Schnecke

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Hallo Alex,

es mag an der fortgeschrittenen Stunde liegen, aber ich habe die Schnecke erst auf den zweiten Blick entdeckt . Das Moosdedöns im Vordergrund hatte meinen Blick gefangen genommen. Aber dann, ja: hübsch, die zarten kleinen Fühler

Du hast ziemlich viel vom Vordergrund und ziemlich wenig von der Schnecke scharf. Die Schärfe ein bisschen weiter hinten Richtung Schnecke und Schneckenhaus hätte mir vielleicht besser gefallen. Mit dem 105er Micro (ich nehme an, das war es) wäre das sicher möglich.
 
Kommentar
Hallo Alex,

dem Kommentar von Anja schließe ich mich komplett an!
Prinzipiell machen sich Moossporen immer richtig klasse im Bild - aber hier sind sie wirklich zu dominant. Schnecken sind aber auch problematisch zu fotografieren. Möchte man sie schön freistellen, kämpft man damit, dass die Augen so weit auseinanderstehen und auch das Haus weit von der Schärfeebene entfernt ist. Oder man macht den ABM entsprechend klein, dann ist das ganze Gewusel im VG auch scharf - sieht auch nicht aus.
Ich denke, für Schnecken eignen sich eher "ruhige" Umgebungen, breite Blätter zum Beispiel - die lenken nicht so ab, selbst wenn sie scharf abgebildet werden...
Was die Situation hier angeht... wäre die Schnecke bis zu den Sporen vorgedrungen, hätte ich sie - falls möglich - von weiter unten und mit Offenbeldne fotografiert und den Fokus nur auf die Augen gelegt.
Wie das ausgesehen hätte, kann man ja nur prognostizieren

Viele Grüße
Quincy
 
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2. Versuch

Hallo Danke für die Tipps,
manchmal ist man vom eigenen Bild "betriebsblind". Ich stelle hier nochmal ein weiteres Schneckenbild rein. Auch hier würde mich interessieren, welche Verbesserungsvorschläge bestehen. Im übrigen ist es wirklich schwer die Schnecken zu fotografieren. Die Augen bewegen sich ständig und es ist reines Glück beide in die Schärfeebene zu bekommen.

 
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AW: 2. Versuch

Hallo,

Im übrigen ist es wirklich schwer die Schnecken zu fotografieren. Die Augen bewegen sich ständig und es ist reines Glück beide in die Schärfeebene zu bekommen.
Schnecken gehören IMO zu den wenigen Lebewesen, bei denen man das Augen-Fokus-Dogma nochmal hinterfragen sollte. Wer die Augen so weit vom Körper entfernt hat, hat es auch nicht verdient, dass man sie scharf darstellt .

Das Motiv ist super und auch Moose und (vor allem) Farne kann man IMO super in Szene setzen. Woran es dem Bild mangelt ist eine ausreichende Schärfentiefe. Mögliche Strategien:

  • Kleinere Brennweite verwenden. Okay, nun hast Du das 105er und das ist ein tolles Objektiv. Mit 60 oder weniger mm wäre die Schärfentiefe größer. Das Thema "Fluchtdistanz" kann man IMO bei derlei Getier vernachlässigen.
  • Kompromiss für die Fokuslage. Mit dem Fokus auf den Augen verschenkst Du viel Schärfentiefe zwischen Kamera und Augen und jenseits der Augen ist erstmal lange Zeit kein Motiv, bis irgend wann der Kopf kommst. Wenn Du gleich weiter Richtung Kopf fokussieren würdest, wäre der Körper schärfer und die Augen immer noch scharf.
  • Abblenden. Vorausgesetzt es soll kein A1-Print werden, würde ich bis zum Anschlag abblenden. Dein Objektiv kann das IMO bis zur Blende 45. Bei Web-Bildern ist da noch lange keine Beugung erkennbar.
  • Abstand. Motiv in "groß" ist schön, in "scharf" aber schöner. Ich denke, mit einem etwas kleineren Abbildungsmaßstab würde in diesem speziellen Fall das Gesamtbild gewinnen.
  • Schokoladenseite zeigen. Nicht in die Tiefe des Raums fotografieren, sonder eher seitlich.

Ciao
HaPe
 
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AW: 2. Versuch

Das Motiv ist super und auch Moose und (vor allem) Farne kann man IMO super in Szene setzen. Woran es dem Bild mangelt ist eine ausreichende Schärfentiefe.

Hm, ich fürchte, mit viel Schärfentiefe mutiert so ein Bild zur reinen Doku
Mit schwebt da ein Bild vor, das genau dies deutlich macht.
Ich weiß allerdings nicht, ob die das hier verlinken darf / soll, zumal es ja als schlechts Beispiel dienen würde...
Ich habe aber auch lange suchen müssen, um ein positives Beispiel zu finden. Das wiederum zeigt, viele Leute haben sich an den kleinen Häuslebauern versucht - und nur wenigen ist ein gutes Bild geglückt...

Ja, ich weiß, letztenendes ist ja Geschmacksache...

Viele Grüße
Quincy
 
Kommentar
Hallo,

zu viel Schärfentiefe ist auch nicht das Ziel. Das ist wohl wahr. Aber ich denke, bei diesem Abbildungsmaßstab gerät man selten in das Luxusproblem einer zu großen Schärfentiefe. Das wäre dann ein Indikation für Fokus-Stacking und ähnlichen Techniken. Ich denke, die Augen und wenigstens teilweise der Kopf sollten schon scharf sein. Ansonsten wandert die Aufmerksamkeit vom Hautmotiv weg auf das Beiwerk (siehe erstes Bild) und die Augen alleine taugen einfach nicht als Hauptmotiv (siehe zweites Bild).

Ciao
HaPe
 
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