Magni R, Hopper Dredger aus Esbjerg/Dänemark, Call Sign OWZO2
Saugbagger bei der Arbeit vor Langeoog. Er schüttet den im letzten Winter verlorengegangenen Strand wieder auf. Im Hintergrund ein Offshore Windpark.
@Capt. Forty Ich habe mir grade mal bei wikipedia einen Karte mit den Windparks angesehen. NW kommt wohl hin, das wird einer der Godewinds gewesen sein. Wenn das mal alles fertig ist, fangen die von vorne an bei 20 Jahren Betriebsdauer für eine Windmühle. Darf man die Windparks als Sportskipper queren? ich muss mir mal eine Seekarte anschauen.
Nach meiner Kenntnis darf man nur den Windpark Baltic 1, nördlich Darsser Ort in der Ostsee, tags bei guter Sicht und bis Windstärke 5 unter Einhaltung eines Mindestabstandes von ich glaube 100 m zu den Anlagen mit Sportbooten unter 20 m durchqueren. Aufstoppen, Ankern, Festmachen, Angeln usw. ist verboten. Für uns, die wir in den Windparks arbeiten, ist der Gedanke, daß dort Freizeitskipper umherfahren dürfen ein Albtraum - es gab schon Kollisionen zwischen Schiffen, die dort gearbeitet haben. Wenn da auch noch Sportboote ohne AIS rumfahren, kann das zu gefährlichen Situationen führen, denn die Schiffe, die dort regulär unterwegs sind, fahren oft rückwärts und jemand, der die Vorgänge in so einem Windpark nicht kennt, kann überhaupt nicht einschätzen, wer sich dort wohin und wie bewegt.
Wer mal sehen will, was dort in den Windparks passiert, kann mit einem Sportboot bis an die 500m-Grenze heranfahren bzw. bei Windparks im Bau bis zu 1000m und von dort aus mit Fernglas bzw. Tele ohne Gefährung zuschauen.
Deutsche Bucht außerhalb der Linie der Ostfriesischen Inseln würde ich niemals ohne AIS befahren. Uns hat dort mal ein Seenebel mit Sichtweiten unter 50m erwischt, der in keiner Vorhersage auch nur vage erwähnt war. Ist aber nicht mein Revier, ich chartere nur.
...klar gibt's den - musst du nur mal bei Schietwetter an Bord irgendein Schapp aufmachen - da sitzt er drin und schmeißt mit Zeug nach dir! Allerdings kriegt man ihn nur sehr selten so schön zu sehen, wie du
Ja, ich hatte Glück, zumal er mir noch die Kamera wegnehmen wollte. Ich hatte zufällig ein Päckchen
Schiffszwieback dabei, den hat er dann lieber genommen
...letztens hat er sich meine Kamera, die auf einem Sitz hinter mir in einem kuscheligen Nest aus meinem Pullover vermeintlich gut und sicher lag, geschnappt und mir vor die Füße geschmissen - zum Glück nix passiert, soweit das beim Check&Clean festgestellt werden konnte, den ich dann gleich nach meiner Rückkehr veranlasst hatte. Ich muss künftig noch besser achtgeben, denn der Klabautermann lauert ständig in irgendwelchen Ecken und schlägt in Momenten zu, in denen du es niemals erwartest, um seinen Schabernack zu treiben. Meine D50 hat er schon auf dem Gewissen - ist schon ca. 15 Jahre her, da flog sie auf einmal diagonal durch die Brücke - Kamera und Objektiv kaputt
Wie in'ner Großstadt: kaum hat die WINDEA JULES VERNE abgelegt und etwas Abstand zur Pier gewonnen, kommt ein kleiner Trawler angeflitzt und huscht in die "Parklücke"...
...schätze, der Fisch geht gleich unter Deck - der hat ja 'nen ziemlich hohen Freibord für seine Größe. Aber ich habe nicht wirklich Ahnung von Fischerei
Die Arbeitsplattform VICTOR - ausgestattet mit einem Container mit beidseitiger Wasserrutsche und Schlepper NAJA gehören auch zu dieser dänischen Flottille mit unbekanntem Ziel und Auftrag
Die laufenden Kosten wie Erhaltung und Liegeplatz sind zu hoch - sonst könnte so ein abgerockter Kahn nach seinem Dienstende
schon gut sein. (Bin aber z.Zt. auf einem anderen Trip.)
...diese Pseudo-Rabelos sind einfach lächerlich, wohingegen die Originale sehr elegant wirkt. Schätze so ein Teil ist ähnlich schwer zu handhaben, wie eine venezianische Gondel
Die Richard With, benannt nach dem Gründer der Hurtigrute. 1894 befuhr er mit seinem ersten Schiff Vesterålen
die legendäre Postschiffroute. Aufgenommen im Hafen von Honningsvåg, Insel Mageroya. 34 km nördlich des
Hafens befindet sich das Nordkap.
