Stadtbummel in Casablanca

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Kiboko

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Marokko - Vorwort​


Im November 2018 hat Kiboko die Gelegenheit an einer Eisenbahnfotoreise durch Mauretanien teilzunehmen.
Es gibt keine direkten Flüge nach Mauretanien.
Mauritania Airlines erfüllt nicht die Sicherheitsanforderungen der Europäischen Union.
Mauritania Airlines fliegt nur bis Casablanca in Marokko.
Die Umsteigezeiten aus Europa sind knapp bemessen.
Durchgehende Flugtickets sind nicht erhältlich.
Daher plant Kiboko eine Übernachtung in Casablanca.
Der Tag in Casablanca wird für einen Stadtbummel genutzt.


Stadtbummel​


Kiboko dreht zwei Runden durch Casablanca.
Am Ankunftstag geht Kiboko durch die Neustadt entlang der Straßenbahngleise zur Moschee.
Am zweiten Tag bummelt Kiboko mit der Reisegruppe durch die Altstadt.


Am zweiten Abend fliegt Kiboko weiter nach Nouadhibou in Mauretanien.
Die Fotoreise in Mauretanien besteht aus zwei Teilen.
Der erste Teil ist eine touristische Runde mit viel Kultur, Natur und etwas Eisenbahn.
Der zweite Teil führt entlang der Eisenbahnlinie nach Zouerate.


Abflug​


Der Flug nach Casablanca gestaltet sich ebenfalls als schwierig.
Die günstigste Alternative ist der Frühflug mit KLM nach Amsterdam.
Am Schalter kann die KLM keinen Sitzplatz für den Weiterflug von Kiboko reservieren.
Der Flieger geht um kurz nach sechs.
Um diese Zeit ist der Sicherheitscheck sehr entspannt.
Der Flug durch die Dunkelheit nach Amsterdam ist nicht weiter erwähnenswert.
In Shiphool wird es langsam hell.


Flug nach Casablanca​


In Amsterdam wartet der Anschlussflug mit Transavia.
Das ist ein Billigflieger mit Null Service.
Hier ist alles sehr spartanisch.
Kiboko bekommt einen Mittelplatz.
Billiger geht es nur noch, wenn die Beförderungsfälle ihren eigenen Campingstuhl mitbringen.
Speisen und Getränke gibt es nicht.
Nach ein paar Stunden ist das Märthyrium vorbei.
Die Alukiste schlägt in Casablanca auf.


Bild 1: Der Flieger wird betankt​



Die Uhren gehen anders​


In Casablanca gehen die Uhren anders.
Kiboko wundert sich.
Die angezeigte Zeit passt nich mit der Realität zusammen.
Hier ist etwas oberfaul.


In der Nacht endete die Sommerzeit.
Nur nicht in Marokko.
Zwei Tage vorher hat der König beschlossen, die Sommerzeit beizubehalten.
Die Vorlaufzeit ist zu kurz, um die Einstellungen zu ändern.
Die Uhren im Flughafen und bei der Bahn wurden automatisch auf Winterzeit umgestellt.
Die Zeiger routieren jetzt der Realität hinterher, ohne sie einzuholen.


Der Abhohlservice lässt sich nicht blicken.
Kiboko klappert das ganze Terminal ab.
Es gibt niemanden mit einen Schildchen für Kiboko und dem Reiseveranstalter.
Kiboko schaut jetzt in die Röhre und auf Mosaiken mit orientalischen Mustern.


Bild 2: Wandmosaik im Flughafenbahnhof​



Mit der Bahn in die Stadt​


Kiboko sucht sich einen eigenen Weg zum Hotel.
Es gibt eine Bahnverbindung vom Flughafen in die Stadt.
Der Zug fährt stündlich.
Kiboko braucht noch eine Fahrkarte.
Als Kiboko eine Fahrkarte ergattert hat, ist der Zug gerade abgefahren.
Kiboko muss warten.
Der Flughafenbahnhof ist unterirdisch.
Er ist nagelneu und schon total heruntergekommen.
Hier gibt es vier Gleise.
Nur ein Gleis wird genutzt.


Kiboko fotografiert den einfahrenden Zug der Baureihe ZM.
Die Frontlampen blitzen auf.
Der Lokführer gestikuliert wie wild.
Sicherheitspersonal kommt angeflitzt.
Eisenbahnfotografen sind in Marokko nicht erwünscht.


