Squid2 oder Spyder 3 oder ?

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Und täglich dankt der Ulfi!

Nein wirklich, Danke Ulli! Find ich toll dass du deine Wissen hier so oft, kompetent und individuell zur Verfügung stellst.

Bin eigentlich kein Pessimist.
Es ist nur für mich so wahnsinnig viel Geld. Und ich mir VIELLEICHT überlege in diese Materie wirklich noch tiefer einzusteigen (vielleicht eben auch beruflich in richtung Grafikdesign und Fotografie) sodass ich Angst vor Mehrfachausgaben habe (also in ein paar Monaten meine hätte ich damals nicht "billig" gekauft.
Bin da schon ein paar mal eingefahren und schlußendlich dann immer teurer gekommen. Aber anscheinend ist das SX2461 wirklich schon ein TOP-Monitor mit dem auch Profis sehr gut arbeiten können.
Ich bin ein bißchen ein Technikfreak. Und da muß man dann aufpassen den richtigen Mittelweg zwischen Sinnvoll, verspielt, nutzlos und rausgeschmissenem Geld zu finden.
Ich steh auf Features und Funktionen. Spiele selbst z.b. Keyboard und habe da beim Kauf auch imemr sehr sehr lange überlegt welche Features ich eventuell brauchen KÖNNTE und mir fehlen KÖNNTEN!
Hat aber auch seine Vorteile, weil ich jetzt (was ich damals nicht geglaubt habe) so oft spiele und einen ziemlichen Fortschritt erreicht habe, den ich damals nicht erwartet hatte, dass ich "richtig" gekauft habe.
Entschulidige also bitte meine Penedranz. Will damit niemanden ärgern oder auf die Nerven fallen. Aber als Student ist es schon schwer sich EIN Hobby leisten zu können und ich habe mit Keyboard (Ausrüstung kostete weit über 10.000€, Mountainbike, Badminton, Reisen, Schifahren...) leider einige kostspielige Hobbys die ich eigentlich fast alle etwas "mehr" betreibe als nur ganz locker als Hobby.
Und da ist natürlich Geld nicht gerade soo fließend.
Aber schon klar. die Ausrüstung allein machts auch nicht. Hab ich im Sport und der Musik gelernt. Und das ist gerade dass was mir so gefällt. Jeder hat die selben Chancen. Ich habe noch kein Turnier gewonnen weil ich den besseren Schläger hatte oder einen Gig spielen dürfen weil mein Keyboard irgendein Feature hatte oder besonders Cool ausgesehen hat.

Bin auch HIER beim fotografieren auf dem Weg der Besserung.
Aber es verleitet denn gerade hier ist soviel faszinierende Technik, Programme etc.


Versuche mich zu bessern.
glg. Und nochmals ein ganz ernst gemeintes DANKESCHÖN!
lg. Ulf
 
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So, habe mich un entschieden una auch schon gekauft:

Quato Silver HAze Pro
Eizo SX 2461

Danke für die Tips.

Nun hätte ich die hoffentlich letzten Fragen dazu:

1.) Kalibrieren am Mac Book Pro Monitor.

*Der kann ja praktisch nix einstellen. bis auf die Helligkeit.
Wie soll ich die denn einstellen? Volle Helligkeit?

*Es gibt bei IColor Display einen Menüpunkt "Profilierung" (also eben genau für solche Notebookmoniitore.
Weiters kann man aber auch das normale "Softwarekalibration für Flachbildschirme" nehmen und Gamma bzw. Weißpunkt eben überspringen.
Was ist besser?
Weil wenn man das 2te nimmt, dann mißt er bei "kalibration" (also dort wo dann wirklich das DTP94 zum Einsatz kommt) deutlich länger und mehr Farben!!

* Welche Einstellungen sollte ichdenn dafür eigentlich nehmen?
Also für Weißpunkt, Gamma Luminanz und Schwarzwert.
Ich harbeite in "normalen Zimmerverhältnissen (Fenster vorhanden Spot licht vorhanden,..) also sicher nicht Normgereicht. Wobei das ja wie hier eh schon diskutiert wurde ja nicht soo schlimm ist da sich das Auge ja auch anpasst.

Danke..

2.)
Eizo SX 2461

* Welche Einstlleungen sollte ich hier nehmen (nehme an die selben oder?)
Bzw. bei erweitert kann ich hier ja noch xy, XYZ Lab (D50-Bezug) Leuchttichte Schwarzpunkt etc. noch genauer wählen.

*Soll ich hier diese "Wide Garmut Optimierung" aktivieren? Und welche?? (Intelli Proof 262, 260, 240,.. excellence)


Vielen Dank.
 
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Nun hätte ich die hoffentlich letzten Fragen dazu:
Oje, jetzt haben wir das nächste große Thema!

Es nützt ja nix, wenn ich Dir einfach im Befehlston sage: "Nimm' den und den Wert", solange Du nicht weißt, warum, und was Du da eigentlich tust – jedenfalls ist das meine Überzeugung, und gerade beim Thema Farbmanagement geistern viel zu viele von Halbwissen gespeiste "Kochrezepte" durchs Netz.

Aber bevor ich mit der Antwort loslege, erlaube mir, einen Frust in eigener Sache loszuwerden: ich habe versucht, die allermeisten dieser Fragen verständlich und wirklich erschöpfend in der Mac-Life-Artikelserie zu beantworten. Ist es denn, wenn man sich ernsthaft für dieses Thema interessiert, wirklich zu viel verlangt, sich einfach den oder die relevanten Folgen als PDF für ein paar Euro herunterzuladen?

Und bevor jetzt wieder Jan mit seinen zynischen Unterstellungen kommt: Diese ganze Artikelserie war von meiner Seite ein sehr idealistisches Projekt; es war ein Jahr Arbeit, an deren Stundensatz ich gar nicht denken darf (wohl irgendwo unter 3 Euro …), und ich habe finanziell absolut nichts davon, wenn irgendjemand so ein PDF für sagenhafte 1,50 Euro kauft. Es erspart mir nur einfach die Arbeit, nochmal all das aufzuschreiben, was ich schon versucht habe ausführlich zu erklären.

Der hier einschlägige Teil wäre Farbmanagement unter Mac OS X - Teil 9:Tipps zur Erstellung von Monitorprofilen. Dort ist für alle empfohlenen Monitorprofilierungsprogramme – also auch und insbesondere iColor Display – minutiös und mit vielen Screenshots beschrieben, was zu tun ist. Es wird dort auch genau erklärt, wie sich auch mit iColor Display und dem DTP94 ein individueller Weißpunkt einstellen lässt – das kann ich hier aufgrund der vielen Screenshots beim besten Willen nicht wiederholen, ansonsten werde ich mir Mühe geben, Deine Fragen zum Anlass zu nehmen, einige grundsätzliche Punkte zu klären.

Da rächt sich denn auch prompt, dass ich in meiner letzten Antwort zum Thema Hardwarekalibration einmal versucht habe, eine Sache etwas zu vereinfachen, weil ich ja schließlich Verwirrung beseitigen statt mehren wollte. In Wirklichkeit ist das Thema leider noch ein bisschen komplexer, und wenn ich die Zeit finde, schreibe ich dazu noch einen Beitrag. Hier werde ich jetzt nur das ergänzen, was für den Kontext Deiner Fragen wichtig ist.


Kalibration vs. Profilierung

Der Unterschied zwischen Kalibration und Profilierung ist oft nicht hinreichend klar. Die Kalibration versetzt eine bestimmte Hardware in einen wohldefinierten, möglichst optimalen Zustand; die Profilierung beschreibt dann die Eigenschaften des so kalibrierten Gerätes, so dass die Farbmanagement-Software entsprechende Anpassungen vornehmen kann.

Grundsätzlich gilt das für alle visuellen Eingabe- und Ausgabegeräte, also Monitore, Drucker, Scanner und Digitalkameras. Drucker, Scanner und Digitalkameras kalibrieren sich allerdings selbst, sodass der Anwender davon nichts mitbekommt (von der Kamera mal abgesehen, wo die Kalibration de facto mit dem Weißabgleich identisch ist). Wenn man zum Beispiel einen Drucker oder einen Scanner einschaltet, dann "rödeln" die eine Zeit herum, bis sie betriebsbereit sind. In dieser Zeit kalibrieren sie sich, um ein reproduzierbares Verhalten zu gewährleisten (der Scanner misst zum Beispiel die aktuelle Farbtemperatur seiner Lampe und korrigiert den Weißpunkt entsprechend).

Monitore sind die einzigen Geräte, die sich nicht selbst kalibrieren können, deswegen erledigen das die Profilierungsprogramme in der Regel mit. Zwingend ist das nicht (man könnte einen Monitor auch getrennt kalibrieren und profilieren), aber es ist eben sinnvoll, dass der Monitor frisch kalibriert ist, wenn er zur Profilerstellung vermessen wird.

Die Kalibration ändert also unmittelbar und oft sehr deutlich die Farbwiedergabe des Gerätes auf Hardwareebene (das gilt auch für die sogenannte "Software"-Kalibration von Monitoren: die Hardware, deren Charakteristika modifiziert werden, ist hier die Grafikkarte im Rechner, und mit Software hat das eigentlich nichts zu tun!)

Die Profilierung hingegen erzeugt nur ein Farbprofil, das die Eigenschaften der Hardware beschreibt. Dadurch ändert sich die Farbwiedergabe zunächst einmal überhaupt nicht! Ein Farbprofil ist keine "aktive Software", die von sich aus irgendeine Aktion ausführen würde. Auf die Farbwiedergabe nimmt das Profil dadurch Einfluss, dass das CMM (das Color Management Module, also der Farbmanagement-Kern des Betriebssystems oder der Grafiksoftware) das Profil zu Rate zieht, wenn es zum Beispiel versucht, die Farbwerte eines Bildes so anzupassen, dass es auf dem Monitor korrekt ausgegeben wird.

Konkret: Durch die Kalibration wird der Monitor so eingestellt, dass er Farben so gut (gemessen an bestimmten Vorgaben) wiedergeben kann, wie es ihm nur möglich ist. Aber perfekt wird er dann natürlich trotzdem nicht sein, kein physikalisches Gerät ist das. Zum Beispiel wird er seine Grenzen in der Darstellung sehr gesättigter Farben haben. Das Profil protokolliert diese Grenzen nun. Soll später ein Bild mit einem sehr großen Farbraum wiedergegeben werden, so "erfährt" das CMM durch das im Bild eingebettete Farbprofil, wie stark gesättigte Farben in dem Bild vorkommen können. Das vergleicht das CMM mit dem Monitorprofil, und wenn es merkt, dass dieses Profil nur Farben mit geringerer Sättigung zulässt, wird es versuchen, die zu gesättigten Bildfarben behutsam so zu verändern, dass sie für unsere Wahrnehmung möglichst optimal abgestuft auf dem Monitor erscheinen. Und wenn z.B. "reines Rot" im Bild etwas anders definiert ist als auf dem Monitor, so wird natürlich auch das angeglichen. Erst in diesem Moment entsteht durch das Monitorprofil also tatsächlich eine Farbanpassung.

Das, was bei einer Kalibration und Profilierung eines Monitors sofort ins Auge fällt, ist also stets die Kalibration. Die Profilierung spielt nur bei der Farbwiedergabe von Bildern mit(!) Farbprofilen eine Rolle, auf die farbliche Wiedergabe anderer Bilder, der Nutzeroberfläche oder von Videos hat sie zum Beispiel keinerlei Einfluss, weil hier gar keine Farbprofile verwendet werden.


Was wird bei Monitoren kalibriert?

Welche Parameter werden nun konkret bei einem Monitor durch die Kalibration verstellt? Nun, das sind genau die vier, die Du in iColor Display auch aufgelistet findest: 1. maximale Helligkeit ("Leuchdichte"), 2. minimale Helligkeit (Schwarzpunkt), 3. Weißpunkt und 4. Gamma ("Tonwertkurve", "Kontrast").

maximale Helligkeit und minimale Helligkeit sind schnell abgehandelt: hier stellt man nur spezielle Werte ein, wenn man etwa mehrere Monitore exakt in ihrem Wiedergabeverhalten angleichen möchte (dann muss man die geringste Helligkeit und das flaueste Schwarz zum Maßstab für alle machen) oder die Helligkeit eines Monitors exakt an einen Lichtkasten angleichen möchte etc. Im Normalfall gibt es keinerlei Grund, den Helligkeitsumfang des Monitors künstlich zu beschneiden. Bei iColor Display würdest Du also Leuchtdichte = Maximal und Schwarzpunkt = Tiefstes Schwarz setzen. An Deinem MacBook Pro bzw. Deinem Monitor würdest Du dann vor der Kalibration die tatsächliche Helligkeit wählen, die Deinen Augen am angenehmsten ist. Änderst Du die Helligkeit während der Nutzung, nimm einen Mittelwert. (Theoretisch sollte eine Kalibration für jede beliebige Helligkeit stimmen, aber sicher ist sicher …)

Über die Bedeutung des Weißpunkts (Abgleich mit Farben in der "realen Welt") haben wir ja nun schon wiederholt gesprochen. Der native Weißpunkt, also der, den Dein Monitor ohne jede Korrektur aufweist, wird schlicht von der Lichtfarbe der Hintergrundbeleuchtung bestimmt, die sich über die Lebensdauer eines Monitors aufgrund von Alterungsprozessen der Leuchtstäbe erheblich ändern kann. Mein 30" Apple Cinema Display hatte zum Beispiel nach dem Kauf 6450 Kelvin, und jetzt, 2,5 Jahre später, noch 5800 Kelvin. Das allein zeigt schon, ein wie "bewegliches Ziel" ein Monitor für eine Profilerstellung ist, wenn er nicht zuvor kalibriert wird.

