Tiefenschärfe-Rechner

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

jochenfranz

Aktives und bekanntes NF Mitglied
Registriert
Warum nicht: Ein Tiefenschärfe-Rechner auf dem Display der DSLR?

Hilfreich fände ich es, wenn Nikon bei den Einsteiger DSLR´s über das Hilfemenü solch ein Tool auf dem Kameradisplay anbieten würde. Der Begriff Tiefenschärfe ist für Einsteiger und Umsteiger (von einfachen Digitalkameras) oft nicht auf Anhieb zu verstehen, weil auch der Sucher (DX) die Abschätzung nicht zulässt und auf dem Objektiv (im Gegensatz zu früher) meist keinerlei Hinweise oder Hilfestellung geboten wird, dies ist meine Einschätzung. Solch ein Tool würde sicher ein wenig von dem verloren Gegangenem (Abblendtaste, Anzeige auf dem Objektiv etc.) zurückgeben.

So könnte die Abbildung auf dem Display beispielsweise aussehen:


Die anzuzeigenden Parameter sind kameraseitig bekannt. Auch bei der Verwendung von Konvertern oder Zwischenringen könnte das alles noch schlüssig sein, sofern kompatible Hardware eingesetzt wird. Wie oder wann das Display diese Inhalte anzeigen sollte überlasse ich gerne den Experten, auch soll man über weiterführende Informationen auf dem Display (hyperfokale Distanz, etc.) nachdenken!

Gruß Jochen

PS: Vielleicht gibt es das alles aber schon? Hab´s aber bisher nicht gefunden!
 
Anzeigen
Trotzdem kämen sie auch ohne hin, oder hat es zu Filmzeiten oder vor Einführung der Automatik keine tollen Sportfotos gegeben?

Schau dir mal alte Sportphotos - um bei denen zu bleiben, für einige andere Bereich gilt das auch - an. Wenn jemand mit denen heute zu einer Agentur ginge, die würden eine Woche schließen. Weil so lange alle vor Lachen unter dem Tisch liegen.
Außerdem hat sich nicht nur die Photographie geändert, auch der Sport hat sich geändert, und zwar gewaltig. Viele Sportarten sind im Laufe der letzten 10, 20, 30 Jahre deutlich schneller, rasanter, dynamischer geworden. Oder finden an Orten und unter Bedingungen statt, die früher undenkbar gewesen wären. Deswegen ist das 'Aber vom Wunder von Bern gibt es doch auch Bilder'-Argument ganz in Wirklichkeit keines. Weil es auf Rahmenbedingungen fußt, die es so heute nicht mehr gibt.
'Tempora mutantur, nos et mutamur in illis' sachte schon der olle Ovid. Die erste Erkenntnis dieses Satzes ist für viele Leute schon schwer verdaulich, mit der zweiten sind viele dann endgültig überfordert!

Gruß
Dirk
 
Kommentar
Ich könnte mir vorstellen, dass eine vorhandene Schärfentiefeautomatik die Schärfentiefe, die bei der Bildgestaltung quasi die dritte Dimension darstellt, gerade für auch für Neueinsteiger in die Fotografie mehr in den Mittelpunkt rückt.

Ich habe den Eindruck (den ich jetzt nicht exakt mit Referenzen belegen will) dass in vielen Beschreibungen zu den Grundlagen der Fotografie, und auch in vielen Diskussionen, mehr die Blende als Mittel zum Zweck die Belichtungszeit entsprechend zu beeinflussen gesehen wird. Deshalb redet man dann häufig auch von "schnellen" Objektiven, wenn man Objektive meint die eine geringe Schärfentiefe ermöglichen. Die geringe Schärfentiefe wird dann häufig auch als Nachteil dargestellt.

Tatsächlich sollte die Blende nur Mittel zum Zweck sein eine gewünschte Schärfentiefe zu erzielen.

Für mich die Fotografie letztlich auf der Festlegung der folgenden wesentlichen Kriterien:
- Bildausschnitt
- Schärfentiefe
- Belichtungszeit
- Helligkeit/Kontrast/Dynamik
- Farbe

Die Blende ist nicht darunter, sondern sie ist nur ein Mittel zum Zweck die gewünschte Schärfentiefe zu erzielen, d.h. dem Bild zum zweidimensionalen Bildausschnitt eine 3. Dimension zu geben. Alle obige Kriterien kann man heute bei einer Kamera direkt ohne Umwege bestimmen, nur die Schärfentiefe nicht.

Im Prinzip ist die Blende ähnlich wie die Einstellung des ISO ein reines Hilfsmittel. ISO ist ein Hilfsmittel um die Belichtungszeit die man sich vorstellt zu gewährleisten. Die Blende ein Hilfsmittel um die gewünschte Schärfentiefe einzustellen. Und wenn wenn man bei der Schärfentiefe noch Reserven hat kann man auch noch die Belichtungszeit im Rahmen der Grenzen beeinflussen, um das ISO, und damit das Rauschen möglichst niedrig zu halten.

