Träume in Blech

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AngelikaP

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Hallo zusammen,

zugegeben, der Titel ist geklaut, und zwar von dem schwedischen S/W-Bildband „Drömmar i Plåt“. Es geht um einen Autofriedhof in Schweden an der norwegischen Grenze ungefähr auf Höhe von Oslo.

Man biegt von einer Hauptstraße ab und folgt ca. 20 km einer Seitenstraße, die anfangs noch asphaltiert ist, aber bald in eine Schotterpiste übergeht. Man kommt noch durch ein Dorf, fährt an einem See entlang und dann sieht man schon im Gestrüpp bzw. Wald rechts und links der Straße einige Reste der automobilen Träume unserer Väter und/oder Großväter.




Das Gelände öffnet sich und vor sich sieht man eine hoch bewachsene Wiese übersäht mit Schrottautos und auch das Haus des Platz-Betreibers, der einen bereitwillig über sein Gelände stapfen lässt, wenn man erstmal ein paar Worte mit ihm gewechselt hat und von dem wir auch erfahren haben, dass der Platz in den 70er Jahren geschlossen wurde.




Die Anzahl der Wracks scheint schon gigantisch, soweit man sie auf dem mehr oder weniger offenen Gelände überblicken kann und wird beinahe unfassbar, wenn man sich die Mühe macht, den angrenzenden Wald auch noch zu erforschen. Bei unserem zweiten Besuch, der inzwischen auch schon fünf Jahre zurück liegt, waren wir nicht nur mit Kameras sondern auch mit Stift und Block ausgestattet und haben versucht zu zählen. Es sind auf jeden Fall mehr als eintausendzweihundert, wobei die Marken Ford, Opel, Volvo und VW mit jeweils ca. 200 Stück am häufigsten vertreten sind, und das meistvertretene Modell (ca. 130) ist der Buckelvolvo.






Die Idee, hier vielleicht noch das eine oder andere Ersatzteil für unsere Oldtimer zu finden, haben wir ganz schnell abgehakt, dies käme nämlich Leichenfledderei gleich. Die Atmosphäre, die diese sich in der Natur auflösenden Autoreste ausstrahlen, ist kaum mit Worten zu beschreiben, besonders im Wald, wo man ständig aufpassen muss, nicht über Hauben, Stoßstangen, Fahrwerksfedern, Radkappen u. ä. zu stolpern. An die Kontamination des Bodens, die hier aufgrund auslaufender Motor- und Getriebeöle, Kühlwasser usw. sicher stattgefunden hat, darf man allerdings besser nicht denken ...






Wo sind die Autos wohl überall rumgekommen und wer hat hinter ihren Lenkrädern gesessen?






Moos gegen Blech:




Ultimative Wegfahrsperren:






Vielleicht kann ja der eine oder die andere meine Begeisterung für diesen Ort nachvollziehen?

Gruß,
Angelika
 
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Traurig, aber eindrucksvoll dokumentiert, Angelika.
Da sind sehr schöne Bilder dabei, die die einstige Schönheit dieser Oldtimer erahnen lassen. Danke für´s Zeigen.
 
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...automobilen Träume unserer Väter und/oder Großväter....
Gruß,
Angelika

na na, so alt sind wir doch noch garnicht!

Absolut klasse! :up: Soll übrigens auch junge Ladys geben, die von sowas Träumen uns sich den Traum sogar erfüllen..!
 
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Tolle Serie, v.a. die beiden Aufnahmen der Lenkräder gefallen mir sehr gut!

Danke!
 
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Mein erster Gedanke war ja eben: Was für ne Sauerei die Karren einfach in die Landschaft zu stellen.
Auf den zweiten Blick allerdings ist es sehr beruhigend mit welcher Wahnsinnsgeschwindigkeit die Natur unseren Schrott zerlegt, unglaublich und faszinierend, sehr schön von dir gesehen.


Jürgen
 
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'n Abend,

will nicht überall den Danke-Knopf drücken, ich habe mich aber sehr über Euer Lob gefreut !

Gruß,
Angelika
 
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Frage mich bei den Bildern, warum in der EU jetzt die Hersteller die Fahrzeuge
zurück nehmen sollen, wenn sie ausgedient haben. Mit den Bildern ist doch
dokumentiert, das die normale Zersetzung die Materialien wieder ganz
normal der Natur zuführt...

