Mitmachthema Schiffe - Boote - alles was schwimmt!


Magni R, Hopper Dredger aus Esbjerg/Dänemark, Call Sign OWZO2
Saugbagger bei der Arbeit vor Langeoog. Er schüttet den im letzten Winter verlorengegangenen Strand wieder auf. Im Hintergrund ein Offshore Windpark.
 
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Capt. Forty kommentierte
...von Langeoog aus in nordwestlicher Richtung liegt der Windpark Goodewind (I, II, III) - war dort 2016 in der Bauphase von Teil I u. II
 
B
Brunke kommentierte
@Capt. Forty Ich habe mir grade mal bei wikipedia einen Karte mit den Windparks angesehen. NW kommt wohl hin, das wird einer der Godewinds gewesen sein. Wenn das mal alles fertig ist, fangen die von vorne an bei 20 Jahren Betriebsdauer für eine Windmühle. Darf man die Windparks als Sportskipper queren? ich muss mir mal eine Seekarte anschauen.
 
Capt. Forty kommentierte
Nach meiner Kenntnis darf man nur den Windpark Baltic 1, nördlich Darsser Ort in der Ostsee, tags bei guter Sicht und bis Windstärke 5 unter Einhaltung eines Mindestabstandes von ich glaube 100 m zu den Anlagen mit Sportbooten unter 20 m durchqueren. Aufstoppen, Ankern, Festmachen, Angeln usw. ist verboten. Für uns, die wir in den Windparks arbeiten, ist der Gedanke, daß dort Freizeitskipper umherfahren dürfen ein Albtraum - es gab schon Kollisionen zwischen Schiffen, die dort gearbeitet haben. Wenn da auch noch Sportboote ohne AIS rumfahren, kann das zu gefährlichen Situationen führen, denn die Schiffe, die dort regulär unterwegs sind, fahren oft rückwärts und jemand, der die Vorgänge in so einem Windpark nicht kennt, kann überhaupt nicht einschätzen, wer sich dort wohin und wie bewegt.
Wer mal sehen will, was dort in den Windparks passiert, kann mit einem Sportboot bis an die 500m-Grenze heranfahren bzw. bei Windparks im Bau bis zu 1000m und von dort aus mit Fernglas bzw. Tele ohne Gefährung zuschauen.
 
B
Brunke kommentierte
Das habe ich mir gedacht und ist sicher richtig. Wenn die Parks mal alle fertig sind, ist da kaum noch ein Durchkommen. Hier eine Karte bei wikipedia

https://t1p.de/ixe6o

Deutsche Bucht außerhalb der Linie der Ostfriesischen Inseln würde ich niemals ohne AIS befahren. Uns hat dort mal ein Seenebel mit Sichtweiten unter 50m erwischt, der in keiner Vorhersage auch nur vage erwähnt war. Ist aber nicht mein Revier, ich chartere nur.
 
Reaktionen: Kay
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Es gibt ihn doch - Klabautermann

 
3 Kommentare
Capt. Forty kommentierte
...klar gibt's den - musst du nur mal bei Schietwetter an Bord irgendein Schapp aufmachen - da sitzt er drin und schmeißt mit Zeug nach dir! Allerdings kriegt man ihn nur sehr selten so schön zu sehen, wie du
 
Fiete49 kommentierte

Ja, ich hatte Glück, zumal er mir noch die Kamera wegnehmen wollte. Ich hatte zufällig ein Päckchen
Schiffszwieback dabei, den hat er dann lieber genommen
 
Capt. Forty kommentierte
...letztens hat er sich meine Kamera, die auf einem Sitz hinter mir in einem kuscheligen Nest aus meinem Pullover vermeintlich gut und sicher lag, geschnappt und mir vor die Füße geschmissen - zum Glück nix passiert, soweit das beim Check&Clean festgestellt werden konnte, den ich dann gleich nach meiner Rückkehr veranlasst hatte. Ich muss künftig noch besser achtgeben, denn der Klabautermann lauert ständig in irgendwelchen Ecken und schlägt in Momenten zu, in denen du es niemals erwartest, um seinen Schabernack zu treiben. Meine D50 hat er schon auf dem Gewissen - ist schon ca. 15 Jahre her, da flog sie auf einmal diagonal durch die Brücke - Kamera und Objektiv kaputt
 
Reaktionen: Kay
...der holländische Trawler UK-153 LUB SENIOR lag schon auf der Lauer, als die Leinen der JULES VERNE noch nicht einmal los waren


 
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Kay kommentierte
Diese Bauart gibt mir Rätsel: Ziehen die nur die Netze und andere bergen den Fisch? Da ist doch so gut wie gar kein Platz an Deck?
 