Bild 3: Der Zug kommt​



Kiboko verkrümelt sich in den Zug.
Kiboko hat freie Auswahl und wählt einen Platz in Fahrtrichtung links.
Das ist ein Fehler, da später alle interessanten Bahnanlagen auf der rechten Seite liegen.
Bis zur Abfahrt hat sich der Zug gefüllt.
Ein Sitzplatzwechsel ist während der Fahrt nicht mehr möglich.
Dafür kann Kiboko Schafe in den Vororten durch die versüffte Scheibe fotografieren.

Bild 4: Vororte von Casablanca​



Gare de Casa Port​


Kiboko fährt im Zug bis zum Endbahnhof am Hafen.
Der Rucksack wird auf den Rücken getragen.
Der Fotorucksack wird über dem Bauch getragen.
Die Bewegungsfreiheit ist stark eingeschränkt.
Kiboko hat jetzt wenig Lust hier am Bahnhof Züge zu fotografieren.
Ein Schnappschuss quer über den Bahnsteig muss reichen.
Da steht ein 2ZM und wartet auf die Abfahrt.


Bild 5: Ankunft im Hafenbahnhof​



Vollgepackt wankt Kiboko zum Hotel.
Das liegt direkt am Rand der Altstadt.
Der Weg vom Hafenbahnhof ist nicht weit.
Mit den beiden Rucksäcken ist Kiboko unschwer als Tourist zu erkennen.
Ständig wird Kiboko von Händlern und selbsternannten Fremdenführern angesprochen.
Kiboko versucht sich den Kletten zu entziehen.


Vorsicht Falle​


Die Gehwege sind von hochstehenden Gehwegplatten und Löchern übersät.
Durch den Fotorucksack vor dem Bauch kann Kiboko die Füße nicht sehen.
An einer Straßenkreuzung passiert es dann.
Kiboko tritt in ein Loch auf dem Gehweg.
Der Fuß knickt um.
Kiboko verliert den Halt.
Kiboko geht mit beiden Rucksäcken zu Boden und fällt vornüber auf die Straße.
Bremsen quitschen.
Ein Taxi kommt kurz vor Kiboko zum Stehen.
Eine Traube hilfsbereiter Menschen ist sofort um Kiboko.
Krampfhaft hällt Kiboko seine Rucksäcke fest und versucht sich wieder aufzurichten.
Die Brille ist verbogen.
Der umgeknickt Fuß schmerzt höllisch.
Die Rücksäcke werden wieder geschultert.
Dann humpelt Kiboko zum Hotel.


Casablanca​


Vom Hotelzimmer verschafft sich Kiboko erst einmal einen Überblick durch die dreckigen Scheiben.

Bild 6: Casablanca aus dem Hotelfenster​
 
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Tag1-1: Straßenbahn Casablanca​


Kiboko hält es nicht lange im Hotel.
Der umgeknickte Fuss schmerzt bei jeden Schritt.
Langsam schlendert Kiboko zu den Straßenbahngleisen.
Es ist eine moderne Stadtbahn.
Zwei Linien führen durch die Innenstadt.
Weitere Linien sind im Bau und in Planung.
Es gibt nur eine Baureihe, den Citadis 302 von Alstom.
Nummern sind von außen nicht zu erkennen.

Bild 7: In Casablanca hat eine neue Straßenbahn​



Bild 8: Die Triebwagen sind Citadis 302 von Alstom​



Haltestellenaufpasser​


Kiboko läuft die Hassan II Avenue entlang.
Damit keine Autos ins Bild fahren, läuft Kiboko entlang der Gleise.
Dabei erreicht Kiboko auch eine Haltestelle.
Die Haltestelle darf nur von der Straßenseite betreten werden.
Da gibt es einen Pförtner und eine Einlasskontrolle.
Kiboko kommt aber über die Gleise gelaufen.
Dann entert Kiboko von den Gleisen her die Haltestelle, um sie auf der anderen Seite wieder zu verlassen.
Der Haltestellenaufpasser kommt angeflitzt und schreit Kiboko an.
Kiboko versucht zu erklären, dass er nur Straßenbahnen fotografieren möchte.
Daraufhin flippt der Aufpasser total aus.
Straßenbahnenfotografieren ist verboten.
Er will die Polizei rufen und Kiboko in Arrest schicken.
Kiboko geht einfach weiter und lässt den Aufpasser stehen.


