Sprengung in Dortmund

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Mega

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Alles für die Sicherheit - Akribische Vorbereitungen auf Sprengung des Volkswohl Bund-Hauses

Dortmun (wl) - Sie umkreisen den Riesen wie Motten das Licht. Unten die Bagger, die kleine Erdhügel bauen, oben behelmte Männer in einer schwebenden Gondel, die Tücher in langen Bahnen befestigen. Liebevolle Fürsorge für einen Patienten, der dem Tode geweiht ist.Spätestens am Sonntagmittag soll der Riese nämlich am Boden liegen. In Trümmern. In die Knie gezwungen von 50 Kilogramm Sprengstoff. Ein Akt, der akribische Vorbereitung verlangt, wie die Aktionen im Hinterhof zeigen.In den vergangenen Wochen wurden schon die direkten Nachbar-Bauten des Volkswohl Bund-Hochhauses abgerissen. Jetzt steht er als Ruine ohne Fenster und Innenleben ganz isoliert und allein an seinem Platz. Nur der Riegel entlang der Hohen Straße, der wie das Hochhaus dem Neubau der Versicherungszentrale weichen soll, ist noch stehen geblieben. Als Schutz für die dahinter liegenden Häuser, erklärt Martin Hopfe, Geschäftsführer der Thüringer Sprenggesellschaft, die dem Riesen den Garaus macht.MedienereignisHopfe ist an diesem Freitag, zwei Tage vor dem Sprengtermin, ein gefragter Mann. Nicht nur bei den Bauleuten. Die Sprengung ist ein Medienereignis. Und Hopfe erklärt allen Fernseh-, Radio- und Zeitungsleuten geduldig, wie man den Riesen umlegen will. Auf mehr als 100 Stellen, verteilt auf sechs Ebenen des Hochhauses, ist der Sprengstoff verteilt. Die Kunst ist, das 61 Meter hohe Gebäude so zu sprengen, dass es genau in das vorbereitete Bett aus Gräben und Erde im leergeräumten Innenhof fällt. Und nicht etwa gegen die benachbarten Wohnhäuser, von denen das nächste nur 35 Meter entfernt steht.Zur Sicherheit sind sie mit an Gerüsten befestigten Textil-Vlies-Bahnen verhüllt worden. Genauso wie die Sprengebenen des Turms selbst, an denen die Männer in der Gondel werkeln. "Das soll den Sprengstreu-Flug verhindern", erklärt Hopfe. Gemeint ist das Herumfliegen von Betonbrocken, die sich bei der Sprengung vom Stahlskelett des Baus lösen.Beton im Keller"Sicherheit hat höchste Priorität", hat Hopfe als Motto ausgegeben. Und um die Sicherheit dreh!
en sich
denn auch fast alle vorbereitenden Maßnahmen in diesen letzten 48 Stunden vor der Sprengung. Das gilt sogar für den Untergrund. Denn dort – nur durch eine 1,50 Meter dicke Betondecke abgeschirmt, verläuft der Tunnel der Stadtbahn. Deshalb wurden die zwei untersten der drei Kellergeschosse unter dem Komplex mit Beton verfüllt. Und entlang des Südwalls ist ein drei bis vier Meter hoher Erdwall angeschüttet worden, umringt von Bauschutt-Containern. "Das soll herabstürzende Betonteile bremsen", sagt Hopfe und macht beim Blick über das Trümmerfeld gleich noch eine Stelle aus, an der noch ein bisschen nachgearbeitet werden muss.Alles für diesen kurzen Augenblick. Um kurz nach 12 am Sonntag werden die Experten aus Thüringen das erste Signal zur Sprengung geben. "In Deckung gehen", bedeutet der erste lange Fanfarenstoß. "Achtung! Es wird gezündet!" die zwei kurzen, die wenig später folgen. Dann wird ausgelöst.Dreimal wird es innerhalb weniger Sekunden knallen, um das Haus wie gewünscht zu zerlegen. "Das Stahlbeton-Skelett kollabiert, stürzt in sich zusammen. Und der Betonkern kippt dann in Richtung Innenhof – dahin wo jetzt noch der Bagger steht", erläutert Hopfe kurz und knapp den Effekt, der so viel Vorbereitung erfordert hat. Dann verkünden drei kurze Fanfarenstöße das Ende der Sprengung. Und Hopfe ist bei den Medien wieder ein gefragter Mann. Mit Sicherheit.
Quelle:Ruhrnachrichten Dortmund
 
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Also Vorsicht!