...ich sagte ja bereits "Nordsee-Kreuzfahrt" - nein, eine Crew musste bereits mit der JULES VERNE rausfahren, um dann sofort die Arbeit mit der Windkatze aufzunehmen, sobald das Wetter es zulässt, dass sie hier rauskommt. Das Vergnügen hier ein paar Tage auf der JULES VERNE "abzuhängen" ist nicht ganz so toll, wie es sich anhört: der Auslauf auf einem Arbeitsschiff ist sehr begrenzt - man kann nicht einfach so an Deck herumspazieren, es gibt nur wenige Bereiche, wo man einfach so hingehen kann. Ausserdem sind Sauna und Gym geschlossen (Corona-Schutzmaßnahme ). Da bleibt nur Fressen, Schlafen und Movies schauen bzw. ein Buch lesen. Das Internet ist schwach und oft unterbrochen, aber immerhin gibt es das - vor wenigen Jahren war das noch ganz anders...
Aber das Alles ist Jammern auf hohem Niveau - es geht uns schon recht gut hier und wir werden ja auch dafür bezahlt
Wir sind ja für 24h-Service gechartert und deshalb will der Kunde immer eine "frische" Crew im Windpark haben. Wenn die Windcat rausfährt, hat die Crew ja schon zweieinhalb Stunden "auf der Uhr" und auch die zweite Crew, die "off duty" mitfährt, kann das nicht als Ruhezeit verbuchen. Wir haben das in der Vergangenheit zwar meistens so gehandhabt, aber wie überall werden die Regeln und auch die Kontrollen strenger.
Wieviel die Windkatze bzw. die Mannschaft abkann, ist hier gar nicht so sehr die Frage - es geht darum, bis zu welcher Wellenhöhe wir sichere Transfers absolvieren können. Da ist je nach Charakteristik und Richtung der Wellen bei 2,20 - 2,60 m Schluss.
Die Welle ist nur mittelbar von der Windstärke abhängig. Es kann selbst bei 2-3 Bft noch so viel Swell stehen oder von woanders her anrollen, dass wir nicht versetzen können.
Ich wusste das du alles erkennst
Foto entstand bei der Überfahrt Rügen Bornholm.
Früher befand sich auf der Strecke ein hoher Mast. Immer das Zeichen für mich, das die Hälfte der Strecke zurückgelegt wurde.
Den hat man offenbar entfernt. Heute umschifft man den Propellerpark. Über 100 habe ich gezählt.
Schon ein Wahnsinn was da noch alles kommen mag wenn jegliche freien Flächen "bepflanzt" werden sollen.
Ja früher stand da nur der Messmast allein auf weiter Flur. Ab 2016 wurde der Wikinger Windpark mit 70 Anlagen und 2018 der Arkona Windpark mit 60 Anlagen gebaut. Jetzt gerade geht es nördlich von Rügen weiter, also ein Stück westlich vom Wikinger. Der Messmast, der am Südrand vom Arkona Windpark stand, wurde 2019 abgebaut, der Sockel davon steht aber meines Wissens noch.
Hier in der Nordsee gibt es aber bereits ein Vielfaches an Windkraftanlagen im Vergleich zur Ostsee und es sollen auch noch sehr viel mehr werden. Irgendwo muss die viele Energie ja herkommen, die unser immer größerer Energiehunger benötigt . Schön ist das Alles nicht, aber vielleicht findet die Menschheit künftig bessere Lösungen, mit denen wir nicht so sehr unsere Landschaften und Meere verschandeln.
Lange bevor die Windparks gebaut wurden, hat man auf Nord- und Ostsee zu Forschungszwecken solche Masten errichtet, um umfangreiche Daten über Wetter und Meeresströmungen bis hin zu Meeressäugetieren zu erfassen. Teilweise sind die noch in Betrieb, z.T. wurden sie durch entsprechende Systeme in den Windparks überflüssig.
Der "Hochbungalow" ist die sog. OSS (Offshore Substation) - die gibt es in jedem Windpark, weil dort die Kabel der einzelnen Anlagen eines Windparks zusammenlaufen. Dort wird der Strom transformiert und per Seekabel zum Land geschickt. Ausserdem befindet sich dort natürlich auch die gesamte Steuerungs- und Überwachungstechnik für den Windpark. Diese Stationen sind i.d.R. nicht ständig besetzt und werden nur für Wartungs- und Reparaturarbeiten besucht.
Wer mal sehen will, was dort in den Windparks passiert, kann mit einem Sportboot bis an die 500m-Grenze heranfahren bzw. bei Windparks im Bau bis zu 1000m und von dort aus mit Fernglas bzw. Tele ohne Gefährung zuschauen.
https://t1p.de/ixe6o
Deutsche Bucht außerhalb der Linie der Ostfriesischen Inseln würde ich niemals ohne AIS befahren. Uns hat dort mal ein Seenebel mit Sichtweiten unter 50m erwischt, der in keiner Vorhersage auch nur vage erwähnt war. Ist aber nicht mein Revier, ich chartere nur.