Kiboko läuft weiter die Straße entlang.
Außer Sichtweite der Haltestelle macht Kiboko noch ein paar Bilder von vorbeifahrenden Straßenbahnen.
Ein paar vorbeifahrende Autofahrer sind wild am Gestikulieren.
Kiboko ist hier nicht willkommen.


Bild 9: Die Bahn hat eine eigen Trasse


Bild 10: Moderne Bahn in einer aufgeräumten Stadt​



Spiegelfassade​


Kiboko hat genug von den neumodischen Straßenbahnen ohne Nummer.
Das nächste Ziel ist die markante Moschee an der Küste.
Auf dem Weg drängelt sich eine spiegelnde Häuserfassade aufs Bild.
Hier hat niemand wild gestikuliert.

Bild 11: Spieglein, Spieglein an der Hauswand ...​
 
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Tag1-2: Moschee Casablanca​


An der Küste steht die Hassan II Moschee.
Es ist die größte Moschee in Marokko und eine der größten in der Welt.
Das Minarett ist 210m hoch und damit das zweithöchste Minarett der Welt.
Sie bietet Platz für rund 25.000 Gläubige.
Es ist die einzige Moschee in Marokko, die auch von Ungläubigen besucht werden darf.
Besuchsmöglichkeiten sind von Sonntags bis Donnerstags am Vormittag.
Dafür wird ein Guide benötigt und es muss auch Eintritt gezahlt werden.
Leider ist ein Besuch heute nicht möglich.


Die Moschee wird von der Abendsonne angestrahlt.
Vor der Moschee ist ein großer Platz mit Kreisverkehr und Grünfläche.
Der Rasen ist mit den Nationalfahnen dekoriert.


Bild 12: Die mächtige Moschee von Casablanca​

Ebbe​


Als Kiboko das Meer erreicht, hat es sich so erschrocken, dass es sich zurückgezogen hat.
Kiboko kann auf die Felsen vor der Moschee herunterklettern.
In den Wasserflächen spiegelt sich die Moschee.
Das ist ein tolles Motiv.
Jetzt muss noch eine hinreichend große und ruhige Wasserfläche zwischen den Felsen gefunden werden.
Kiboko hüpft von Felsen zu Felsen.
Der umgeknickte Fuss schmerzt.
Die Sonne steht schon sehr tief.
Ob sie sich auch vor Kiboko erschrocken hat?
Es wird zum Wettlauf mit der Zeit.



Bild 13: Spiegelung im Abendlicht



Bild 14: Ebbe an der Moschee​



Sonnenuntergang​


Hinter einer Halbinsel mit Leuchtturm versteckt sich die Sonne.
Endlich hat Kiboko eine schöne große Wasserfläche gefunden, in der die ganze Spiegelung der Moschee passt.
Aber da ist das warme Licht der untergehenden Sonne schon weg.


Bild 15: Die Sonne verschwindet​



Nachts mit Beleuchtung​


Mit der einbrechenden Dunkelheit klettert Kiboko zurück an das rettende Ufer.
Dann umrundet Kiboko die Moschee.
Die Lichter gehen an.
Kiboko gelingen noch ein paar Aufnahmen der beleuchteten Moschee mit dem letzten Lichtschein am Horizont.

Bild 16: Nachts wird die Moschee angestrahlt​



Bild 17: Blaue Stunde dauert nur wenige Minuten​



Inzwischen ist es dunkel.
Kiboko packt die Kamera in den Rucksack.
Der kürzeste Weg zum Hotel führt durch die Altstadt.


Das Labyrint​


In der Altstadt pulsiert das Leben.
Viele Menschen drängeln sich in den engen Gassen.
Die Geschäfte und Marktstände haben noch geöffnet.
Es gibt unzählige Fotomotive.
Aber bei dem dichten Gedränge traut sich Kiboko nicht seine Kamera offen herumzutragen.


Keine Gasse führt geradlinig durch die Altstadt.
Es sind verschlungene Pfade.
Es gibt Kurven, Ecken, schiefwinklige Abzweige und Sackgassen.
Kiboko hat schnell die Orientierung verloren.
Der geht immer der Nase nach.
An jeder Kreuzung entscheidet das Bauchgefühl für den weiteren Weg.


