Tiefenschärfe-Rechner

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jochenfranz

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Warum nicht: Ein Tiefenschärfe-Rechner auf dem Display der DSLR?

Hilfreich fände ich es, wenn Nikon bei den Einsteiger DSLR´s über das Hilfemenü solch ein Tool auf dem Kameradisplay anbieten würde. Der Begriff Tiefenschärfe ist für Einsteiger und Umsteiger (von einfachen Digitalkameras) oft nicht auf Anhieb zu verstehen, weil auch der Sucher (DX) die Abschätzung nicht zulässt und auf dem Objektiv (im Gegensatz zu früher) meist keinerlei Hinweise oder Hilfestellung geboten wird, dies ist meine Einschätzung. Solch ein Tool würde sicher ein wenig von dem verloren Gegangenem (Abblendtaste, Anzeige auf dem Objektiv etc.) zurückgeben.

So könnte die Abbildung auf dem Display beispielsweise aussehen:


Die anzuzeigenden Parameter sind kameraseitig bekannt. Auch bei der Verwendung von Konvertern oder Zwischenringen könnte das alles noch schlüssig sein, sofern kompatible Hardware eingesetzt wird. Wie oder wann das Display diese Inhalte anzeigen sollte überlasse ich gerne den Experten, auch soll man über weiterführende Informationen auf dem Display (hyperfokale Distanz, etc.) nachdenken!

Gruß Jochen

PS: Vielleicht gibt es das alles aber schon? Hab´s aber bisher nicht gefunden!
 
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Seht ihr liebe Kinder, hätte der hatschipu in der Schule besser aufgepaßt, dann hätte er Abitur machen können, hätte studieren können und könnte heute ein Zoomobjektiv benutzen. Deswegen: Immer schön das Tellerchen leeressen. Oder so.

Gruß
Dirk
 
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Aha, jetzt wird es interessant, gelten die Markierungen nur für FX oder auch für DX ?
Da die Frage auf mich zurückgeht, werfe ich den Ball noch mal ins Feld. Man möchte meinen, dass infolge des veränderten Abbildungsmaßstabs die Markierung bei DX nicht gilt. Andere wissen das gewiss besser als ich (habe immer was auf dem Teller gelassen).
 
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Haben die Worte Tiefenschärfe und Schärfentiefe wirklich die gleiche Bedeutung? Klarheit bringt Abstraktion. Ersetzen wir den Begriff Schärfe durch den Begriff Wusch, dann wird aus Schärfentiefe Wuschentiefe und aus Tiefenschärfe Tiefenwusch. Zwei Paar Schuh, ein und derselbe Wusch. Ist doch gar nicht so schwer:
 
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Haben eben die Einsteigerkameras nicht, leider.
BTW: meine EM hatte auch keine...
 
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Haben die Worte Tiefenschärfe und Schärfentiefe wirklich die gleiche Bedeutung?

Ja. Daran könnt ihr technisch rumdeuteln soviel ihr wollt, das ist nicht die Frage. Im photographischen Bereich sind das nun mal Synonyme, da triumphiert die Linguistik über die Physik:

wikipedia schrieb:
Der Ausdruck Tiefenschärfe bezeichnet die
...
Schärfentiefe in der Fotografie

wikipedia schrieb:
Umgangssprachlich werden die Begriffe Schärfentiefe und Tiefenschärfe synonym verwendet.

duden schrieb:
Tie|fen|schär|fe, die (Fot.): Schärfentiefe

brockhaus schrieb:
Tiefenschärfe: Fotografie, Optik: ungenaue [Anm.: ] Bezeichnung für die → Schärfentiefe.

Es ist einfach so, ob es euch gefällt oder nicht. Und wenn es euch nicht gefällt, dann fragt demnächst auch nicht mehr nach einem Zollstock, sondern bitte nach einem Gliedermaßstab. Oder ist der Zollstock bei euch wirklich ein Ast mit Kerben im Abstand von 2,54 cm?

Gruß
Dirk
 
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Haben eben die Einsteigerkameras nicht, leider.
BTW: meine EM hatte auch keine...
Zu EM-Zeiten habe ich, wenn ich denn die Schärfentiefe/Tiefenschärfe* prüfen wollte, das Objektiv im Bajonett gelockert, so dass die Blende zufiel. Mit einem Supertele wäre das vielleicht etwas unhandlich geworden, aber bei einem Serie E-50er ging das ganz prima...

