"So glücklich ... sollt ihr mich sehen, ... "

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Und so fahre ich fort mit meinen fotografisch-musikalischen Projekten. Mozart, Gluck, Händel, Vivaldi und nun Beethoven.

Und ich habe mich wie ein kleines Kind gefreut, als heute die Biografie in Buchform im Briefkasten lag und ich steige ab heute ein in das Leben und in die Musik von Beethoven. Wie es herauskommt, weiss ich nicht, aber die Musik beginnt schon zu leben, in mir hochzusteigen. Die Pastorale, die Klavierkonzerte, die Sinfonien ...

Und so setze ich erneut Buchzeichen, höre Musik und lese und fotografiere ...


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Aber warum Beethoven? Beethoven war neben Mozart jene Musik die mir sehr früh zu Ohren kam. Und ich kann mich erinnern, dass mein Vater fast alle Sinfonien mit summen konnte.

Und vielleicht gerade jetzt auch Beethoven, weil seine Musik meinen Vater auch immer und immer wieder verzaubert hat. Und vielleicht auch deshalb Beethoven, weil sich mein Vater langsam von dieser Welt verabschiedet. Jene Tage welche er bei uns weilt, hören wir viel gemeinsam klassische Musik, auch Beethoven. Und jene 5. Sinfonie, summt er immer noch mit.

Und so empfinde ich es als ein schönes Projekt, mich mit Beethoven, seinem Leben, seiner Musik aber auch mit meinem Vater fotografisch zu beschäftigen.


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Vergiss nicht sein einziges Violinkonzert, für mich eines der Highlights Beethovens.

Ja, und das geht mir seit ich deinen Beitrag gelesen habe nicht mehr aus den Ohren. Und lich höre es, parallel zum Schreiben. Das neue Buch habe ich schon gefühlte tausend Mal angefasst, dabei habe ich es erst seit Mittag.

Und wenn ich mit der Kamera durch Haus und Garten gehe, dann sehe ich schon Töne, die feinen leisen Klänge, der Beginn dieses Violinkonzerts in D major Op. 61.

Und wenn ich dieses Bild betrachte, so ist es doch genau so, wie das Konzert beginnt. Leise Paukenschläge, das langsame und leise Einsetzen des Orchesters, als ob ein Licht anginge. Und genau umgekehrt ist es bei meinem Vater. Langsam geht das Licht, rundherum wird es dunkel - nicht bedrohlich - und dennoch ist immer noch ein grosses Leuchten in seinem Wesen ...


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Was mir bei Mozart in den frühen Werken zu Mo-zärtlich war, liebe ich an Beethoven 's Temperament um so mehr. Das aufbrausende, intensive, temperamentvolle....oh, ich bin echt gespannt, wie dich der "Charakter Beethobven" inspirieren wird .
Und wer weiß, vielleicht lässt du dich nachher auf Verdi ein
Liebe Grüsse Brigitte
 
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Mit Beethoven kann ich nix anfangen, aber wohl mit deinen Bildern.
Wie immer klasse! :up: Das Format ist auch mal ganz nett.
 
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Mit Beethoven kann ich doch viel mehr anfangen als mit Mozart. Und das Format deiner Bilder wird seinen Kompositionen gerecht: intensiv in wuchtigem Rahmen :up:
 
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Danke Johannes, Charli, Brigitte, Marvin und Betti. Bis spät habe ich gestern gelesen und mit dem kleinen Ludwig mit gelitten.

Ich sass auf dem Sofa, hörte Radio und wie ein Wunder wurde das Violinkonzert von Beethoven gespielt. Schaurig empfand ich es, fast schmerzvoll, als ich mich durch die Zeilen kämpfte.

Um so mehr erfreute mich das Bild von heute Morgen, wie befreiend empfand ich es. Und das Format passt auch hier. Mit dem dicken Rahmen. Langsam versuche ich Weite herzustellen, aber ich muss mich zuerst zu Beethoven hin zu bewegen.



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Ein, zumindest in den letzten Jahren, phasenweise einsames Leben hat Beethoven geführt. Obwohl seine Beerdigung fast Dimensionen von einem Staatsbegräbnis erhielten, wurde seine Musik schon lange nicht mehr gespielt. Zumindest in Wien nicht. Und so kommt wieder der Begriff "Einsamkeit" ins Spiel. Die von der Morgensonne beschienene Dekoration welche meine Frau bei uns zu Hause aufgestellt hat, erleuchtet das Dunkle, welches ich beim Lesen empfand. Und so gebe ich dem Leuchtturm die Weite, bewusst.


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An der Wand hängt eine Hängematte, stellvertretend für ein Fischernetz. Und darüber ein Bild, welches ich vor Jahren in der Bretagne gemacht habe.
Beethoven passt nicht in Rahmen. Einige Stücke hat er wohl bewusst mit "Fantasia" bezeichnet, wie auch jenes für Solostimmen, Solopiano, Chor und Orchester.
Ich empfinde bei der Lektüre, neben der Einsamkeit auch immer wieder Licht. Stark und grell, fast nicht fassbar. Die Boote einsam auf dem Wasser, das Fischernetz, die Wand, die Morgensonne.


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Erschüttert bin ich über die ersten Jahre von Beethoven. Von seiner Familie, seinen Grosseltern. Aber nicht nur. Dass in dieser Familie einmal eine Frau als Hexe verbrannt wurde ist nur eines von einigen tragischen Ereignissen.