AutoISO ist so beliebt weil man einen Faktor weniger hat auf den man sich insbesondere bei sich ständig wechselnden Lichtverhältnissen konzentrieren muss. Und weil man manuell nichts verstellen muss, um die die gewünschte Belichtungszeit zu erhalten.

Genauso könnte es bei einer Schärfentiefenautomatik für die passende Blende sein. Im Prinzip ist es dann eine aufgebohrte Blendenautomatik, die aber noch eine Schärfentiefenvorgabe mit berücksichtigt.

Ich weiß nicht ob so was jemals in der kommen wird, wie ich es oben beschrieben habe. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass nicht nur ich diese Funktionalität einsetzen würde.
 
Kommentar
Die Blende ist das Werkzeug um die Lichtmenge und die Schärfentiefe zu regulieren. Was spricht denn dagegen die Beherrschung dieses Werkzeuges zu erlernen? Ich weiß ja nicht wo ihr alle fotografiert, aber da muss sich ständig alles ändern ( Licht, Entfernung etc.pp. ).

Ich denke es ist eine Folge der Automatisierung dass jeder Einsteiger erst einmal erschlagen ist von der Komplexität. Dabei müsste er sich nur etwas mit Blende, Belichtung, Brennweite, ASA und deren Einfluss auf das fertige Bild auseinandersetzen. Der Zauber der Fotografie liegt doch nicht in den Möglichkeiten heutiger Datenverarbeitung .

PS.: Ovid war ein alter Schwätzer, was im letztendlich die Verbannung einbrachte, leider nur im echten Leben und nicht aus den Schulbüchern
 
Kommentar
Kommentar
Wie wäre es denn mit einer 'zeitlich gesteuerten Freischaltautomatik nach Kauf' in den Knipsen:
Monate 1-6: Nachführmessung, ISO-Einstellung und Einzelbild freigeschaltet, alle weiteren Punkte im Menü blockiert.
Monate 7-12: Zeit- und Blendenautomatik, Continous low und die Bildoptimierungen werden freigeschaltet.
Monate 13-18: Programmautomatik, Continous high und ISO-Automatik bekommen die Freigabe.
Monate 19-24: LiveView wird zugeschaltet.
Ab Monat 25: Theoretisch alles freigegeben. Da nach 2 Jahren eine neue Kamera fällig ist, geht das Spiel aber von vorne los...



PS.: Ovid war ein alter Schwätzer...

Sympathischer Zeitgenosse!

Gruß
Dirk
 
Kommentar
Der Zauber der Fotografie liegt doch nicht in den Möglichkeiten heutiger Datenverarbeitung
Sicher nicht. Aber man muss wohl zur Kenntnis nehmen, das es viele Zugänge zur Fotografie, und damit meine ich explizit auch die zugehörigen Gerätschaften, gibt. Ich finde, es gibt neben dem Zauber der Fotografie durchaus auch einen Zauber der Technik.
 
Kommentar
Jetzt hab ich endlich DIE Rechtfertigung, warum ich trotz ewig hoher Gebrauchtpreise eben gebraucht (nicht jünger als 2 Jahre) kaufe.
Wolfgang
 
Kommentar
Ich wäre der Letzte der das bestreiten würde.
(Wobei meine Präferenz eindeutig auf Mechanik und nicht auf Software liegt)

Den mechanischen Schärfetiefenrechner gibt es ja schon, zumindest auf alten Objektiven.

Wenn dieser nicht aus vielerlei Gründen von den Objektiven verschwunden wäre dann gäbe es wohl auch nicht gar so viele Wünsche sowas als Software in die Kamera einzubauen.
 
Kommentar
Dass das aber zwei Paar Schuhe sind, ist hoffentlich jedem klar, oder?

Nein! Das eine ist meiner Meinung nach ohne das andere nicht denkbar.

Es ist sogar oft so dass diejenigen die in die Fotografie verliebt sind, gleichzeitig auch eine perfekte Technik schätzen, und auch bereit sind sehr viel Geld dafür auszugeben.
 
Kommentar
Jetzt hab ich endlich DIE Rechtfertigung, warum ich trotz ewig hoher Gebrauchtpreise eben gebraucht (nicht jünger als 2 Jahre) kaufe.

