Sigma 120-300 - Erfahrungen?

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crazy

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Hallo zusammen,

ich trage mich mit dem Gedanken, mir ein Sigma 120-300 zuzulegen, Haupteinsatzgebiet werden Fotos von Gehegewölfen sein (nicht unbedingt als "Kunst", sondern eher zur Dokumentation des Interaktionsverhaltens).

Der Gedanke, eine Blendenöffnung von 1:2,8 zur Verfügung zu haben (und mit 1,4-fach Konverter 420mm bei einer Blendenöffnung von 1:4) ist verführerisch - zumal die Gehege von Wölfen in der Regel nicht klein und zweitens so gut wie immer mit Bäumen bestanden sind. Der Effekt ist klar: hohe ISO-Werte im Verbund mit grenzwertigen Belichtungszeiten selbst bei gutem Wetter...

Mein 70-300 VR ist ja 'ne prima Optik und der VR wirklich sein Geld wert, nur: Wölfe bewegen sich, mitunter sogar recht schnell, d.h. ich hab' bei dem VR und z.B. einer Verschlusszeit von 1/125 oder 1/60 zwar den Boden unter dem Wolf scharf, nur das Objekt meiner fotografischen Begierde nicht wirklich.

Festbrennweiten scheiden aufgrund der Handhabung so ziemlich aus, da ich den Bildausschnitt häufig sehr rasch ändern muss. Das 200-400 von Nikon scheidet aus, weil ich meinem Konto sooo böse nun auch wieder nicht bin.

Tja - nun habe ich mich im Netz umgetan, viel auf englischen und amerikanischen Seiten über das Sigma gelesen (verkürztes Fazit: etwas weich bei Offenblende, aber scharf), über die Suchfunktion unseres Forums mit der Eingabe "Sigma 120 300" rein garnichts gefunden (was mich ein wenig wundert) und stehe nun da mit meinem kurzen Hemd.

Hat jemand von Euch dieses Objektiv und kann mir eine Einschätzung zu dem Glas geben?! Das wäre prima! Schonmal "Danke" im voraus!

Ach ja: mich lockt zugegebenermaßen auch, dass ich das Sigma nagelneu in der DG-Version für knapp 1.600 Euro erstehen könnte (nein, kein Grauimport oder sowas).

LG, Karsten
 
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Hallo Karsten,
es ist wahr, dass das 120-300 relativ weich ist bei Offenblende. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass geringes Abblenden einiges an Leistungssteigerung bringt. So gesehen war ich mit dem 120-300 nicht unzufrieden. Trotzdem habe ich es verkauft, weil ein 200-400 meinen Bedürfnissen mehr entgegenkommt.

Allerdings ist es auch wesentlich teurer, schwerer, größer, hat VR, ist ein D-Objektiv, hat einen noch schnelleren AF und ist auch bei Offenblende uneingeschränkt zu verwenden (wenngleich die Leistung auch noch etwas anzieht, wenn man es abblendet - wo ist das eigentlich nicht so).

Mein Tip: Wenn du die Möglichkeit hast es zu testen, dann tue es und bilde dir deine eigene Meinung!

Gruß
Matthias
 
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Ich besitze das Objektiv (aus der Bucht) und bin mit ihm zufrieden. Bei Offenblende ist es etwas weich, aber nicht so, dass man damit keine brauchbaren Bilder machen kann. Es harmonisiert sehr gut mit den Sigam-Konvertern (Apo). Nicht leicht, das Dingens.
Es musste einmal zu Sigma eingeschickt werden, weil der AF hakelte. Zum Durchfahren des ganzen Bereiches braucht er schon eine Zeit. Änder sich die Distanz jedoch nicht sehr schnell in großem Maße, dann kommt er gut nach.



Man kann recht ordentliche Bilder damit machen.
(Das Bild stellt einen Crop aus der Bildmitte dar (ca. 25% Bildbreite).)

Wolfgang
 
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Hallo Karsten,

Sigma bietet die Möglichkeit Objektive für eine Woche zu leihen. Das ist nicht gerade billig aber man hat die Möglichkeit seine Wunschlinse ausgiebig zu testen. Ein Fehlkauf wäre viel teurer.
 
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In der reinen Theorie ist das 120-300 2.8 samt 1.4x Konverter zwar eine Alternative zum 200-400VR. In der Praxis leider nicht.

Das 120-300 ist offen schon nackt sehr weich, mit Konverter ist es zwar rechnerisch ein 168-420 4.0, reell aber eher ein 5.6 bzw. 8.0.

Der bessere Kauf wäre da definitiv das 100-300 F4, das voll offenblendentauglich ist und auch mit einem 1,4x Konverter als 140-420 5.6 sinnvoll eingesetzt werden kann.
 
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Schonmal ein erstes "Danke" an Euch!

Hoffentlich vergesse ich jetzt nichts, was ich schreiben wollte...

Was das 200-400er von Nikon angeht: 400, 6000 und mehr Euro sind für mich das absolute Killerkriterium - das Glas mag es sicher wert sein, aber das geht einfach weit über den Finanzrahmen hinaus, der mir ohne Verrenkungen zur Verfügung steht und den ich bereit wäre, für dieses Hobby einzusetzen.