Die Einstellung des Weißpunktes ist eine recht klar umrissene Sache ohne große Komplexität. Der Vorteil ist eben die Vergleichbarkeit von Bildschirmdarstellung mit vom Umgebungslicht beleuchteten farbigen Gegenständen. Der Nachteil ist, dass insbesondere bei großen Abweichungen zwischen nativem und eingestelltem Weißpunkt so große Eingriffe in die Farbwiedergabe wie bei keinem anderen Parameter erforderlich sind. Denn hier geht es ja dann ggf. nicht um die Einstellung von Nuancen wie z.B. beim Ausgleich von Abweichungen in der Grauwiedergabe (siehe unten), sondern um eine massive Veränderung von z.B. blau in Richtung gelb. Du erinnerst Dich, wie ich im vorigen Beitrag beschrieben habe, dass bei solchen Eingriffen stets logisch zwingend mindestens eine der 255 Farbabstufungen wegfällt. Nur – wenn der Weißpunkt massiv verschoben wird, dann wird das eben nicht nur eine Stufe sein, sondern vielleicht gleich 10 oder 20. Und wenn das dann noch mit einem nicht ganz so hochwertigen Display zusammentrifft, das Schwierigkeiten hat, die nominellen 16,7 Millionen (256 x 256 x 256) Farben auch tatsächlich anzuzeigen (und das gilt für die allermeisten Notebookdisplays), dann kann man eben wirklich Probleme mit dem Banding bekommen, d.h. Abstufungen in Farbverläufen sehen. Glücklicherweise ist hier ein Kompromiss relativ leicht, eben weil wie besprochen sich unser Auge an verschiedene Weißpunkte so gut anpassen kann und man nicht so zwingend auf einen weit vom nativen Weißpunkt entfernten Weißpunkt angewiesen ist.

Schließlich bleibt noch der problematischste Wert, das Gamma. Problematisch aus zwei Gründen: 1. ist er technisch äußerst delikat wegen der Graubalance und 2. ist es mit Abstand der unverstandenste Wert, der deshalb für die meiste Verwirrung sorgt. Es gibt bezüglich der korrekten Gammaeinstellung endlose Debatten im Internet, und die meisten davon sind Unsinn. Man kann nämlich erstaunlich rigoros festhalten: von sehr speziellen und wohlzubegründenden Ausnahmen abgesehen muss der Gammawert der Voreinstellung des verwendeten Betriebssystems entsprechen. Der Grund dafür ist schlicht, dass alle Anwendungen ohne Farbmanagement – und davon gibt es etliche – von diesem voreingestellten Wert fest ausgehen und bei einem anderen Wert folglich eine verfälschte Kontrastdarstellung aufweisen würden. Mit anderen Worten: Bei einem von der Vorgabe des Betriebssystems abweichenden Gamma würde u.a. kein einziges Video mehr mit korrektem Kontrast wiedergegeben, und die Nutzeroberfläche auch nicht.

Der voreingestellte Gammawert für Windows ist 2,2, für Mac OS X bis einschließlich Leopard 1,8 und ab Snow Leopard den Gerüchteseiten zufolge auch 2,2.

Doch zu Punkt 1.: der Gammawert ist eben auch wegen der Graubalance heikel. Genauso wie einen nativen Weißpunkt hat ein Monitor natürlich auch ein natives Gamma, seine eigene "Kontrastkurve". Doch genau besehen hat er nicht eine, sondern drei Kontrastkurven: je eine für Rot, Grün und Blau. Die sollten idealerweise natürlich identisch sein, doch in der physischen Realtität ist nichts ideal, und das ist hier ein klares Problem: Angenommen, RGB=128-128-128 ergäbe tatsächlich exakt neutrales Grau. Wenn wir jetzt auf RGB=180-180-180 gehen, wird das ein helleres Grau ergeben, wieviel heller genau, hinge vom Gammawert ab. Aber auf jeden Fall sollte es wieder ein exakt neutrales Grau sein. Doch in der Realität wäre es das nur, wenn die drei Gammakurven für R, G und B tatsächlich exakt gleich wären (egal, wie groß der Gammawert ist, wenn er nur gleich ist). Wenn aber z.B. G ein klitzekleines bisschen weniger steil ansteigt als R und B, wird es bei RGB=180-180-180 sofort einen Grünstich geben.

Das Problem dabei ist, dass unser Auge extrem empfindlich auf Abweichungen von Neutralgrau reagiert. Da können auch Farbmessungen leicht in die Irre führen. Nehmen wir an, eine Messung ergibt, dass alle Grautöne eines Monitors um delta-E = 1 vom Neutralgrau abweichen. Das könnte zweierlei bedeuten: a) alle Grauwerte haben denselben Farbstich z.B. nach Rot. Das könnten wir praktisch nicht wahrnehmen. Oder b) ein Grauwert ist um delta-E =1 zu rotstichig, der nächste um delta-E =1 zu grünstichig und der übernächste um delta-E =1 zu blaustichig. Das sähe nun vollkommen unbrauchbar "schillernd" aus. (Das UDACT misst bei der Graubalance daher ausdrücklich die "Range", was heißen soll, die Farbabweichung nicht zum neutralen Vorgabewert, sondern von einem realen Grauwert zum nächsten.)

Mit anderen Worten: kleine, aber unregelmäßige Schwankungen der drei Gammakurven für R,G und B können einen Monitor geradezu unbrauchbar machen. Da bei einer Kalibration des Gammawertes de facto natürlich alle drei Gammakurven unabhängig voneinander so nah wie möglich an den vorgegebenen Idealwert angepasst werden, sorgt erst eine Gammakalibration für eine brauchbare Graubalance.

Diese schrecklich langen Ausführungen zweigen: aus beiden Gründen - korrekte Anpassung ans Betriebssystem und Graubalance - ist die Gammakalibration unverzichtbar.


Anwendung

Mit diesen Erläuterungen gewappnet sollten sich Deine Fragen nun beantworten lassen:

1.) Kalibrieren am Mac Book Pro Monitor.

*Der kann ja praktisch nix einstellen. bis auf die Helligkeit.
Wie soll ich die denn einstellen? Volle Helligkeit?
So, wie es Deine Augen gerne haben.