CB


*: Nach Geschmack Zutreffendes bitte ankreuzen, anstreichen oder anklicken
 
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Btw. Tatsächlich ist Hans-Peters Vermutung, dass die Bedeutung von Komposita in deren Linearität abhängt ein empirisch oftmals antreffbares Phänomen. Allgemein wird daher rückgeschlossen, dass hier ein durch die Sprecher kultiviertes Kompositionsprinzip (der Bedeutung) begründet ist. Mit Recht wies Hans-Peter auf die Tatsache hin, dass Hundekuchen eben als Hundekuchen und nicht umgekehrt lexikalisiert ist. Nur: Sprache ist kein Naturereignis, das regelhaft eintritt. Ein solches regelhaftes Eintreten ist zwar aus Gründen der Kommunikationsökonomie wünschenswert, das muss aber noch lange nicht heißen, dass etwa die Zusammensetzung von Komposita immer ein und derselben Regel erfolgt. Hauptsache ist allein, dass das kultivierte Kompositum konventional ist. Im Fall von Schärfentiefe und Tiefenschärfe ist dies der Fall. Jeder, der einen der Begriffe hört/ liest, wird auf ein und dasselbe semantische Konzept schließen (Dirk wies schon darauf hin, dass beide Begriffe synonym verwendet werden). Schlechterdings wäre eine Kommunikation über dieses Thema nicht möglich.
 
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Hallo Dirk,

Dein Posting würde auf mich einen enorm viel nachhaltigeren Eindruck machen, wenn Du ein allgemein anerkanntes Beispiel für ein zusammengesetztes Wort bringen würdest, bei dem (nach jahrzehntelanger Entwicklung) sich der Schwerpunkt der Bedeutung - nicht - vom zweiten Wortteil ableidet. Ich meine, dass das nämlich immer der Fall ist und der erste Teil nur ein Attribut des zweiten Teils ist - siehe Hundekuchen/Kuchenhund (lasse mich aber auch gerne vom Gegenteil überzeugen). Schärfentiefe/Tiefenschärfe kennen eh´ nur Fotografen und die sind in mancherlei Hinsicht etwas beliebig .
Wenn Du meinen Beitrag noch mal genau betrachtest, dann müsst Du auch zugeben, dass ich nicht beschrieben habe, was richtig und was falsch ist, sondern "nur" wie ich die beiden Worte verwende. Wenn Du sie eher beliebig verwendest, dann verstehe ich das aber auch .

Ciao
HaPe
 
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Google:
Zollstock: Ungefähr 270.000 Ergebnisse
Gliedermaßstab: Ungefähr 20.200 Ergebnisse

wikipedia schrieb:
Unter einem Schraubendreher, meist Schraubenzieher genannt....
Google:
Schraubenzieher: Ungefähr 326.000 Ergebnisse
Schraubendreher: Ungefähr 1.820.000 Ergebnisse


Dann schauen wir nochmal bei der Schärfentiefe:
Schärfentiefe: Ungefähr 102.000 Ergebnisse
Tiefenschärfe: Ungefähr 131.000 Ergebnisse

hm, nicht so eindeutig, wie die obigen Beispiele. Also wenn der xy-Rechner eingebaut wird, dann bitte unter anderem Namen. Wobei laut Google Wuschschärfe und Schärfenwusch noch frei sind.
 
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...sich der Schwerpunkt der Bedeutung - nicht - vom zweiten Wortteil ableidet.

Genau das ist der Denkfehler, der in diesen Diskussionen Schärfentiefe vs. Tiefenschärfe regelmäßig gemacht wird! Es wird immer versucht, diese Wörter in ihre Bestandteile zu zerlegen und dann wird eine Bedeutung in die Reihenfolge der Zusammensetzung hineininterpretiert. Und das ist eben der komplett falsche Ansatz. Für Sprache gilt einfach: 'Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.' Und wenn sich der synonyme Gebrauch von Tiefenschärfe und Schärfentiefe über Jahrzehnte eingebürgert hat, dann ist das eben so. Ich kann es doch auch nicht ändern, unabhängig davon ob das nun Sinn macht oder nicht.

Gruß
Dirk

PS: Tim, das mit dem Popcorn war ein guter Plan!
 
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ups ... 41 Beiträge?!

Nun ja, so einiges würde ich mit dem Wissen des bisher Gelesenen jetzt sicher besser oder auch anders formulieren. Hab mich vor allem gut unterhalten gefühlt beim Lesen, danke für die Beiträge!

Gruß Jochen
 
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