Voigtländer Z Nokton 50mm f/1:1.0 asph. an Nikon ZF

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Bunter Zaun am Kindergarten



f/1.0, 1/4000s, ISO 100, JPG, Freihand
 
Gianni33 kommentierte

Ja, richtig scharf ist nur der vierte Buntstift von Rechts.
Was das etwas "swirlige" Bokeh anbetrifft, gibt es gewiss geteilte Meinungen. Mir gefällt es.
 
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C
Christian B. kommentierte
Ich wollte das Bokeh auch nicht kritisieren. Es ist nur sehr auffällig und offenbar ein Merkmal dieses Objektives, das man dann auch gezielt einsetzen kann. Ich hätte damit - ehrlich gesagt - nicht gerechnet. Daher: Sehr interessant, und vielen Dank für die Beispielsbilder.
 
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volkerm kommentierte
Diese Darstellung im Unschärfebereich ähnelt sehr dem Z 50/1.4.
 
C
Christian B. kommentierte
Interessant. Hast Du es?
 
volkerm kommentierte
Ja, und gerade den Unschärfebereich bei einem sehr ähnlichen Motiv verglichen. Also ich meine die Bokehdarstellung, die Art der Unschärfebereiche, nicht das Freistellungspotential.
 
Die sonstigen optischen Leistungen in allen Ehren, aber bei so einem Preis finde ich persönlich das Swirly-Bokeh unangebracht. Das ist leider ein Niveau der preiswerten Sechslinser aus den 1960-70-er.
Wo werden eigentlich diese neuen Voigtländer-Objektive entwickelt und gebaut?

Grüße - Bernhard
 
N
Nikorino kommentierte
@Totalreflexion bei dem Voigtländer APO skopar 90mm 2,8 gibt es auch Unterschiede zwischen Nikon F-mount und Leica.
 
Totalreflexion kommentierte
Interessant, wusste ich nicht - wobei es bei F-mount und Leica wegen des deutlich größeren Unterschiedes im Auflagemaß ggf. größere Zwänge gibt, das optische Layout anzupassen.
 
volkerm kommentierte
Hast du dafür eine Quelle?
Der optische Aufbau den Voigtländer auf der Webseite zeigt ist exakt identisch, nur die Fassung unterscheidet sich.
 
N
Nikorino kommentierte
@volkerm bei der Seite für das Leica wird hervorgehoben, dass Lichtquellen bei f/2, 8 f/4 sowie f/22 als kreisrunde Bokehbälle abgebildet werden. Diese sehr genaue Angabe fehlt bei der nikonversion.

Bei anderen seiten gibt es für das Leica wieder die selben Angaben.




Die Anzahl der blendenlamellen ist unterschiedlich.
 
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volkerm kommentierte
Ja ok, andere Anzahl der Blendenlamellen. Der Rest ist Marketinggeschwurbel abgestimmt auf die jeweilige Zielgruppe.
 
Ich verwende auch noch das Voigtländer APO-LANTHAR 50mm f/1:2 für Nikon Z, das hinsichtlich der Performance noch besser ist und von Cosina auch als ihr bestes 50er bezeichnet wird.

Das Nokton 50mm f/1:1 ist zwar nicht so perfekt, bietet jedoch mehr kreative Möglichkeiten.

Siehe dazu das Review von Gordon Laing (Cameralabs):

Aus dem Verdict: "The Voigtlander 50mm f1 Nokton proved to be one of the most satisfying and enjoyable lenses I’ve used in a long time. ..."
 
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Abgeblendet kann man mit dem Objektiv Bildergebnisse wie auch mit einem anderen 50er erzielen.
Hier z. B. liegt der Fokus auf meinem neuen Auto mit Allradantrieb vor dem Gamsjoch im Karwendel (2452m):



f/9.0, 1/250s, ISO 100
 
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Für F:1.0 als Anfangsblende ist der Preis OK, ein paar chinesische Objektive sind zwar auch hochlichtstark, aber offen und auch mittig nicht wirklich scharf.

Selbst habe ich das Voigtländer Nokton 58/1.4 (F-Mount - ja man braucht einen Adapter) und es überzeugt mich immer wieder, auch wenn ich andere Voigtländer-Objektive teste. Offen, mittig scharf, cremiges Bokeh und tollen Schärfeübergang. Verarbeitet, wie gute AiS Objektive, weicher, präziser Schneckengang und das ganze für rund 600€. Für mich das beste Voigtländer, von den vielen, die ich bisher probiert habe.
 