Die Kamera verfügt natürlich über einen im Okular eingebauten Netzhautscanner. Der registriert den Besitzerwechsel, meldet ihn an die CPU und der 2-Jahres-Zyklus beginnt wieder von vorne. Allerdings werden für diesen plumpen Betrugsversuch 6 Strafmonate vorgeschaltet, in denen nur das Motivprogramm 'Babynachtportrait bei Sonneuntergang am Meer mit Katze' benutzt werden darf. Sind doch nicht doof, unsere Japaner! :winkgrin:

Gruß
Dirk
 
Kommentar
@Dornbusch&egnegn:

Naja, ich bezog mich explizit auf den unterschiedlichen Zugang zum Thema. Jeder gewichtet anders. Betrachte ich Bilder, denke ich nicht an Technik: Sie stehen für sich. Und wenn es "gute" Bilder sind -was immer das auch ist-, dann können sie mich in Ihren Bann ziehen - nichts ist dann ferner als Technik.

Wenn ich aber eine D3 in die Hand nehme, dann denke ich an Technik. Und auch die kann mich in ihren Bann ziehen, ebenso wie auch ein betagtes F3-Gehäuse, welches vielleicht eine lange Geschichte zu erzählen hat, aber mit dem Ohr am Gehäuse immer noch das satte, technisch so wohltönende "Dänng" bei einer 4000stel Sekunde hören lässt.

Ich finde zwar nicht, dass das eine das andere bedingt. Aber beides fasziniert.



Meinerseits jetzt aber genug OT.
 
Kommentar
Auf einem gerade erhaltenen Prospekt (TV) wirbt der Anbieter mit "... gestochen scharfen Bildern, ungeahnter Tiefenschärfe ..." . Nur mal so zum Verständnis: Die nachträgliche Veränderung der Schärfentiefe geht doch erst mit CNX 3.0? Oder?
Gruß Jochen
 
Kommentar
Kommentar
Ahja. Die Aussage ist also "alle Sportaufnahmen vor Einführung der ISO-Automatik sind allenfalls B-Klasse und die vor dem AF sind was für Ablage P". Habe ich das so richtig verstanden?

'Tempora mutantur, nos et mutamur in illis' sachte schon der olle Ovid. Die erste Erkenntnis dieses Satzes ist für viele Leute schon schwer verdaulich, mit der zweiten sind viele dann endgültig überfordert!
Manche sind allerdings auch mit der simplen Erkenntnis überfordert, dass nicht allein die neueste High Tech-Ausstattung faszinierende Aufnahmen ermöglicht. Oder, anders gesagt: viel von den Bildern aus dem Sport, die heute in Zeitungen abgedruckt werden, ist an Austauschbarkeit und Beliebigkeit kaum zu überbieten - eben 08/15-Massenware zum Einmalgebrauch, ISO-Automatik und AF hin oder her.

Wenn Deine Logik stimmen würde, hätte spätestens seit Einführung des AF kein Leica-Sportfotograf mehr ein Bein auf den Boden bekommen. Viele sieht man zwar nicht, aber diese Spezies mit den langen Telyten existiert durchaus noch, leicht am dicken roten Punkt zu erkennen...

CB
 
Kommentar
Nein! Das eine ist meiner Meinung nach ohne das andere nicht denkbar.
Natürlich ist das völlig unabhängig voneinander denkbar. So mancher Fotograf mit beeindruckenden Bildergebnissen hat sogar eher wenig Ahnung von der Technik. Was an seinem Werkzeug für ihn wichtig ist beherrscht er, alles andere ist ihm egal. Diese Spezies ist meiner Erfahrung nach in der Gruppe der Frauen höher repräsentiert als unter Männern - alle Klischees bestätigend.

Es ist sogar oft so dass diejenigen die in die Fotografie verliebt sind, gleichzeitig auch eine perfekte Technik schätzen, und auch bereit sind sehr viel Geld dafür auszugeben.
Klar gibt es die, aber das sind eben zwei Paar Schuhe, die nicht zwingend gemeinsam unterwegs sein müssen.

CB
 
Kommentar
Ich kenne viele Fotografen, die Fotografie nicht nur lieben, sondern regelrecht von der Fotografie bessesen sind - ganz ohne perfekte Technik, mit rudimentärer Technik und damit äusserst attraktive Fotos machen.

Quick & dirty herausgesucht:

http://www.lomography.com/

http://www.pinhole.cz/en/pinholecameras/whatis.html
 
Kommentar
Wobe das nur das andere Ende der gleichen Fahnenstange ist. Die absoluten Verweigerer sind in ihrer Art genauso fertig wie die spinnerten High Tech Freaks.

É
 
Kommentar
Wobe das nur das andere Ende der gleichen Fahnenstange ist. Die absoluten Verweigerer sind in ihrer Art genauso fertig wie die spinnerten High Tech Freaks.

É
Fertig hin, fertig her, es bleiben Fotografen, die auf "Technik" bewusst verzichten und das Beispiel zeigt, dass Technikbegeisterung und Fotobegeisterung zwei völlig verschiedene Dinge sind, was nach zweimal nachdenken wohl niemand ernsthaft bestreitet.

 
Kommentar
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
-Anzeige-