Die Altstadt nimmt kein Ende.
Wo bin ich eigentlich?
Werde ich jemals aus der Altstadt wieder herausfinden?
Plötzlich taucht ein Tor vor Kiboko auf.
Kiboko findet sich an einer breiten Straße wieder.
Keine 100m weiter ist das Hotel.
 
1 Kommentar
Wuxi kommentierte
Die Moschee-Bilder sind doch sensationell!
 
das klingt ja schon wieder alles ziemlich spannend. Eigentlich hatte ich immer den Eindruck die Marokkaner wären ein eher "entspanntes" Volk wenn es ums fotografieren geht. Zumindest in den Großstädten. Aber offensichtlich habe ich mich da getäuscht.
 
Kay kommentierte

Moin, Bernd!

Im Ramadan würde ich nicht mehr hinfahren. Die Männer waren verspannt.
 
Zuletzt bearbeitet:
shovelhead kommentierte
Was ich eher uncool finde: man hat Dir recht deutlich klar gemacht, dass man dort (aus egal welchen, für uns nicht nachvollziehbaren, Gründen) bitte keine Züge und Strassenbahnen photographieren soll, und Du denkst irgend wie, dass das für Dich nicht gilt und machst weiter?

Ansonsten machen viele Besucher die gleiche Erfahrung: der Norden (Casablanca, Rabat) ist moderner aber unfreundlicher, der Süden (Marrakesch) ist wesentlich entspannter
 
Wuxi kommentierte
Interessanterweise in vielen Ländern vorhanden dieses Nord-Süd-Gefälle
 
Kiboko kommentierte
Kay

Moin Kai,
es war kein Ramadan in Marokko.
Ich war während des Ramadan auf einer Eisenbahnfotoreise in Indonesien.
Die Indonesier sind auch während des Ramadans sehr entspannt.
 
Kiboko kommentierte

Früher war in vielen Ländern das Fotografieren von Eisenbahnen streng verboten.
Sie hatten einen hohen militärischen Wert.
Ganz schwierig war das Fotografieren im "Ostblock".
Aber auch Frankreich war (und ist manchmal noch) schwierig.
In Afrika ist auch heute noch fast überall das Fotografieren von Eisenbahnen verboten.

Aber Eisenbahnfreunde sind da sehr erfinderisch.
Man muss sehr beweglich sein, verdeckt fotografieren, um zu den Bildern zu kommen.
In Georgien ist unsere Reisegruppe in einer Polizeistation festgesetzt worden.
Nachdem wir eine Fotogenehmigung für die heiligen Hallen des Bahnbetriebswerk, jedoch nicht für den Bahnhof, vorweisen konnten,
durften wir die Polizeistation erst verlassen,
nachdem wir zwei Flaschen Wodka geleert und eine Tüte voll Süßigkeiten aufgegessen hatten ...

Heute sind derartige Verbote schwachsinnig.
Bei Google Maps kann man weltweit die Strecken verfolgen.
Man kann herumstehende Güterwagen und Weichen zählen.
Bei Brücken kann man manchmal im "Schattenbild" den Brückentyp sehen.

In Sambia durften wir in einen Schuppen eine verrostete Dampflok fotografieren.
Wir durften aber nicht außerhalb des Schuppens fotorafieren.
Einer hat mit einer Analogkamera die halb verrottete Dieselloktankstelle fotografiert.
Das gab mächtig Ärger, weil er von einen Sebsternannten Sicherheitschef dabei beobachtet wurde.
Der wollte unbedingt das Bild auf dem Display sehen.
Der konnte nicht verstehen, dass eine Analogkamera kein Display hat und fühlte sich verarscht und war dann richtig sauer.
Sein Argument war, dass man durch die Größe vom Tank die strategsichen Möglichkeiten der Eisenbahn bestimmen kann.
Leider hat der Typ nicht verstanden dass man den Tank auch bei Google Maps sehen kann.
Da sind auch die exakten Koordinaten.
Mit einem Radarsatelliten kann man sogar sehen, wieviel im Tank ist...
 

Tag2-1: Altstadt Casablanca​


Am nächsten morgen trifft sich die Reisegruppe.
Gemeinsam wandern wir zur Altstadt.
Die Altstadt von Casablanca ist mit einer Stadtmauer umgeben.
Mächtige Bollwerke an den Eingangstoren können Kiboko den Zugang nicht verwehren.