Und so halte ich oft inne, lege das Buch zur Seite, meide es. Aber wenn im Radio Beethoven spielt, dann höre ich hin ... wie eh und je. Nur, seit gestern eben anders ...

Und so bleiben die meisten meiner Bilder im Buchzeichenformat. Ganz öffnen kann ich mich noch nicht, dies ginge mir zu schnell zu nah ...


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Nicht jeden Tag Beethoven, habe ich mir gesagt. Das Projekt soll ja kein Tagebuch sein. Aber es ist, als ob Beethoven von meinem Projekt Kenntnis hätte. Er meldet sich unaufhörlich.

Das Mail das ich heute erhielt präsentiert in Bern im Casino an drei Abenden sämtliche Klavierkonzerte von Beethoven. Und am Schluss dieses wunderbare Opus 80 für Soloklavier, Solostimmen, Orchester und Chor ...

Beethoven hat seine Schwester und seine Mutter verloren. Und lebte noch eine Weile mit seinem Vater in Bonn. Ich lerne viel über die Städte Deutschland, über die Unterschiede von Leibzig und Dresden, über die Verbindungen von Literatur, Malerei und Musik. Bonn war zu Beethovens Zeit (zumindest in seinen Jugendjahren) kulturell, musikalisch usw. unglaublich aufgeschlossen. Dank dem Fürsten, welche eine fulminante Öffnung der Gesellschaft erreichte.

Fotografisch öffne ich mich noch nicht so ganz. Warum weiss ich nicht. Das Buchzeichenformat gestalte ich intuitiv. Zwei Bilder im normalen Format, das genügt für mich im Moment.

Beethoven zieht nach Wien. Und unser Nussbaum macht Blätter ...


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Farbig. Ein Blick aus dem Garten.

Erstaunlich wie viele Menschen, Freunde an Beethovens Können glaubten. Und dies obwohl er in Bonn zuvor zwei grosse Aufträge für Kanntaten "versaut" hatte. Nur eben die Beziehungen, Frauen, die Liebe. Zu nah durfte man ihm nicht kommen, auch wenn er durchaus Chancen gehabt hätte.

Vielleicht ist es das, was mich auch abhält fotografisch anders zu gestalten als eben dieses Buchzeichenformat. So wuchtig seine Musik daherkommt, so nuanciert und fragil ist sie gleichzeitig. Fast zerbrechlich. Und so bleibe ich noch auf Distanz. Auch nach 150 Seiten von knapp 800 ...


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Auch heute rief ich Beethoven nicht. Mein Vater haben wir heute bei uns und dann bin ich anders absorbiert.

Aber da standen wir in der Küche am Rüsten und plötzlich war sie da, die Ouvertüre Nr. 3 (Op. 72b) zur einizigen Beethoven Oper, Leonore, oder eben Fidelio.

Und wie sie daher kam. Beethoven hat die Bläser in seinen sinfonischen Werken komplett neu eingesetzt. Weder Händel, noch Haydn noch andere vor ihm haben dermassen nuanciert und intensiv mit Bläser gespielt wie Beethoven. Und die Ouvertüre hätte mich fasst an die Wand gespielt.

Da habe ich mich an die Szene von heute Morgen erinnert, als die Sonne mir plötzlich ins Gesicht schien ....


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Beethoven hat die ersten Jahre in Wien wenig komponiert. Auch wenig veröffentlicht. Er nahm bei Haydn Kompositionsunterricht und erweiterte seine Fähigkeiten enorm. Zunehmend wurde aber seine Musik immer beliebter und er war auch dem Weg, zur Spitze der Komponisten zu werden.
Politische, kulturelle und somit auch gesellschaftliche Umwälzungen taten ihres dazu.

Ja, diese Kraft in dieser Musik. Mein Vater kennt sie noch. Aber die Namen nicht mehr. Auch summt er zunehmend nicht mehr dazu. Aber wir haben der Musik gemeinsam zugehört. Und er war fasziniert wie immer...

Der Baum wirft Schatten am Morgen früh. Die Kühe weiden. Beethoven liebte die Natur. Und wenn ich die Flöten in dieser Ouvertüre höre, oder die Hörner, dann ist mir, als ob die Natur am Morgen erwacht ...


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Ich nähere mich Beethoven mit Farben. Auffallend ist doch, dass ich mich mit und bei Beethoven mehr auf die Farben konzentriere. Ich tendiere, rein intuitiv, zu Farben.

Und ich schliesse für heute mit drei farbigen Bildern. Aus dem Garten. Und ich lausche dabei der Ouvertüre von Leonore.


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Ich reise mit Beethoven durch das Ende des 18. und den Anfang des 19. Jahrhunderts. Ich war noch nie in Bonn, noch nie in Wien, aber irgendwie kommt mir das alles sehr nah.

Beethoven hat viele Konzerte im kleinen, privaten Rahmen gegeben, viel am Piano improvisiert und sich in den Adelskreisen einen grossen Namen gemacht. Als Solist hat er unzählige Auftritte gehabt, auch hat er öffentlich ein Klavierkonzert von Mozart gespielt. Und Stimmen nach diesem Konzert meinten, dass er unglaublich gut gespielt hat.


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