Es sollte klar geworden sein, dass
a) Profilierung und Kalibration zwei vollkommen verschiedene Dinge sind und
b) Zumindest eine Gammakalibration unverzichtbar ist und Du daher den Punkt "Kalibration" nicht übergehen kannst

Außerdem sollte klar geworden sein, dass der Menüpunkt "Profilierung" nichts mit Notebookmonitoren zu tun hat. Diese Option dient dazu, ein zweites Mal ein Profil für eine Kalibration zu erstellen, die Du erst vor kurzem vorgenommen hast und die daher sicher noch gültig ist. Es wird dabei die Kalibration benutzt , die mit dem augenblicklich genutzten Profil geladen worden war (auf dem Mac, auf Windows wird mit der Auswahl eines Profils ja nicht automatisch die zugehörige Kalibration in die Grafikkarte geladen, was Probleme ohne Ende gibt … aber für Windows bin ich eh nicht zuständig )

Dass übrigens in der Nutzeroberfläche von iColor Display nach Aufruf des Menüpunkts "Profilierung" die Messung doch allen Ernstes mit einer Taste namens "Kalibration" gestartet wird, dafür gehört Quato nicht nur drei Tage ununterbrochen gehauen, es zeigt auch, wie wenig sicher selbst "Profis" sich der Materie sind und wie wenig man irgendetwas unhinterfragt glauben darf …

Schließlich habe ich schon gesagt: Nicht "Softwarekalibration für Flachbildschirme" einstellen, sondern "Werkskalibration für Intelli Color Monitore". Das ist exakt dasselbe, nur dass dann das UDACT zur Überprüfung Deiner Kalibration und Profilierung freigeschaltet ist.

Weil wenn man das 2te nimmt, dann mißt er bei "kalibration" (also dort wo dann wirklich das DTP94 zum Einsatz kommt) deutlich länger und mehr Farben!!
Logisch, schließlich macht er dann zwei Sachen hintereinander (Kalibration und Profilierung) statt nur einer (Profilierung).

* Welche Einstellungen sollte ichdenn dafür eigentlich nehmen?
Also für Weißpunkt, Gamma Luminanz und Schwarzwert.
Gamma, Luminanz und Schwarzwert siehe oben.

Nachdem man mit einem Notebook quasi per definitionem unter wechselnden Lichtverhältnissen arbeitet, ist das mit dem Weißpunkt wirklich nicht so kritisch. "D65" wäre das "offizielle" Tageslicht, aber das bietet iColor Display gar nicht an, nur das leicht unterschiedliche 6500 K(elvin). Innenräume, die von Tageslicht durchs Fenster beleuchtet werden, haben de facto oft zwischen 5800 und 6000 K. Probiere aus, was zwischen 5800 K und 6500 K für Deine Augen unter Deinen durchschnittlichen Arbeitsbedingungen das "plausibelste" Weiß ergibt.

Wenn Du dann feststellst, dass Du Probleme mit Banding/Abstufungen in Farbverläufen bekommst, wäre das beste, auf den nativen Weißpunkt zu gehen (also nicht den Weißpunkt zu kalibrieren, sondern nur das kritische Gamma). Leider bietet iColor Display diese Einstellung im Moment noch nicht an (soll laut Quato im nächsten (kostenfreien) Update kommen), aber Du kannst Dir so helfen: wähle in Mac OS X in Systemeinstellungen > Monitore > Farben das Monitorprofil aus, das Apple von Haus aus mit Mac OS X installiert hat. Dieses Profil hat einen nativen Weißpunkt. Gehe dann in iColor Display auf Weißpunktjustage (Taste auf der rechten Seite) und messe einfach das Weiß mit dem DTP94. Dann wird Dir der native Weißpunkt in Kelvin angezeigt; wähle dann für Deine Kalibration den Kelvin-Wert, der diesem am nächsten kommt (oder, wenn Du es ganz genau willst, übertrage stattdessen die ebenfalls ausgegebenen XYZ-Werte in die Vorgaben für Deine Kalibration).

Ich harbeite in "normalen Zimmerverhältnissen (Fenster vorhanden Spot licht vorhanden,..) also sicher nicht Normgereicht. Wobei das ja wie hier eh schon diskutiert wurde ja nicht soo schlimm ist da sich das Auge ja auch anpasst.
Also, Tageslicht durchs Fenster geht, aber wenn Du mit "Spotlicht" sowas wie einen Halogenspot meinst, damit ist farbrelevantes Arbeiten wirklich nur noch schwer möglich (der hat so um die 3000 K). Zumindest eine Vollspektrum(!)-Tageslichtlampe (z.B. LifeLite) solltest Du stattdessen schon verwenden.

2.)
Eizo SX 2461

* Welche Einstlleungen sollte ich hier nehmen (nehme an die selben oder?)

Bei einem stationären Monitor würde ich an Deiner Stelle schon überlegen, ob Du nicht, falls Du z.B. regelmäßig abends mit Kunstlicht (brauchbarem wie LifeLite) arbeitest, auf dessen Weißpunkt abgleichen willst. Wie das mit dem DTP94 geht, ist wie gesagt in dem oben verlinkten Artikel beschrieben.

*Soll ich hier diese "Wide Garmut Optimierung" aktivieren? Und welche?? (Intelli Proof 262, 260, 240,.. excellence)
Keine Ahnung, ist Dein Monitor denn ein Wide Gamut Monitor?

Tschau

Uli
 
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Again, Danke danke Ulli!
Also ich habe nun beide mal versucht abzugleichen und bin erstaunt wie unterschiedlich die Ergebnisse sind. Also die Farben (habe neutrales Grau im Hintergrund) sehen wirklch bei beiden sehr anders aus. Wenn ich ein Testblid (nur Grauverläufe und so) ansehe, dann sehe ich da schon manchmal kleinere Farben auch beim Eizo!!

Was mich wundert: Also beim Eizo kann ich ja einiges mit den Menütasten einstellen.
Das reduziere ich die Heligkeit für ein laut Software optimales Ergebnis für den Weißpunkt auf 25%!!! Also das ist ja wirklich deutlich dunkler.

Sonst hab ich da keine definierte Weißpunkt einstellung, aber ich kann am Monitor die Farben Blau, Rot, Grün Magenta,... regeln.

Gama kann ich AMonitor nur in groben Schritten anpassen 1,8 2,0 2,2 2,4 Wobei da komischerweise das erste mal die Abweichung von 2,2 2,23 und das 2. mal 2,27 war.
Also ganz ist das leider nicht rausgekommen. Soll man jetz am Mac Gamma 1,8 oder 2,2 nehmen? Selbst in Fachliteratur (zu Fottografgie allgemien oder Photoshop) liest man einmal ok, für Apple immer 1,8 und manchmal nein auch 2,2 weil das war früher nur weil sie halt vorwiegend wasl Druckervorstuffe angewendet worden sind. aber nicht weil es ein Apple ist)

Weiters kann ich die Farbtamperatur grob einstellen 6000K, 6500K, 7000K,...
Wobei er mir da DEUTLCHE Abweichungen vom gemessenen Wert zeigt.


Ich arbeite am Abend eigentlich meistens dann ohne Raumbeleutung. Also sollte ich den Eizo auf diese Situation hin kalibrieren?

