamera
aus einen Pelicase, Fototasche, Müllbeutel gefischt hat.
Hier musst Du selber abwägen, ob Dir der Schutz des Fotogeraffels
oder das Motiv mehr Wert ist.

Auf jeden Fall sollte man unbenutztes Fotogeraffel in der Fototasche
lassen und diese geschlossen halten.
Der Staub dringt überall ins Fahrzeug ein.
Fotograf, Fototasche und Kameras bekommen dann einen netten rotbraunen Überzug.
Aber etwas äußerlicher Staub ist kein Problem.
Abends sollte man den Staub mit einem Tuch abwischen.

Auf allen Afrikareisen habe ich bisher nur ganz selten (2 mal?)
überhaupt einen Sensor gereinigt.
Das macht man am besten abends im Hotelzimmer.
Dabei sollte man sehr vorsichtig sein, da die Sandpartikel recht
hart sein können und zu Kratzern führen können.

Filter: Da geht die Meinung hier im Forum weit auseinander.
Für mich sind Filter auf den kleinen Objektiven ein Verschleissteil.
Sie bieten einen gewischen Schutz vor Flugsand, Vogelschnäbeln,
Salzwasserspritzern in Walvisbay und speckigen Himbafingern.

Für die großen Supertele-Objektive gibt es keine Schutzfilter.
Während der Fahrt stülpe ich da gerne eine Mütze drüber,
damit die Frontlinse nicht vollstaubt.

Laß Dich nicht verrückt machen.
Du bist nicht der erste mit einem Fotoapparat in Namibia.

Viel Spaß und gute Reise
 
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