Bild 18: Ein Tor zur Altstadt​




In den Gassen​


Die Altstadt von Casablanca ist viel weniger touristisch als die von Marrakesch.
Die Fassaden brökeln.
Die Gassen sind schmal.
Eselkarren, Mofafahrer und Kiboko passen gerade so durch.




Bild 19: Enge Gasse in der Altstadt​





Bild 20: Verwinkelte Altstadt





Bild 21: Die Wäsche trockent in den Gassen​



Kleine Plätze​


Mehrere Gassen treffen sich an kleinen Plätzen.
Von dort führen weitere Gassen in verschiedelnen Winkeln und Richtungen.
Am frühen Morgen sind viele Geschäfte noch geschlossen.
Das Püppchen an der Ecke ist keine Bordsteinschwalbe sondern ein Kleiderständer.

Bild 22: Morgens sind die Geschäfte zu und die Gassen leer​



Durch die größeren Gassen passt sogar der Lieferdienst mit dem Dreirad.

Bild 23: Lieferdienst mit Dreirad​



Fließendes Wasser gibt es an der öffentlichen Zapfstelle.
Im Hintergrund haben die ersten Geschäfte geöffnet.

Bild 24: Zapfstelle in der Altstadt​
 
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Tag2-2: Altstadt Casablanca​


Für jede Handwerkerzunft oder Händler gibt es eine eigene Gasse.
In dieser Gasse sind die Schlachter und bieten frischgeschlachtete Produkte an.
Die rötlichen Markiesen über den Geschäften überdecken die Gasse.
Es ist das Rotlichtviertel.
Sie tauchen die Fleichgeschäfte in ein rötliches Licht.
Damit leuchtet das Fleisch schön rot.
Hier wird mit den selben Tricks gearbeitet, wie in unseren Supermäkrten an der Fleischtheke.


Bild 25: Rotlichtviertel in der Fleischergasse



Bild 26: Großes Angebot​



Tomaten​


In eine weiteren Gasse sind Obst- und Gemüsehändler.
Die Waren liegen auf einfachen Holztischen oder in markierten Plastikstiegen.
Einige Verkäufer sind sehr freundlich und lassen sich bereitwillig fotografieren.
Andere Verkäufer sind sehr abweisend und wollen nicht fotografiert werden.
Das muss man einfach akzeptieren.


Bild 27: Tomatenverkauf​



Ein Verkäuer handelt mit Zitronen.
Der wollte nicht fotografiert werden.
Immerhin durfte Kiboko seine Zitronen ablichten.
Interessant sind die unterschiedlichen Größen und Formen.
Es sind keine EU-Normzitronen.

Bild 28: Zitronen​



Stoffe​


Geschäfte für Bekleidung und Schuhe sind in einer weiteren Gasse versammelt.
Eine Frau näht in der engen Gasse.
Sie hat ihren Spaß, wenn sie die Passanten und Kiboko an der Engstelle der Gasse vorbeiquetschen.
Dabei arbeitet sie virtuaos an ihrer Karina Nähmaschine und näht ein Kleischen mit Leopardenfell.


Bild 29: Neue Kleider für Marokko​



Im Nachbargeschäft stehen sechs Kopftuchmodels ohne Unterleib.
Mit einem plastikhaften Lächeln schauen sie in die Kamera.

Bild 30: Fachgeschäft für Kopftücher​



Sehr beliebt sind Damenschuhe.
Hier fallen besonders die Hausschuhe auf.
Sie gibt es in allen Farben, mit Glitzer, mit Stickereien und mit Perlen.

Bild 31: Farbenfrohe Damenschuhe​



Geschäfte​


In der nächsten Gasse sind Lebensmittelgeschäfte.
In den sehr kleinen Läden sind in engen Regalen Dosen und Kartons bis unter die Decke gestapelt.
Die obersten Regale sind nur über eine Leiter zu erreichen.
Der restliche Platz ist mit Plastikschüsseln gefüllt.
Darin befinden sich Gewürze, Erbsen, Bohnen und Linsen.
Die bringen nicht nur die Kamera zum Grinsen.


Bild 32: Gewürze und Hülsenfrüchte



Bild 33: Marokkanischer Supermarkt​



An der Straße hat ein Händler einen Stand aufgebaut.
Hier gibt es silberne Teekannen und Aladins Wunderlampen.
Die Kannen stehen auf Pappkartons mit englischer Schrift.
Ein Kannenmodell trägt den Namen Germany.
Aber hier sieht es weder nach Deutscher Wertarbeit noch Marokkanischer Handwerskunst aus.
Eher ist es fernöstliche Massenware.