Würde es Sinn machen den Eizo 2 mal zu kailbrieren? Einmal auf Nachmittagstageslicht (Gamma 2,2 6300K und höhere Helligkeit, laso nicht 120 sondern z.b. 2000) und einmal auf NAcht mit Weniger Leuchtkraft (120) Gamma 2,2 und 6000K?)


ER deckt fast adobeRGB ab also schon Wide Garmut. Einfach nur das Häkchen bei Wide Garmut aktivieren? Nur welche dieser Intelli Proof einstellungen?

Mich wundert es ehrlich gesagt das dies jetzt auch hier so komplex erscheint, weil die meisten mauch mit einfacherer Software behaupten sie hätten ein tolles ERgebnis (z.b. mit der vom Xrite Display2)
Danke Dir.
 
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So perfekt wie man vielleicht hofft wird es nie, aber wenn es so große Abweichungen gibt, dann stimmt da was noch nicht.

Was mich wundert: Also beim Eizo kann ich ja einiges mit den Menütasten einstellen.
Das sind aber immer nur grobe Voreinstellungen, damit bei der eigentlichen Kalibration mit iColor Display und DTP94 nur möglichst geringe Abweichungen korrigiert werden müssen (eben, um die Anzahl der Farbabstufungen, die durch die Kalibration verloren gehen, zu minimieren).

Das reduziere ich die Heligkeit für ein laut Software optimales Ergebnis für den Weißpunkt auf 25%!!! Also das ist ja wirklich deutlich dunkler.
Laut welcher Software denn??

Ich hatte doch gesagt, kümmere Dich da nicht um irgendwelche Vorgaben, stelle bei iColor Display auf "Maximal" und wähle am Monitor die Helligkeit, die Deinen Augen angenehm ist.

Sonst hab ich da keine definierte Weißpunkt einstellung, aber ich kann am Monitor die Farben Blau, Rot, Grün Magenta,... regeln.
Das reicht ja aber, um mit Hilfe von iColor Display eine grobe Voreinstellung an den gewünschten Weißpunkt zu erzielen. Wie gesagt, nur darum geht es, den Rest macht die Kalibration. (Du darfst nach der Kalibration diese Einstellungen am Monitor aber natürlich keinesfalls mehr ändern! Die Kalibration baut schließlich darauf auf.)

Gama kann ich AMonitor nur in groben Schritten anpassen 1,8 2,0 2,2 2,4 Wobei da komischerweise das erste mal die Abweichung von 2,2 2,23 und das 2. mal 2,27 war.
Hattest Du den Monitor vor der Kalibration nicht warmlaufen lassen (Minimum 2 Stunden laut iColor Display-Anleitung), um ein stabiles Verhalten zu gewährleisten?

Also ganz ist das leider nicht rausgekommen. Soll man jetz am Mac Gamma 1,8 oder 2,2 nehmen?
Ich hatte geschrieben:
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie es noch deutlicher geht.

Also, wenn Du auf einem Mac bist, jetzt 1,8 und ab Snow Leopard 2,2.

Wie gesagt, da wird unendlich viel drüber geschrieben. Vergiss es einfach und halte Dich an obige Regel, solange Du kein Experte bist, der ganz genau weiß, warum er das anders haben will (und nein, auch die Autoren genannter Fachbücher sind da in der Regel keine Experten …).

Weiters kann ich die Farbtamperatur grob einstellen 6000K, 6500K, 7000K,...
Wobei er mir da DEUTLCHE Abweichungen vom gemessenen Wert zeigt.
Ja, wie gesagt, solche Voreinstellungen sind nur grobe Annäherungen zur Vorbereitung der Kalibration, keinesfalls ein Ersatz. Denn es wird ja kein Messinstrument dafür verwendet, es werden nur intern irgendwelche elektrischen Werte "blind" gesteuert, damit es beim statistischen "Durchschnittsgerät" dieser Produktreihe dann etwa passt.

Ich arbeite am Abend eigentlich meistens dann ohne Raumbeleutung. Also sollte ich den Eizo auf diese Situation hin kalibrieren?
Du solltest immer Deine typische Arbeitssituation zugrunde legen, und wenn das bei Dir heißt, kein Umgebungslicht, dann bist Du in der Wahl des Weißpunktes natürlich völlig frei. Aber Deine armen Augen – aua!

Würde es Sinn machen den Eizo 2 mal zu kailbrieren? Einmal auf Nachmittagstageslicht (Gamma 2,2 6300K und höhere Helligkeit, laso nicht 120 sondern z.b. 2000) und einmal auf Nacht mit Weniger Leuchtkraft (120) Gamma 2,2 und 6000K?)
Das macht ganz sicher Sinn (aber niemals Gamma 2,2 am Mac (vor Snow Leopard)!). Du musst allerdings wissen, dass, wenn Du zwischen den Profilen in Systemeinstellungen > Monitore > Farben dann umschaltest, Du scheinbar sofort den Unterschied bemerkst – aber das ist nur die Kalibration! Die zugehörigen, nun korrekten Profile benutzen die einzelnen von Dir verwendeten Programme erst, wenn Du sie neu startest – das musst Du also unbedingt tun, oder es gibt Inkonsistenzen (neue Kalibration, aber noch alte Profile).

ER deckt fast adobeRGB ab also schon Wide Garmut. Einfach nur das Häkchen bei Wide Garmut aktivieren? Nur welche dieser Intelli Proof einstellungen?
Da kann ich Dir leider nicht weiterhelfen mangels Kenntnis der Monitore. Da musst Du entweder experimentieren oder die technischen Daten vergleichen. Ich bin ehrlich gesagt skeptisch, weil diese Einstellung bei Quato doch sehr auf die eigenen Produkte hin angelegt ist. Ich würde das zunächst deaktiviert lassen, und nur, wenn Du ein ansonsten optimales Ergebnis hast, versuchen, ob diese Option noch irgendwas verbessert. Oder frag mal den Quato-Support.

Mich wundert es ehrlich gesagt das dies jetzt auch hier so komplex erscheint, weil die meisten mauch mit einfacherer Software behaupten sie hätten ein tolles ERgebnis (z.b. mit der vom Xrite Display2)
Tja, die Freuden des Farbmanagements. Wer bei seinen ersten Versuchen ohne jegliche Erfahrung sofort tolle Ergebnisse erzielt, hat entweder Glück gehabt oder denkt nur, er hätte ein tolles Ergebnis, weil er z.B. gar keinen zweiten Monitor hat, um Probleme zu bemerken. Ich denke, Du solltest Dich nicht allzu lange mit den Voreinstellungen beim Eizo aufhalten – je mehr Parameter, desto mehr Fehlerquellen – und dann zunächst mal mit exakt denselben Einstellungen in iColor Display beide Monitore kalibrieren und profilieren – wenn Du das tust, sollte das Ergebnis eigentlich schon passen.