@ Wolfgang: Dein Bildausschnitt ist für mich schon überzeugend. Wenn ich diese Bildqualität aus dem Sigma bei Offenblende raushole, wäre es sein Geld für meinen Anwendungsfall wert, eindeutig.

Was die Konvertertauglichkeit mit den Sigma-Apo-Konvertern angeht, habe ich bisher (insbesondere im anglikanischen Sprachraum) recht positive Einschätzungen gelesen - immer unter dem Blickwinkel, dass ein Zoom mit der Anfangsöffnung 2,8 zu dem Preis nunmal keine Festbrennweitenleistung erbringen kann.

Was mich dann wieder zu folgender Frage führt: O.K., das Sigma ist bei Offenblende "weich" (und weich ist ein endlos dehnbarer Begriff....kommt vermutlich darauf an, welchen Vergleichsmaßstab man anlegt) - aber wie weich? Oder anders formuliert: wenn's eine Nachbearbeitung in der EBV leidlich korrigieren kann, ist es für meine Zwecke gut brauchbar.

Nahtlos daran anschließend: das Sigma 100 - 300 1:4 ist mir bei der Recherche auch schon mehrfach in Konkurrenz zum 120-300 untergekommen und seine Offenblendtauglichkeit wurde lobend erwähnt (den Preis erwähne ich jetzt auch mal lobend). Aber das bedeutet womöglich im Zweifelsfalle eben doch "nur" die eine entscheidende Blenden- bzw. Belichtungsstufe weniger. :kopfkratz: ...bin etwas ratlos.

Der bessere Kauf wäre da definitiv das 100-300 F4, das voll offenblendentauglich ist und auch mit einem 1,4x Konverter als 140-420 5.6 sinnvoll eingesetzt werden kann.
Tja - begehe ich jetzt einen Denkfehler, wenn ich behaupte, dass das Ganze im Hinblick auf das von mir auch verwendete Tamron 200-500 1:5 - 6,5 so in etwa ausgehen würde wie das Hornberger Schießen? (das Tamron ist -genügend Licht vorausgesetzt- übrigens ein mich auch im Hinblick auf das Preis-Leistungsverhältnis recht zufriedenstellendes Objektiv).

Argh...mir schwirrt der Kopf....

Ähm...wenn denn jemand von Euch eine Seite wüßte, bei der ich mal ein Foto mit dem Sigma bei Offenblende bestaunen könnte? Oder vielleicht gar selber eines hätte, das er unbearbeitet hier reinstellen würde, so kann er sich sicher sein, dass ihm mein Dank auf ewig nachschleichen würde....

LG, Karsten
 
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Moin Karsten,

ich werde mal gucken ob ich eins mit 2.8 finde.

Wenn es bis 320 mm reicht, gucke auch mal nach einem AF-S 80-200 mit 1.7 TC.
Ich die Kombi besser wie das Sigma.
Ich habe mein Sigma wieder verkauft, weil es immer mehr im Schrank blieb nachdem ich die 500er Festbrennweite habe.



Mit dem Sigma gemacht.

Gruß Frank
 
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Eines was noch gar nicht erwähnt wurde:

Egal ob 120-300 2.8, 100-300 4.0 oder 200-500 5-6.5 keines dieser Objektive liefert freihand oder von einem Wackelstativ aus -außer in der prallen Mitagssonne- wirklich brauchbare Ergebnisse. Ein Stativ samt Kopf für min. 500,- sollte schon vorhanden sein, oder gleich in die Investitionsüberlegungen eingerechnet werden.

Ich hab mal eine Vergleichsserie mit dem 120-300 bei verschiedenen Blenden geschossen, wenn ich die hier einstelle, kann ich vergessen das Objektiv hier im Forum zu verkaufen ...
 
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Abbildung des Sigma bei Blende 2,8 .
Stativ, JPG aus der Kamera, in der Kamera (D200) keine Schärfung oder Kontrasterhöhung u.s.w. .
Himmel weitestgehend bedeckt.

Erstes Bild Original (natürlich verkleinert)


Daraus ein Crop


Nach leichter EBV


Zumindest auf dem letzten Bild kann man durchaus etwas erkennen.

Wolfgang
 
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@ Frank und insbesondere @ Wolfgang: ein dickes Dankeschön!! Das hilft mir entschieden weiter! Und die Bilder sprechen in meinen Augen und für meinen Verwendungszweck durchaus für das Sigma. Insbesondere die Lichtverhältnisse bei der Ente treffen schon das, was ich bei den Wölfen häufig antreffe.

@ Stefan: kann es sein, dass Du die optische Leistung des Sigma an der Leistung z.B. eines 300/2,8 AF-S misst? Ohne Dich "überreden" zu wollen, Deine Bilder einzustellen: wenn Du die Ente ansiehst - decken sich diese Bilder mit Deiner Einschätzung?