Capt. Forty kommentierte
Kay
...schätze, der Fisch geht gleich unter Deck - der hat ja 'nen ziemlich hohen Freibord für seine Größe. Aber ich habe nicht wirklich Ahnung von Fischerei
 
Das dänische Bergungsschiff VINA Bj. 1979 und das ebenfalls dänische Mehrzweck-Arbeitsschiff MARCOS, Bj. 1974...



 
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Kay kommentierte
Also:
An Deinem Beruf steht mir ein Urteil nicht zu, aber ob mir diese Gegend wirklich so sehr gefallen könnte,
müßte ich vor Ort prüfen ...
 
Capt. Forty kommentierte
Kay
...hübsch hässlich ist es hier, hätte Heinz Rühmann gesagt

Ich sage, es ist hier so hässlich, dass es schon wieder irgendwie schön ist.
 
Die Arbeitsplattform VICTOR - ausgestattet mit einem Container mit beidseitiger Wasserrutsche und Schlepper NAJA gehören auch zu dieser dänischen Flottille mit unbekanntem Ziel und Auftrag



 
2 Kommentare
B
Brunke kommentierte
Goldschürfer!
 
Capt. Forty kommentierte
...ja das war auch mein erster Gedanke
 
Offshore Service Operation Vessel ESVAGT ALBERT BETZ



Baujahr: 2019
Länge: 58,5 m
Breite: 16,6 m
Vermessung: 2789 GT
Flagge: Dänemark

...eine kleine Schwester von ESVAGT FROUDE und ESVAGT DANA, die ich früher schon verschiedentlich gezeigt habe​
 
3 Kommentare
S
Sörensen kommentierte
Boah, in Rot sind se auch nicht hübscher.

Grüße, Sörensen
 
Kay kommentierte

Die laufenden Kosten wie Erhaltung und Liegeplatz sind zu hoch - sonst könnte so ein abgerockter Kahn nach seinem Dienstende
schon gut sein. (Bin aber z.Zt. auf einem anderen Trip.)
 
B
Brunke kommentierte
Da kann mal ne Welle kommen. Ein maritimer Geländewagen.
 
Den Rabelos nachgeahmte Touristenboote auf dem Douro in Porto



Und ein restauriertes historisches Rabelo. Mit den Rabelos wurden früher die Portweinfässer auf dem Douro transportiert

 
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Capt. Forty kommentierte
...diese Pseudo-Rabelos sind einfach lächerlich, wohingegen die Originale sehr elegant wirkt. Schätze so ein Teil ist ähnlich schwer zu handhaben, wie eine venezianische Gondel
 
waxman kommentierte
Na ja, es ist halt ein optischer Gag für die Touries!
 
Die Richard With, benannt nach dem Gründer der Hurtigrute. 1894 befuhr er mit seinem ersten Schiff Vesterålen
die legendäre Postschiffroute. Aufgenommen im Hafen von Honningsvåg, Insel Mageroya. 34 km nördlich des
Hafens befindet sich das Nordkap.

 
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Die JULES VERNE verlässt den Beatrixhaven von Eemshaven...



...ganz hinten rechts "meine Windkatze", die mit der Day-Crew erst in ein paar Tagen nachkommen wird, wenn sich das Wetter gebessert hat.​
 
Capt. Forty kommentierte
Kay
...ich sagte ja bereits "Nordsee-Kreuzfahrt" - nein, eine Crew musste bereits mit der JULES VERNE rausfahren, um dann sofort die Arbeit mit der Windkatze aufzunehmen, sobald das Wetter es zulässt, dass sie hier rauskommt. Das Vergnügen hier ein paar Tage auf der JULES VERNE "abzuhängen" ist nicht ganz so toll, wie es sich anhört: der Auslauf auf einem Arbeitsschiff ist sehr begrenzt - man kann nicht einfach so an Deck herumspazieren, es gibt nur wenige Bereiche, wo man einfach so hingehen kann. Ausserdem sind Sauna und Gym geschlossen (Corona-Schutzmaßnahme ). Da bleibt nur Fressen, Schlafen und Movies schauen bzw. ein Buch lesen. Das Internet ist schwach und oft unterbrochen, aber immerhin gibt es das - vor wenigen Jahren war das noch ganz anders...
Aber das Alles ist Jammern auf hohem Niveau - es geht uns schon recht gut hier und wir werden ja auch dafür bezahlt
 
Kay kommentierte

Und warum kannst Du nicht an Land bleiben, bis Deine Windkatze wieder fährt?
Wieviele Windstärken kann die Windkatze denn ab (oder die Mannschaft) ?
 