Tschau

Uli
 
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Hallo!
Also ich bin prinzipiell zufrieden mit dem Ergebnis. (normale Anwendung) Hab auch alle Tests gemacht und da ist der Eizo toll und das MacBook Pro erwartungsgemäß durchgefallen.
ABER: dennoch sind die Bilder für meinen Geschmack viel zu gesättigt.
also die RAWs die früher alle noch Nachbearbeitet werden mußten sind schon super bunt und die JPEGs out of Cam sind VIEL zu grell. Vor allem rot und grün.

Und rot ist ganz exgtrem find ich.
Also alle Gesichter usw.
Habe auch ein rotes Keyboard und auf dem Foto hat es eine wirklich ganz andere Farbwirkung. Sieht man gewisse Details nur schwer. Wen ihc die Sätigung reduziere, dann gehts, aber so.
Hab da mal ein Beispielbild. Auf dem MBP siehts bei mir so aus, wie es war. (ohne Bearbeitung natürlich)
Das Bild auf den Eizo gewschoben ist schon krass
Sieht so aus als hätten alle Sonnenbrand. Wie sieht denn das bei euch aus?

Ist halt schwer das zu zeigen, weil ich kann ja kein objektives Foto vom Monitor machen.

danke.
 

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Halo Bin gerade drauf gekommen das Phänomen leiegt wohl nciht am Monitor!

Wenn ich die Datei in Photoshop öffne (sRGB) und am MBP anschau ist sie ok.
wenn ich sie dann auf den Eizo schiebe, ist es zuerst viel zu rotlastig. Und erst dann, wenn ich die gesamte Datei drin habe, schaltet er um. Also wechselt er anscheinend das Profil.
NUR:
In Safari oder Vorschau macht er das nicht!! Heißt da sich muß dann in Safari immer entweder den kleinen Monitor verwenden oder aber mit diesem starken rotstich leben? Das selbe für Vorschau.
Da will ich ja Bilder wenn ich sie geschickt bekommen und in Vorschau schnell ansehe ja auch am großen Monitor sehen. Oder auch PDFs lesen.

Viel schlimmer noch:
Aperture, mein Bildbearbeitungsprogramm für ALLES (verwende PS nur für größere Bearbeitungen Collagen und Montagen.)
Wenn ich das Hauptfenster im Eizo habe dann klappt es ABER:
Wenn ich meine bevorzugte Variante verwenden möchte (Auf dem MBP die Menüleiste, der Browser und die Ordnung und am Eizo NUR das Bild Dann hab ich die falsche Farbdarstellung!!

Was kann ich da bitte machen?
Danke
 
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Hab da mal ein Beispielbild. Auf dem MBP siehts bei mir so aus, wie es war. (ohne Bearbeitung natürlich)
Das Bild auf den Eizo gewschoben ist schon krass
Sieht so aus als hätten alle Sonnenbrand.
Moment mal, das Bild ändert sich in der Darstellung also deutlich, wenn Du es vom MBP (wo es korrekt aussieht) auf den Eizo schiebst, obwohl beide kalibriert&profiliert sind?

Dann sollte sich ja eben gerade (so gut wie) nichts mehr ändern.

Momentan fallen mir, wenn beide kalibriert sind, nur zwei Sachen ein:

1. Du schreibst "vom MBP auf den Eizo schiebst" - verstehe ich das richtig, dass Du da im Dual-Monitor-Modus auf dem MBP gearbeitet hast? Falls ja, wäre es natürlich sehr wichtig, dass jedem Monitor sein korrektes Profil zugewiesen wurde. Das sollte auf dem Mac eigentlich ohne Verwechslungen gehen, aber kontrolliere das nochmal, bzw. verwende mal nur den Eizo, dann müsste die Profilzuordnung ja ganz eindeutig in den Systemeinstellungen vorzunehmen sein. Und dann schaue, ob das immer noch so ist.

2. Es gibt da doch Probleme von wegen "wide gamut monitor". -> Quato anrufen und fragen, ob/welche der wide-gamut-Einstellungen Du verwenden solltest.

Wie sieht denn das bei euch aus?
Also die Frau sieht so aus, als würde sie gerne in der Sonne liegen, aber nicht übertrieben grell.

Tschau

Uli
 
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Halo Bin gerade drauf gekommen das Phänomen leiegt wohl nciht am Monitor!
Ah, überkreuzt …

Gut, dann ist klar, dass das Problem die nicht korrekte Profilzuordnung ist.


Leider habe ich hier keine 2-Monitor-Lösung zur Verfügung und muss daher passen. Vielleicht können da ja andere helfen.

Vielleicht richten sich die Apple-Apps tatsächlich immer nach dem Hauptmonitor (also dem, wo die Menüleiste liegt)? Ich verstehe, dass Du das lieber anders hättest, aber probier doch mal damit herum, um zunächst mal den Mechanismus einzugrenzen.

Tschau

Uli
 
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Hallo!
Wenn ich die Menüleiste umschiebe, dann ist es komisch.
Also in Aperture ist es so, dass wenn ich das mache dann eigentlich keinen 2ten Monitor mehr habe!
Also ich kann dann zwar das gesamtfenster herumschieben, aber er zeigt den Inhalt des 2. Monitors ebnfalls im gleichen Fenster an. Ganz komisch!

Natürlich ist in Systemeinstllung- Monitore jedem Monitor sein Profil zugewiesen. Und es ändert sich auch, wenn ich es verändere, aber Bilder die in Photoshop aufgemacht werden sehen dennoch anders aus als Biler in Vorschau. Bilder in Vorschau verändern sich nicht wenn ich sie verschiebe. BEi Bildern in Photoshop ist es so, dass wenn ich sie rüberschiebe sie komisch aussehen und sobald ich sie loslasse sie super passen! Also da wird dann offensichtlich das Profil erst aufs Bold angewendet wenn es am anderen Monitor fix ist.

omisch ich dachte das ist sowieso fix das alles was am Monitor ist umgerechnet wird. Also IMMER richtig aussieht. Auch egal welches Programm!
??????
 
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Uli - ich bewundere Deinen Aufwand, mit dem Du hier schreibst - erkenne aber auch Deinen Unterton, der sich hier langsam einschleicht - zu Recht

TUFoto - und Dich "bewundere" ich, dass Du trotz des deutlichen O-Tons von Uli nach wie vor eine Penetranz an den Tag legst, ohne Dich wohl mit den grundlegenden Dingen des Farbmanagements auseinanderzusetzen, wie es Uli Dir nun schon mehrfach mit dem Zaunpfahl versucht hat nahezulegen.

Die von Uli angesprochenen pdfs sind nun wirklich (gemessen an allen anderen Kosten, die Du bisher hattest) ein Witz. Und einfacher geht es nicht. Dass Du ihm hier abverlangst seitenweise Infos zu Posten, an die Du auch einfacher herankommen kannst, finde ich langsam schon dreist. Links zu guten Einführungen findest Du hier zu Hauf. Nicht zuletzt findest Du ein perfektes Tutorium auch auf den Seiten von Quato selber. Und auf den Mac quasi zugeschnitten von Uli selbst (siehe oben). In der aktuellen MacWelt gibt es ein eBook zu diesem Thema auf CD. Also möglichkeiten genug, sich zumindest mit den Basics (noch)mal zu befassen.

