Heute waren es Farben. Gestern habe ich allen Bildern einen schwarzen Rahmen gegeben. Ich hadere oft mit der Welt, weil sie mir zu unverständlich wird.
Fotografie neutralisiert, löst zwar mein Unverständnis nicht, aber tröstet, beruhigt, lässt mich wieder zu mir selbst zurück kehren ...
Es mögen grelle Farben sein heute. Etwas mit Tönen und Kontrasten gespielt. Ich brauche das.
Ich geniesse meine Freiheit, ich kann tun und lassen fast wie ich will. Ich kann mit den Hunden gehen, ich kann die Kamera in die Hand nehmen, niemand verbietet mir das. Was dabei heraus kommt, ist im besten Falle Geschmacksache ...
Wir sind eine tolle Gemeinschaft geworden hier, liebes NF. Auch wenn neues ansteht, wenn wir wieder Fliegen lernen müssen, dann sollten wir das in grosser Dankbarkeit sehen.
Es passier nichts, ausser dass wir uns mit neuer Oberfläche wieder sehen. Meine Bilder kann ich nicht ins Grabe nehmen. Sie werden mit grosser Wahrscheinlichkeit nach meinem Ableben verrotten. Es war noch schön mit Sam, mag man eine Weile sagen, aber das vergeht, so wie die Sonne halt nachts nicht scheint ...
Ich bin betroffen und auch - im Grunde genommen - tief traurig, dass wir es nicht schaffen, das zu schätzen was wir haben.
Man mag meine Begeisterung für die Bergfinken als Wahn bezeichnen, aber es war heute Abend wieder ein grosser, grosser Moment, als ich zig kleinen Schwärmen zuschauen durfte, wie sie irgendwo hinflogen um zu schlafen.
Vielleicht ist es das Kleine, welches ich in den letzten Jahre so schätzen gelernt habe. Aber vielleicht ist es das, wo die wahren Schätze verborgen sind ...
Haut mich nicht in die Pfanne wegen meinem letzten Bild mit den "lebenden Sensorflecken"... Wer das schon gesehen und erlebt hat, der weiss wovon ich spreche.
In diesem Sinne wünsche ich allen einen tollen Abend ...
Fotografie ist das hineingehen in einen anderen "Raum", in eine andere Zeit. Die laufende Zeit ist vergessen. Das hilft einem eben, der heutigen, harten, und zum Teil gefährlichen Welt zu entfliehen.