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Türgriff am Kirchenportal


f/1.0, 1/500s, ISO 100
 
4 Kommentare
F
Fotograf58 kommentierte
Entweder ist das Bild unscharf, oder die Forensoftware hat mal wieder ganze Arbeit geleistet.
 
Engagi kommentierte
Gianni33 kommentierte

Ich wollte nur das Auge des Fisches einigermaßen scharf haben.
Ansonsten ist der Unschärfeverlauf beabsichtigt.
 
C
Christian B. kommentierte
Bei mir ist es auch scharf.
 
Totalreflexion kommentierte
weiß nicht, bloß geraten... mir war Deine ironische Anmerkung aufgefallen und das fand ich sehr lustig... der fehlende Smiley hatte mich irritiert, da dachte ich, dann tu ich da mal einen Smiley dran...
 
Sans Ear kommentierte
Na ja, wenn man Ironie kennzeichnen muss, kann man's gleich lassen, oder? Und
, ich bin mir gerade nicht sicher, ob Du meine Ironie nicht verstehst oder ich Deine nicht. Bleib beim deutschen Begriff, darum ging es nicht, sondern um die "Freihand"-Kennzeichnung an einem Bild, das mit einer 1/8000 aufgenommen wurde. Ich meine, das ist eine Zeit, die halten auch Fotografen mit Schüttellähmung.
 
Gianni33 kommentierte

Du hast natürlich Recht - die Bemerkung Freihand oder handheld ist bei den meisten der gezeigten Fotos überflüssig. Es sei denn, ich fotografiere mal mit 1/8s oder noch länger aus der Hand...
 
Totalreflexion kommentierte
Nein, natürlich muss man Ironie nicht kennzeichnen (vor allem wenn man einordnen kann von wem es kommt), deshalb fand ich es ja auch doppelt lustig, aber noch lustiger ist, dass es in diesem Fall mehrere unterschiedliche Verständnis-Ebenen gibt, von denen @Gianni33 hier auch noch eine weitere knochentrocken feilbietet - die Kamera freihändig zu halten, ist definitiv große Kunst !
(Und ich bleibe dabei, dass es mich beeindruckt, im Nahbereich manuell fokussiert ohne Stativ eine dünne Schärfe-Ebene perfekt zu treffen!)
(Sorry wegen des ganzen OT.)
 
Gianni33 kommentierte

Ja, nach langjähriger Erfahrung mit hochlichtstarken manuellen Objektiven kann ich bestätigen, dass es gar nicht so einfach ist, bei Offenblende die sehr schmale Schärfeebene exakt zu treffen, wenn ich ohne Stativ fotografiere. Hier genügt schon ein leichtes Schwanken des Körpers oder der Druck auf den Auslöser, um die Schärfeebene zu verfehlen. Ich hatte diese besondere Herausforderung schon mit dem Voigtländer Nokton 40mm/1.2, und jetzt umso mehr mit dem Voigtländer Nokton 50mm/1.0 jeweils bei Offenblende. Aber mittlerweile bin ich darin recht gut geübt, so dass ich oftmals nur wenige Versuche brauche, um per Freihand bzw. handheld ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen. Manchmal gelingt mir das sogar auf Anhieb.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Besondere an diesem Objektiv ist die Frontlinse.
Das verwendete Sonderglas weist einen so hohen Schmelzpunkt auf, dass die Linse mit dem normalen Produktionsverfahren nicht hergestellt werden kann.
Die Linse muss daher handwerklich geschliffen und poliert werden.
 
3 Kommentare
Totalreflexion kommentierte
Hast Du zu dieser Linse und dem Herstellungsverfahren genauere Informationen, als aus der Voigtländer-website hervorgeht? Ich hatte mich nämlich auch schon gefragt, weshalb Voigtländer/Cosina es als besonders herausstellt, dass diese Asphäre geschliffen ist ("grinding aspherical lens"), offenbar im Unterschied z.B. zu der Hinterlinse. Ein hoher Schmelzpunkt des Glases würde das in der Tat erklären, d.h. das Glas wäre dann nicht für Blankpressen geeignet. Im Text auf der Voigtländer-Seite lese ich aber nur etwas von hohem Brechungsindex?
Die geschliffene Asphäre im Vorderglied ist ja übrigens auch die Besonderheit beim berühmten 58mm Noct-Nikkor von 1977 gewesen.
Man sollte vielleicht daher auch besonders achtsam mit der vorderen Linse umgehen. Ich werde wohl sicherheitshalber im Normalfall ein Schutzfilter vorschrauben...
 
G
Gianty kommentierte
Kommt drauf an, wie hoch der Schmelzpunkt liegt. Das Werkzeug / Werkzeugmaterial wird dann stark belastet.