Was die "Stativfrage" angeht: geht bei der Gehegewolffotografie nur sinnvoll, wenn ruhende Tiere portraitiert werden sollen - wenn da richtig Bewegung drin ist, wird das Objektiv direkt am Gehegezaun gegen den Zaun gehalten (optisches Auslöschen des Zaunes und Stabilisierung) und befindet sich auf einem Einbein (wenn überhaupt möglich). Da ich sinnvollerweise Belichtungszeiten von 1/500 oder kürzer erreichen muss, ist sowas selbst mit dem Tamron durchaus drin, ohne nur Verwackler zu produzieren - wenn ich denn auf die Verschlusszeiten komme (deswegen ja das ganze Thema).

Ich war zwischenzeitlich gedanklich schon soweit, über eine D300 nachzudenken und einfach die ISO-Einstellung gnadenlos hochzuziehen...

So - ich fürchte, ich muss mal leider ein bißchen weiterarbeiten :down:

LG, Karsten
 
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Hallo Karsten,

bedenke, das das 120-300 ein riesen Ding ist, unhandlich und schwer.
Bin mit dem 100-300 sehr zufrieden, da auch sehr handlich.
 
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Wenn Du Dir's gewohnt bist mit einem stabilen Stativ zu arbeiten kannst Du mit diesem Objektiv sehr,sehr glücklich werden (ich persönlich find's optisch unwesentlich schlechter als das 2.8 AF-S 80 - 200 Nikkor, vergrössere meine Bilder allerdings auch kaum zum Tapezieren ganzer Wände)
Wenn Du eher der Freihandshooter bist und gerne auf Trekking gehst wirst Du leiden ...

Ich selber schleppe das Teil öfters durch die afrikanische Steppe, weil's für mein Bedürfnis das ultimative Ding ist, und ich in der Dämmerung beim Wildlifeknipsen schon oft die 2.8 gelobpreiset habe und dabei einen VR / OS überhaupt nicht vermisst habe.Zudem meine ich schon, dass das <Weiche> auf ein erträgliches Mass korrigierbar ist .

gruss marc

Stefan , wie kommst Du auf die reellen 5.6 / 8 ???
 
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Hier mal ein Beispielbild was mit Objektiv möglich ist wenn man es leicht abblendet:

120-300/2,8 bei Blende 4,5:



Gruß
Matthias
 
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ich hatte das 120-300 zusammen mit der d100 und der d2h, ab blende 3,2 war ich wirklich mit der schärfe zufrieden ab 3,5 war es klasse. einzig der wirkliche lahme autofokus und die m.e. schlechtere verarbeitung zu den nikons ließen mich dies optik wirder verkaufen. die konvertertauglichkeit spreche ich der optik allerdings ab.
 
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ab blende 3,5 bin ich sehr zufrieden.w
was mich allerdings stört:
deutliche unschärfe mit und ohne stativ mit einem sigma 2x konverter
wie das imt dem 1,4 ist,weis ich leider nicht




woot?ich find den sehr schnell.ok abgesehen von back und frontfokus ganz ok
 
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Mit einem 2x Konverter mußt Du min. auf F5.6 also resultierend F11 runter um überhaupt irgendwas wie Schärfe hinzubekommen.
 
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Mal auf die Schnelle mit dem 2-fach Konverter von Sigma:
(Aufnahme mit Blende 2,8)



Und hier ein Crop


Ich will hier keine Reklame machen für das Objektiv. Es gibt ganz bestimmt bessere. Aber gar so schlecht - gerade mit Konverter -, wie hier z.T. dargestellt, scheint es mir nicht zu sein.
Knackpunkt ist allerdings der AF . Da hat die D200 mitunter Probleme. (Der AF funktioniert übrigens auch mit dem 2-fach Konverter.) Der AF der D3 bzw. D700 scheint da besser zu sein.

Wolfgang
 
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Nochmal ein ganz herzliches "Dankeschön" an Euch!

Mein vorläufiges Fazit: ich werde noch eine Woche "Bedenkzeit" ins Land ziehen lassen, aber die Tendenz ist relativ eindeutig - das Sigma wirds wohl werden. Unter dem Strich erscheint es mir für meinen Anwendungsfall das zu sein, was ich suchte, insbesondere auch im Hinblick auf das Preis-Leistungsverhältnis (und das 200-400 von Nikon ist derzeit einfach ausserhalb der Diskussion, obwohl ich es neu für 4.700 Euro bekommen könnte).

@ Wolfgang: die Fotos sind beeindruckend.....ich nehme mal an, dass das Sigma mit Konverter unter widrigeren Lichtverhältnissen schneller "abbauen" wird als Optiken, die das 4 - 8-fache des Sigma kosten....aber das ist dann auch O.K. Was den AF angeht, werde ich dann ja feststellen können, wie es sich an der D200 und der D2x schlägt...

Jedensfalls habt Ihr mir bei meiner Entscheidungsfindung sehr geholfen - Danke dafür (ist schon ein klasse Forum!).

Was Euch aber bitte nicht davon abhalten soll, weitere Beispiele zu posten...

LG, Karsten
 
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