Auf solch´ eine Information adequat zu antworten ist wirklich auf die Distanz mehr als schwierig. Die Fehlersuche kaum möglich. Ich würde einfach noch mal ganz von Vorne anfangen, nachdem die Grundlagen verstanden sind. So wird das nix.
 
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Die pdfs hab ich mir bereits geladen!
Das Farbmanagement bzw. die Monitor Profilierung bzw. Kalibrierung funktioniert ja.
Nur die Umsetzung in Aperture und unter "normalen MAc OSX umgebungen (Vaorschau Safari etc.) klappr nicht.
Dazu hab ich leider auch in den pdfs und den Foren nichts gefunden.

Hab aber einen eigenen Thread aufgemacht, weil das wohl schon etwas weit vom Thema weg geht.
Danke Ulli!
 
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Frieden!

Ja, TUFoto hat mich schon sehr gelöchert. Andererseits kann man in Antworten auf Fragen eben auch auf Aspekte eingehen, die einem beim Schreiben eines Artikels nicht in den Sinn gekommen wären. Und ich hätte ja nicht antworten müssen.

Frustig wird's halt, wenn man den Eindruck bekommt, erst lesen und dann fragen wäre einfacher gewesen. Aber vielleicht war auch schlicht nicht klar, dass/wo es dazu einen Beitrag in meiner Artikelserie gibt.

Wie auch immer, jetzt ist's ja geschafft!

(Zum Zwei-Monitorproblem weiß ich ja glücklicherweise nix zu sagen , werde den Thread aber selbst mit Interesse verfolgen, ob da eine Lösung möglich ist …)

Tschau

Uli
 
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Danke Ulli!

Gebe zu ich habe vielleicht etwas zu stark gelöchert.
Muß Ulli aer recht geben mit der Aussage: "Ich hätte ja nicht antworten müssen"

Finde es immer lustig wenn dann andere die Rächer oder Ordnungshüter spielen.

schöne Feiertage noch.
lg. Ulf
 
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Hallo Uli,

herzlichen Dank zunächst für all Deine Ausführungen.

Ich würde mir wünschen, Deine Artikelserie oder einen ähnlich aufgemachten Text in Zukunft als so eine Art gedrucktes Kauf-Handout ähnlich dem Cleverprinting-Ratgeber zu finden. Vielleicht mit jährlichen Aktualisierungen. Oder als Buch. Ein Wunsch, wie gesagt. Erspart eventuell solche Endlosschleifen.

Diese MacLife geht zwar halbwegs regelmäßig über meinen Schreibtisch. Da mir dieses Magazin nicht gerade als Fachblatt für Publishing aufgefallen war, habe ich Deine Serie erst zufällig und spät entdeckt. Die Zielgruppe, die wirklich viel Geld für FM-Lösungen in die Hand nehmen muss, findet Deine Artikel dort nie. Aber gerade über konkrete Soft- und Hardware gibt es anderweitig kaum aussagefähige Berichte, Vergleiche mit Offenlegung der Prüfkriterien ohnehin nicht.

Gruß,
Thomas
 
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Der Vorteil hardwarekalibrierbarer Monitore ist schlicht, dass sie intern mit 10 Bit arbeiten;
Vl. noch als Ergänzung: Eine LUT >8-Bit und entsprechende Rechengenauigkeit (bei den NECs der 90er Reihe* und entsprechenden Eizos i.d.R. 12-Bit LUT und 16-Bit Processing) habe ich auch bei einigen Geräten, die nicht hardwarekalibrierbar sind. Hier bleibt dann immerhin der Vorteil, dass Einstellungen mit den (recht umfangreichen) Bordmitteln der Geräte faktisch verlustfrei bleiben. Im Rahmen der Kalibrierung muß hier oft nur wenig über die Grafikkarten-LUT korrigiert werden.

Letzteres fällt bei hardwarekalibrierbaren Geräten (also LUT per DDC oder, wie bei Eizo, per USB, programmierbar) natürlich dann ganz weg. Daneben sind nette "Schmankerl" möglich - ich denke da an die im ColorNavigator-Worfklow sehr ideal umgesetzte Farbraumemulation der Eizo CG, die nicht nur in ungemanagten Umgebungen ein Segen ist (z.B. Videowiedergabe), sondern auch den Tonwertumfang im Rahmen des Farbmanagement erhöhen kann (Szenario: Quellfarbraum < Monitorfarbraum).

Eine "externe" Ansteuerung mit >8-Bit pro Kanal ist im Computer-Display-Bereich nur bei sehr wenigen Geräten möglich. Das gilt auch für die Panelansteuerung selbst (hier wird dann i.d.R. wieder auf 8-Bit pro Kanal zurückgegangen, auch bei den meisten High-Endern für die EBV). Bei LCD-TVs sieht es da teilweise etwas anders aus (mit Chroma subsampling gehen schon mit HDMI < 1.3 bis zu 12-Bit pro Kanal), Quellen können u.a. Blu-ray Player mit Farbinterpolation sein oder ein entsprechender Videoprozessor - besonders, wenn er ein CMS implementiert.

In Version 1.3 tauchte dann aber urplötzlich ein neues Kriterium auf, an dem praktisch alle nicht hardwarekalibrierbaren Monitore prinzipbedingt scheitern
Es ist deutlich schwieriger geworden, aber es schaffen immer noch einige Bildschirme, die nicht hardwarekalibrierbar sind (z.B. eben die NECs der 90er Reihe und einige Eizos; persönlich kann ich es für den NEC 2490 und Eizo CG222, beide testweise über iColor softwarekalibriert, bestätigen - mein eigener SX3031W scheitert nicht am Tonwertumfang, sondern der Profilgenaugigkeit). Wichtig ist eine potente Elektronik (s.o.) und ein möglichst neutrales Verhalten, so dass die gewünschten Vorgaben im Rahmen der Kalibrierung ohne großen Eingriff in die Grafikkarten-LUT erreicht werden. Dann bleibt auch der Tonwertumfang ausreichend groß.

Bei den "normalen" Bildschirmen mit durchgängigem "8-Bit Workflow" ist die Zertifizierung tatsächlich faktisch nicht mehr zu schaffen. Eventuell noch dann, wenn das Gerät ab Werk schon sehr neutral ist und man die nativen Parameter als Kalibrierungsziel übernimmt. Sinnvoll ist das i.d.R. nicht.

