Verschlußzeiten beim Boxen

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Jürgen B.

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Hallo Leute,

ich bin heute Abend für eine Lokalzeitung zum ersten Mal bei einem Box-Event unterwegs. Pferdesport, Fußball, Volleyball, Handball und Tischtennis habe ich nun schon regelmäßig fotografiert, aber Boxen ist für mich ein "Böhmisches Dorf".

Deshalb meine Frage an die unter euch, die schon einmal auf dem Gebiet unterwegs waren.
Welche Verschlußzeiten werden angebracht sein, um brauchbare Ergebnisse zu erzielen. Es werden Kämpfer dabei sein, die sich unter den ersten zehn der Weltrangliste befinden, es wird um Europatitel gehen, so dass da durchaus mit ordentlich Geschwindigkeit in den Aktionen zu rechnen sein wird.

Ich frage deshalb, weil mir eine Kontrolle vor Ort per Kameramonitor zu unsicher ist. Ein Bild was dort scharf erscheint, zeigt am Computermonitor dann doch schnell einmal hier und da Unschärfen.

Und nein...ich habe kein Interesse an künstlerisch wertvollen "Wischeffekten"

Ich werde mit der D3 und 2.8er Zoomobjektiven fotografieren und möchte entweder im Manuellen Modus oder aber Zeitautomatik mit Iso-Automatik arbeiten.

Für Tipps wäre ich dankbar.

Gruß

Jürgen
 
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Hallo Jürgen,

also ich würde Dir den manuellen Modus empfehlen mit der ISO Automatik. Ich habe bis auf Volleyball auch schon in allen von Dir genannten Sportarten fotografiert und denke mir das Du sehr gut die Geschwindigkeit einschätzen kannst. Ich würde fest wenigstens eine 1/1000 wenn nicht so gar eine 1/2000 einstellen und den Rest der Kamera überlasen.

Viel Erfolg

Relevant
 
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Ich würde fest wenigstens eine 1/1000 wenn nicht so gar eine 1/2000 einstellen und den Rest der Kamera überlasen.


Ups....also damit hätte ich jetzt nicht gerechnet. Gut das man mal drüber spricht Ich wäre jetzt glatt davon ausgegangen, das vielleicht ne 1/500 noch ausreicht.

Gruß

Jürgen
 
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Ups....also damit hätte ich jetzt nicht gerechnet. Gut das man mal drüber spricht Ich wäre jetzt glatt davon ausgegangen, das vielleicht ne 1/500 noch ausreicht.

Nein, mit Sicherheit nicht. Gehe einfach davon aus, dass Du unter 1/800 nichts gerissen bekommst. In der Realität sieht es ja dann auch so aus, dass das Licht derart mies ist, dass Du froh sein kannst irgendwie auf 1/800 zu kommen.

Da heutige Kameras halbwegs gute Reserven besitzen, würde ich sehr genau auf eine korrekte Belichtung achten, gerade um "ausgefressene" Bereiche zu verhindern, die später in der Nachbearbeitung verloren sind.

Ich würde die D3 auf ISO3200 einstellen und dann bei Offenblende hoffen das es halbwegs mit der Belichtungszeit passt (wobei wir dann vermutlich bei Deinen 1/500 sein dürften).
 
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Nein, war nix

Die Stadthalle war eine absolute Grotte. Bei Iso 6400 und Blende 2.8 kam ich auf Zeiten von 1/125 bis max. 1/200. Das war definitiv nicht schnell genug fürs Boxen. Ich habe also auf ein paar langsame "Jabs" gewartet um den Bericht überhaupt bebildern zu können.

Action einfangen war bei den Zeiten definitiv nicht möglich.

Ein lichtstärkeres Objektiv hätte mich an diesem Abend wahrscheinlich weiter gebracht, aber ich frage mich, ob es Sinn macht, Boxen mit der Tiefenschärfe eines 1.4er Objektives zu fotografieren :gruebel:

Gruß

Jürgen
 
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Moin

Profis hätten einen Blitz genommen :up:

Hobbyisten kaufen sich 1.4er Scherben
Mfg gpo
 
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Ich erinnere mich an viele geblitzte Boxphotos, und Ja! viele Boxringe sind ungünstig ausgeleuchtet.

Meist hängen darüber einige Strahler, direkt nach unten gerichtet. Und meiist sind auch die Gesichter der Boxer verdeckt und/oder nach unten gerichtet. Wenn dann der Ringboden in einem dunklen Farbton bedruckt ist (grau, blau, grün), dann gibt es wenig Reflextion und man kämpft mit sehr harten Kontrasten (starkes Licht von oben, Finsternis von unten).
 
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Ich würde ja gerne mal ein Bild sehen, Jürgen!

Und frage mich, ob Du direkt am Ring fotografieren
durftest oder auf die hinteren Plätze verbannt warst?




Gerne.

Hier ein Bild das ich auch für die Berichterstattung eingereicht hatte. Deshalb ist auch etwas mehr auf dem Bild als es vielleicht für ein "reines" Sportfoto üblich ist. Bei Berichterstattungen im lokalen Bereuich kommt es oft ganz gut an, wenn sich der eine oder andere Besucher in der Zeitung wieder findet.

Zurück zum Thema. Man sieht doch recht deutlich das Rauschen der D3 bei Iso 6400. Auf diesem Foto erscheint die Halle sogar noch etwas besser beleuchtet als sie wirklich war. Und die 1/200 hat hier gerade noch so gereicht um die Bewegungen halbwegs einzufrieren.



Für das Papier, den Druck einer Tageszeitung reicht die Qualität allemal aus, für mehr wohl eher nicht.

Gruß

Jürgen

@ Sven: Ja, ich stand direkt am Ring, in der Nähe einer der Ecken. Vorsicht bei dem einen oder anderen Wasser bzw. Bluttropfen war geboten!
 
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Da gibt es doch nix zu meckern! :up:

Alle gucken richtig, und das Mädel mit dem Handy
macht die Chose, na ja, fast perfekt.

Allerdings muß ich gestehen, daß ich ziemlich sicher
der Versuchung erlegen wäre, mindestens einen der
Kämpfe von oben zu fotografieren.


Mein Hinweis fürs Low-light kommt zu spät, aber
da ich erst gestern im Dunkelblau wieder einen
flotten Drummer knipste, hatte ich vorher nicht
daran gedacht.

Also, auch die schnellste Bewegung hat einen sehr
kurzen Moment der Ruhe – den gilt es zu erwischen.
Und dabei ist eine hohe Bildfrequenz ein Segen, da
sie die Chance eines Treffers (sic!) drastisch steigert.
Das funktioniert auch mit längeren Zeiten, was Du
ja recht schön bewiesen hast.



 
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Dieses Bild soll einmal die Location und vor allem die Beleuchtung verdeutlichen:



Der größte Teil der Zuschauer saß auf der rechten Seite, ich hatte meinen Platz neben dem leeren Stuhl an der rechten Ringecke. Diese komischen Kronleuchter sorgten wirklich für ein, zumindest für Fotografen, Alptraumhaftes Licht.

Gruß

Jürgen
 
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