Im Übrigen kann einem der Hype um die Sprengung ziemlich auf den Keks gehen, besonders, wenn man citynah wohnt und arbeitet.
Wenn irgendwem ein Furz querliegt, ruft er die Zeitung an und sagt, es sei wegen der Sprengung, und schon hat er einen Dreispalter mit Foto.
Oma Sobisch kann nicht schlafen, Herr Dr. Pachulke fühlt sich seiner Sonntagsruhe beraubt und will eine einweilige Verfügung erwirken und Tante Gerda verlautbart, dass die Versicherung auch einen Gutschein für einen Brunch im Restaurant nach Wahl rausrücken könnte!

Und am Montag wird zu lesen sein, dass die Wellensitiche von Herrn Müller ganz wild herumgeflattert sind und der Dackel von Frau Kappeschinksi gezittert hat. Und ein paar Brocken werden wohl durch eine Scheibe fliegen und einen Couchtisch zerkratzen. Der Helle Wahnsinn!

Dann ist wieder Alltag. Kindergärten werden geschlossen, die Stadtkasse wird geplündert, Schulen bleiben baufällig, den Couchtisch zahlt die Versicherung und Frau Merkel fragt einen Astronauten, wie die Erde von oben aussieht.

Ein schönes Wochende!

Christian

Alles für die Sicherheit - Akribische Vorbereitungen auf Sprengung des Volkswohl Bund-Hauses

Dortmun (wl) - Sie umkreisen den Riesen wie Motten das Licht. ...
 
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Hallo Christian
war nur ein Vorschlag zum Fotografieren
Gruß Mega

Schon klar, wird sicher ein nettes Gedrängel auf dem Rathausvorplatz. Hoffentlich bricht nicht die Südseite des Rathauses unter dem Gewicht der Leute an den Fenstern zusammen.
Kriege wahrscheinlich keinen Parkplatz in der Kaiserstraße, wenn wir gegen 11 Uhr vom Handball kommen...

Viel Spaß morgen!
Christian
 
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Hallo
fahr Hauptsächlich wegen den Kindern
Fotos werde ich auch machen Klar.
Gruß Mega
 
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Die Sprengung war ein echtes Erlebnis. Denn so einen rums hab ich bisher noch nicht erlebt

Hier steht es noch:










Das nenn ich stürzende Linien:







Die Staubentwicklung war enorm. Innert 5 Minuten war die ganze Stadt verstaubt.





 
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Hallo
war auch da
Der Hubschrauber kreiste über der Stadt

Sicht aus einer anderen Perpektive.
Leider den Anfang ein bisschen verpennt.










 
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... Denn so einen rums hab ich bisher noch nicht erlebt

H
Hätte ruhig mehr "rumsen" können.

Denn kaum bin ich von dort weggezogen, sprengen sie prompt die Innenstadt menschlich*....
Selbst auf den hier gezeigten Bildern konnte ich etwa 4 weitere Gebäude in der Nachbarschaft entdecken, die am Sonntag schlicht vergessen wurden.



* Der Ersatzbau wird wohl ein architektonisch sehr gefälliges Objekt werden. Darüberhinaus zieht es sich von der Notlandebahn für Verkehrsflugzeuge (Südwall) zurück und überlässt dem Bürger Raum in Form eines Platzes.
 
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Gruß
Michael, deresnichtbesserhätteausdrückenkönnen
 
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Moin,

habt Ihr mal daran gedacht, diese Fotoserien in GIF-Animationen umzuwandeln?
Habe ich mal mit einer Serie einer Schornsteinsprengung gemacht, wirkt richtig gut.
 
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