Roland

Schöne Bilderserie!
 
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Gefällt mir wirklich sehr gut deine serie :up:

Besonders das Bild wo der Rückspiegel schon im Baumstamm verschwindet.
 
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Hallo Angelika,

eine schöne Dokumentation - faszinierend, wie sich die Natur ihr Land zurückerobert. Und ich denke, dass da auch für den Oldtimerfan einige Leckerbissen dabei wären.
Danke für's Zeigen!
 
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Hab mir gestern erst die Dokumentation "Zukunft ohne Menschen - Was kommt nach uns" angesehen, da wurde eindrucksvoll gezeigt wie sich die Natur innerhalb von 75-200 Jahren (je nach klimatischen Verhältnissen) sich alles wieder zurück nimmt und die Spuren der "Zivilisation" verwischt. Deine Bildserie dokumentiert dies sehr schön.

LG
I.Deniz
 
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Eine super Bildserie! Danke für's Zeigen :up:

Ich dachte auch erst: "Den schönen Wald so versauen!" und dann bemerkte ich, dass eine gewisse Schönheit dahintersteckt, wie die alten Autos mit dem Wald verwachsen und Mutter Natur sich wieder ihren Weg bahnt.

Grüße,
Chris.
 
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Tolle Serie..... toller Ort zum fotografieren.
Ganz besonders finde ich den eingewachsenen Zehennagel ähm.... Aussenspiegel.

Allerdings kommen mir die Bilder überschärft vor. Geht´s Euch genauso oder liegt es an meinem Monitor?
 
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Hallo zusammen,

vielen Dank für die weiteren netten Reaktionen, werde wohl heute Abend noch ein paar Bilder einstellen. Und ein Danke an Martin (F.) für den Link in die Schweiz.


Werner (dongil): Soll übrigens auch junge Ladys geben, die von sowas Träumen uns sich den Traum sogar erfüllen..!

Stimmt, ich kenne z. B. einen noch recht ansehnlichen Buckelvolvo, der seit 19 Jahren von einer „Lady“ gefahren wird und die damals (mit 29 Jahren) tatsächlich noch vergleichsweise jung war.


Chris (chrisw): Ich dachte auch erst: "Den schönen Wald so versauen!" und dann bemerkte ich, dass eine gewisse Schönheit dahintersteckt, wie die alten Autos mit dem Wald verwachsen und Mutter Natur sich wieder ihren Weg bahnt.

Ja, das ist genau der Widerspruch, in dem man sich die erste Zeit auf dem Platz bewegt, bis einen letztlich der Aspekt der Schönheit doch mehr in den Bann zieht.


Wolfgang (Wolfer): Traurig, ...

Auch das ist richtig, vor allem wenn man selbst täglich einen "Traum aus Blech" vor Augen hat, der die letzten Jahrzehnte wesentlich besser überstanden hat. Aber wenn meiner es mal „hinter sich“ hat, würde ich ihn lieber dort als gequadert sehen, obwohl: so’n Quader könnte man sich auch noch in den Garten stellen ...


Zu „ Bilder überschärft“: Ich finde den Anblick auf dem Bildschirm auch gewöhnungsbedürftig, da ich sie, bevor ich sie ins Forum eingestellt habe, nur als Prints (vom Negativ, und besonderer Hinweis für Werner: mit meiner F3 aufgenommen) gesehen habe. Die Scans wurden von farbglanz gemacht und bei der von mir georderten Variante angeblich nicht geschärft, sondern nur in Farbe und Dichte korrigiert. Kann das Überschärfen beim Umwandeln von tif in jpg passiert sein?


Gruß,
Angelika
 
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Klasse Serie. :up:
Aber schön zu sehen, wie die Natur letzten Endes doch gewinnt.
Vielleicht gibt´s in einiger Zeit so Motive auch mit alten Computern.
Wundern würds mich nicht. Bei uns im Nachbarort sammelt einer alte Pc´s - im Moment hat er so ca 250 !! Stück. :kopfkratz:
 
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Das erste Lenkradbild gefällt mir ziemlich gut, und das, wo der Baum um den Spiegel wächst. Ansonsten frag ich mich, ob man durch Spiel mit der Perspektive nicht hätte mehr rausholen können. Dennoch, schöne Serie.

Gruß Erik
 
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