Capt. Forty kommentierte
Wir sind ja für 24h-Service gechartert und deshalb will der Kunde immer eine "frische" Crew im Windpark haben. Wenn die Windcat rausfährt, hat die Crew ja schon zweieinhalb Stunden "auf der Uhr" und auch die zweite Crew, die "off duty" mitfährt, kann das nicht als Ruhezeit verbuchen. Wir haben das in der Vergangenheit zwar meistens so gehandhabt, aber wie überall werden die Regeln und auch die Kontrollen strenger.
Wieviel die Windkatze bzw. die Mannschaft abkann, ist hier gar nicht so sehr die Frage - es geht darum, bis zu welcher Wellenhöhe wir sichere Transfers absolvieren können. Da ist je nach Charakteristik und Richtung der Wellen bei 2,20 - 2,60 m Schluss.
 
Kay kommentierte
Capt. Forty kommentierte
Kay
Die Welle ist nur mittelbar von der Windstärke abhängig. Es kann selbst bei 2-3 Bft noch so viel Swell stehen oder von woanders her anrollen, dass wir nicht versetzen können.
 
5 Kommentare
Capt. Forty kommentierte
...soso, da warst du also am 4. Juli beim Arkona Windpark

Die Perspektive ist interessant, denn man sieht vom Arkona Windpark nur eine Anlage und die OSS, der Rest dahinter ist der Wikinger Windpark
 
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Ich wusste das du alles erkennst
Foto entstand bei der Überfahrt Rügen Bornholm.
Früher befand sich auf der Strecke ein hoher Mast. Immer das Zeichen für mich, das die Hälfte der Strecke zurückgelegt wurde.
Den hat man offenbar entfernt. Heute umschifft man den Propellerpark. Über 100 habe ich gezählt.
Schon ein Wahnsinn was da noch alles kommen mag wenn jegliche freien Flächen "bepflanzt" werden sollen.
 
Capt. Forty kommentierte
Ja früher stand da nur der Messmast allein auf weiter Flur. Ab 2016 wurde der Wikinger Windpark mit 70 Anlagen und 2018 der Arkona Windpark mit 60 Anlagen gebaut. Jetzt gerade geht es nördlich von Rügen weiter, also ein Stück westlich vom Wikinger. Der Messmast, der am Südrand vom Arkona Windpark stand, wurde 2019 abgebaut, der Sockel davon steht aber meines Wissens noch.
Hier in der Nordsee gibt es aber bereits ein Vielfaches an Windkraftanlagen im Vergleich zur Ostsee und es sollen auch noch sehr viel mehr werden. Irgendwo muss die viele Energie ja herkommen, die unser immer größerer Energiehunger benötigt . Schön ist das Alles nicht, aber vielleicht findet die Menschheit künftig bessere Lösungen, mit denen wir nicht so sehr unsere Landschaften und Meere verschandeln.
 
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Messmast... welche Funktion hatte er?
Und, was machen die dort im Hochbungalow? Ist der immer besetzt? Oder nur bei Wartung?
 
Capt. Forty kommentierte
Lange bevor die Windparks gebaut wurden, hat man auf Nord- und Ostsee zu Forschungszwecken solche Masten errichtet, um umfangreiche Daten über Wetter und Meeresströmungen bis hin zu Meeressäugetieren zu erfassen. Teilweise sind die noch in Betrieb, z.T. wurden sie durch entsprechende Systeme in den Windparks überflüssig.
Der "Hochbungalow" ist die sog. OSS (Offshore Substation) - die gibt es in jedem Windpark, weil dort die Kabel der einzelnen Anlagen eines Windparks zusammenlaufen. Dort wird der Strom transformiert und per Seekabel zum Land geschickt. Ausserdem befindet sich dort natürlich auch die gesamte Steuerungs- und Überwachungstechnik für den Windpark. Diese Stationen sind i.d.R. nicht ständig besetzt und werden nur für Wartungs- und Reparaturarbeiten besucht.
 
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