Was ist unter " normalen Produktionsvetfahren" zu verstehen?

Wird durch das Blankpressen eine angenäherte Form erreicht, die noch nachgeschliffen und poliert werden muss? Das muss nicht handwerklich geschehen, da gibt es mittlerweile maschinelle Möglichkeiten.

Wäre auch an näheren Infos interessiert.

@Totalreflexion
Für Aussenlinsen werden robuste Gläser verwendet die in Verbindung mit den Vergütungen sehr abriebfest sind. Es gibt durchaus sehr weiche Glassorten, die jedoch in der Regel im Inneren verwendet oder durch ein bei der optischen Rechnung berücksichtigten Meniskusglas geschützt werden.

Einen Schutzfilter braucht es nur bei Sandsturm oder Salzwassernebel. Normale Reinigung stecken die locker weg.
 
Zuletzt bearbeitet:
volkerm kommentierte
@Gianni33 Woher kommt denn die Aussage "Die Linse muss daher handwerklich geschliffen und poliert werden."
Gibt's dazu eine Quelle oder ist das Legendenbildung?
 
Keine kunstvollen Bilder, nur um den Schärfe/Unschärfe-Verlauf und den Grad an Freistellung zu zeigen. Einmal mit offener Blende, einmal abgeblendet auf 1,8 (so dass man das Bild mit dem Nikkor Z 50/1,8 hätte machen können).

Blende 1:



Blende 1,8:

 
1 Kommentar
C
Christian B. kommentierte
Hier finde ich die abgeblendete Version besser, weil das Hauptmotiv klarer hervortritt.
 
Erwachendes Mädchen - Stadtpark Steglitz

Blende 1:



Blende 1,8:

 
3 Kommentare
C
Christian B. kommentierte
Hier scheint mir der Unterschied mimi al (?)
 
Totalreflexion kommentierte
Aber manchmal kann ein nur kleiner Unterschied eine Menge ausmachen.

Bei diesem Voigtländer Nokton ist eine der weniger guten Eigenschaften, dass die effektive Blendenöffnung bei Offenblende am äußersten Rand viel kleiner ist, als im Zentrum, d.h. die Vignettierung ist auch recht stark, und daher am Rand die Freistellung viel geringer ist als in der Bildmitte. Diesen Effekt zeigen natürlich alle Objektive bei Offenblende mehr oder weniger (das Plena dürfte eine Ausnahme sein), aber beim diesem 50er Nokton ist dieser Effekt eben besonders groß.
Die von mir gezeigten Bilder sind u.a. deshalb kein bischen beschnitten, um diesen Effekt zeigen zu können.

Hier ist ein Direkt-Vergleich der Bildmitte aus den beiden oben gezeigten Aufnahmen. Ich finde da ist der Unterschied zwischen Blende 1,8 und 1,0 schon sehr deutlich zu sehen, und macht für mich auch das entscheidende plus an Freistellung aus:

 
volkerm kommentierte
Ich finde den Unterschied schon recht deutlich. Insbesondere auch am Sockel, der sich bei f/1 sehr plastisch von der Umgebung abhebt.
 
Baumschwämme an Totholz


f/1.0, 1/500s, ISO 100
 
2 Kommentare
volkerm kommentierte
My 2 cents: Kann man machen, aber diese Art der Freistelleritis mit beliebigem Hintergrund ist mit dem 85/1.8 genau so gut möglich.

Für mich wäre das Argument für ein 50/1.0 ein Motiv, wo man eben auch den Bildwinkel eines 50ers benötigt, damit das Gesamtbild seine Wirkung entfaltet. Einfach nur den Hintergrund in Unschärfe zu versenken ist mir etwas wenig.
 
C
Christian B. kommentierte
Das unscharfe Blattwerk rechts unten finde ich gestalterisch auch nicht perfekt.
 
Nochmal das Erwachende Mädchen, ein etwas veränderter Standpunkt, diesmal komplett unbearbeitet:


(Blende 1,0)

Und ein Ausschnitt davon aus der Bildmitte, müsste ungefähr 100% Darstellung sein:

 
2 Kommentare
C
Christian B. kommentierte
Und hast Du das jetzt noch in 1.8?
 
Totalreflexion kommentierte
Nee, sorry. War zwar schönes Wetter, aber irgendwann hatte ich kalte Finger und keine Zeit mehr... Das Motiv wird eigentlich auch erst Frühling/Sommer so richtig interessant, wenn die Rosen in den Beeten drumherum blühen. Ich muss da zum passenden Zeitpunkt nochmal vorbeilaufen.
 
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