Was wird bei Monitoren kalibriert?
Dem ist nichts hinzuzufügen, außer vl. noch eine Frage, die mich regelmäßig erreicht - warum denn eine nicht neutrale Grauachse und Abweichungen von der gewünschten Gradation nicht in farbmanagementfähigen Anwendungen korrigiert werden können, wenn doch der Monitorzustand im Rahmen der Profilierung erfaßt wurde:

Hierzu lohnt es sich, einen Blick in ein typisches Matrix-Profil zu werfen. Bezogen auf die Monitorcharakteristik ist da nämlich nicht gar so viel Inhalt. In erster Linie die (XYZ-)Primärvalenzen (normalisiert und nach D50 adaptiert) und eben die Gradation für jeden Kanal. Lege ich z.B. in iColor ein Gamma von 2,2 als Ziel fest, wird das hier fix vermerkt. Es muß also sichergestellt sein, dass mein Bildschirm tatsächlich der Vorgabe entspricht. Und auch eine farbstichige Grauchachse kann keinesfalls in einem Matrix-Profil erfaßt werden, so dass ein CMM die Chance zur Korrektur hätte.

Beispiel (Datei mit AdobeRGB-Profil => Gamma 2.2; Bildschirm mit Gamma 1.8):

50% Grau:

RGB(127/127/127) => CMM => RGB(109/109/109)

Das CMM hat zwar das unterschiedliche Gamma berücksichtigt, würde der Bildschirm aber keine neutrale Grauchachse aufweisen, bliebe der Farbstich bestehen.

Gruß

Denis

*Wobei sie über SV II (offiziell nicht für Kunden in Europa) hardwarekalibrierbar sind und mit GammaComp in jedem Fall ein mächtiges Tool für das gewünschte Bildschirmgamma vorhanden ist, das direkt auf die Monitor-LUT zurückgreift (und eine Manipulation auf dieser Ebene ermöglicht)
 
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herzlichen Dank zunächst für all Deine Ausführungen.
Bitte

Es gibt Überlegungen, ein Mac-Life-Sonderheft aufzulegen. Ob das geschieht, ist aber noch völlig unklar, und selbst wenn, so wäre es vermutlich nur ein paar Monate am Markt, wie mir mitgeteilt wurde.

In gewisser Weise ist das aufgrund des zunehmenden Veraltens der Daten auch nachvollziehbar. Und klar wäre eine jährliche Aktualisierung ideal. Das Problem ist, dass das kaum zu leisten ist. Wirtschaftlich trägt sich so ein Projekt vermutlich unter keinen Umständen. Ich hatte schon lange keine c't mehr in der Hand, habe mir aber aufgrund des Hinweises hier im Forum natürlich die jüngste Ausgabe besorgt und den Kolorimeter-Test gelesen. Die c't war mir als Zeitschrift mit denkbar seriösen und gründlichen Tests in Erinnerung, und sie hat vermutlich einen besseren finanziellen Hintergrund als die meisten anderen IT-Publikationen. Dennoch blieb der Test sehr an der Oberfläche (gemessen wurde als einziges Kriterium die Weißpunkt-Abweichung, was nur eines von vielen Kriterien ist, die die Qualität eines Kolorimeters ausmachen) und zumindest einen Sachfehler habe ich gleich beim Überfliegen gefunden. Zeitschriften können das also wohl eher nicht stemmen.

Bliebe der akademische Bereich. Ich hatte ja das Glück, mit der FOGRA und der Universität Wuppertal zusammenarbeiten zu können. Bemerkenswerterweise sind so weit ich weiß aus deren eigenen Forschungen aber bis heute keine fertigen Publikationen hervorgegangen, weil die Kräfte von deren Mitarbeiter auch anders gebunden sind.

Das Projekt in seiner jetzigen Form verdankt sich einfach der Tatsache, dass ich es "wissen wollte" und daher nicht unter ökonomischen Gesichtspunkten gearbeitet habe, aber das kann ich natürlich leider nicht endlos lange. Ich hatte eigentlich vor, das Material auf meiner Website aufgearbeitet zur Verfügung zu stellen, aber ob und wann ich dazu (zeitlich/finanziell) in der Lage bin, weiß ich im Moment nicht, zumal das Projekt bis jetzt schon viel mehr Zeit als ursprünglich geplant verschlungen hat.

Aber auch und gerade auf einer Website müssten die Ergebnisse natürlich aktualisiert werden, und das werde ich wohl keinesfalls schaffen, leider.

Nicht zuletzt deswegen habe ich in diesem Thread auch so ausführlich geantwortet. Der wird von Google währenddessen wohl recht gut gefunden, und so "missbrauche" ich ihn vorläufig als "Anlaufstelle".

Die Zielgruppe war aber eben auch der Mac-Prosumer. So was hatte ich in der Mac Life zuvor auch schon für den Bereich korrekte Audio-Wiedergabe gemacht (Einmessung von Lautsprechern etc.).

Mac OS X besitzt konzeptionell ein systemweites Farbmanagement. Aus meiner Sicht ist das der einzig sinnvolle Ansatz; Farbmanagement in einzelnen Programmen ist architektonisch so archaisch wie Textprogramme, die in den 1980ern oftmals noch ihre eigenen Druckertreiber mitbrachten (erinnert sich noch jemand? ). Leider ist ColorSync in Leopard noch voller Fehler, und ich habe viel Zeit damit verbracht, Apple zu drängen, die zu beheben.

Jedenfalls wollte ich gezielt und bewusst sowohl andere Betriebssysteme außen vorlassen als auch Programme, die sich nicht in Mac OS X integrieren, womit Adobe vollkommen ausfällt. Das aber wiederum ist der (technisch extrem konservativen und von Adobe komplett vereinnahmten) Grafikbranche kaum zu vermitteln. Änderung hin zum entscheidenden Durchbruch ist hier wenn nur von der Prosumer-Seite zu erhoffen.

Aber gerade über konkrete Soft- und Hardware gibt es anderweitig kaum aussagefähige Berichte, Vergleiche mit Offenlegung der Prüfkriterien ohnehin nicht.
Ich weiß …

Tschau

Uli
 
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vorschau und safari (und alle anderen programme von apple) können nur MIT EINEM profil umgehen. d.h. es gibt beim zweimonitor-betrieb nur einen, der profiliert mit dem jeweiligen programm verbunden ist. anders bei photoshop (und den anderen adobe-programmen). da kann man drei verschieden profilierte haben, und auf allen wird das bild entsprechend dargestellt.

Gruß Jan
 
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vorschau und safari (und alle anderen programme von apple) können nur MIT EINEM profil umgehen.
Ah, danke für die Info! Das klärt das Problem, wenn auch sicher nicht zu Ulfs Zufriedenheit …

d.h. es gibt beim zweimonitor-betrieb nur einen, der profiliert mit dem jeweiligen programm verbunden ist.
Kannst Du sagen, wie entschieden wird, welcher Monitor das ist? Für Fälle wie bei Ulf wäre es ja zwar unschön, aber vielleicht zu verschmerzen, wenn der Monitor mit den Paletten/der Bildübersicht etc. nicht farbrichtig wäre.

Tschau

Uli
 
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