Bild 34: Teekannen und Lampen​
 
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Tag2-3: Altstadt Casablanca​


Außerhalb der Altstadt herrscht auch emsiges Treiben.
Lieferwagen schieben sich durch die Straßen.
Zwischen Hühnern und Äpfeln geht Kiboko seinen Weg.


Bild 35: Lieferdienst​




Motorradwerkstatt​


Motorräder brauchen auch mal eine Werkstatt.
Einfache Werkstattschuppen stehen auf dem Gehsteig.
Gearbeitet wird auf der Straße.
Der Nachbar betreibt das Marokkanische Bettenlager.


Bild 36: Motorradwerkstatt​




Wir wandern weiter auf einer Nebenstraße zur Hassan II Moschee.
Das 210m hohe Minarett winkt schon von weitem.
Auf der Straße stehen Autos, die ihren Zenit schon lange überschritten haben.
Die ganze Gegend wirkt etwas trostlos.


Bild 37: Trostlose Nebenstraße​




Hassan II Moschee​


Kiboko ist wieder an der großen Hassan II Moschee an der Küste.
Am späten Vormittag ist die Moschee im besten Sonnenlicht.
Marokkanische Nationalfahnen schmücken den Platz vor der Moschee.


Bild 38: Rote Fahnen wehen vor der Moschee​




Gestern ist das Meer vor Kiboko geflüchtet.
Jetzt hat sich das Meer an Kiboko gewöhnt und ist nicht gleich verschwunden.
Die Wellen schlagen bis an die Schutzmauer der Moschee.
Angler nutzen die Gunst der Stunden und hoffen auf einen dicken Fisch.


Bild 39: Die Hassan II Moschee bei Sonnenschein und Flut​




Rick's Café​


Auf dem Rückweg zum Hotel machen wir noch einen Abstecher zum Rick`s Café.
Das Café erinnert an den Film Casablanca.
Im Film hat Hamphrey Bogart zu Ingrid Bergmann den berühmten und falsch übersetzten Satz gesagt:

Ich schau Dir in die Augen, Kleines!

Wenn das kein Grund ist, sich das Café mal genauer anzuschauen.
Im Inneren erinnert die Ausstattung an den Film.
Es gibt ein Piano.
Aber Ingrid Bergmann ist nicht mehr da.
Das Fotografieren ist leider nicht erwünscht.


Das Rick`s Café in Casablanca sind alternative Fakten.
Film wurde 1942 in Hollywood und nicht in Casablanca gedreht.
Das Café zum Film wurde erst 2004 in einen alten Herrenhaus eröffnet.
Heute ist es ein nobles Restaurant mit Türsteher.


Bild 40: Berühmtes Café am Rand der Alstadt​



Der restliche Aufenthalt ist wenig spektakulär.
Mit kleinen roten Klappertaxis fahren wir ins Hotel.
Mit einem Charterbus geht es zum Flughafen.
Dort ist alles überfüllt.
Wir brauchen lange, um den Weg zum Schalter von Air Mauritania zu finden.
Der Abflugbereich ist übervoll.
Sitzplätze sind Mangelware.
Der Flug ist verspätet.
Kurz vor Sonnenuntergang fliegen wir nach Nouhadibou in Mauretanien.


Fazit​


Die Altstadt von Casablanca ist sehr spannend.
Es ist hier viel weniger touristisch als in Marrakesch.
Hier bekommt der Reisende einen Einblick in das reale Marokko.
Die neueren Stadtteile mit modernen Stadtbahnen sind weniger spannend.
In ein bis zwei Tagen sind die interessanten Ziele abgeklappert.


Fortsetzung​


Der Reisebericht geht weiter in Mauretanien mit einen neuen Thread.
Bis dahin bitte ich noch etwas Geduld, da die Bilder weder gesichtet noch bearbeitet sind.
Auch fehlt mir noch ein griffiger Titel.

Vielleicht werde ich auch noch den Tag 12 von Madagaskar einschieben
oder eine Bildgalerie über Straßenbahnen in Hong Kong erstellen.

Vielen Dank für Eure netten Kommentare, Likes, Wows, Loves, Hughs, ...
Kiboko
 
Kommentar
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