Unser Beuteltier könnte wissen, wie das idR. konkret gemacht wird.
Jedes Zoomobjektiv hat eine Kontaktfolie mit, von der Zoomverstellung angetrieben, darauf gleitendem Kontaktkamm, der mit den Kontaktfeldern in der Folie zusammen eine vier- oder fünffache Kodierung an die CPU des Objektives übermittelt.
Diese Kodierung bringt die CPU dazu, dem Code eine in ihrem EPROM oder in ihrer fest verdrahteten Verschaltung hinterlegten Wert der Brennweite zu zuweisen.
Wenn die Kontaktfolie oder der Kontaktkamm verrutscht, oder die Leiterbahnen oder die Kammfedern beschädigt sind, wird ein falscher Code übermittelt und die von der CPU an die Kamera gemeldete Brennweite stimmt nicht mehr - aber nur innerhalb der in der Objektivelektronik hinterlegten Brennweiten!
Wenn ein Objektiv eine andere Brennweite meldet, als es von der Typ-Bezeichnung her soll, liegt das also nicht an verrutschten Kontaktfolien oder so, sondern an den falschen hinterlegten Werten.
So einen Effekt hatte ich bisher naturgemäß noch nie bei orignalen Nikkoren, aber auch nicht bei TAMRON oder TOKINA - nur bei
SIGMA Objektiven kommt das manchmal vor.
Und wenn das vorkommt, ist das bei allen Exemplaren der gleichen Fertigungsvariante dieses jeweiligen Modells so...
Beim EX 15-30/3.5-4.5 SIGMA z.B. haben alle Exemplare, die ich da hatte (mehr als 6), bei der Endbrennweite 30 mm eben 32 mm gemeldet.
Und das ist für die Praxis keineswegs völlig unerheblich - wenn man nämlich eine Verzeichnungskorrektur-Software (wie z.B. PTLens) benutzt, erkennt die das Objektiv bei 32 mm nicht mehr...:down: