Ein bekannter Besucher war der Asiatische Paradiesschnäpper, den wir schon vom Sattal Studio kennen. Aber Moment mal, war der da nicht bis auf die Kopfhaube komplett weiß?
Bei dieser Art ist die Farbgebung in der Tat interessant: Alle Weibchen, aber auch jüngere Männchen, sehen aus wie hier. Bei älteren Männchen weicht das Braun allmählich, allerdings auch nicht immer. Manchmal bleibt das Federkleid auch braun-weiß gescheckt.
Gaaanz, gaaanz vorsichtig näherten sich diese Sambar-Hirsche. Beim Trinken ist die Gefahr, von einem Tiger überrascht zu werden, natürlich besonders groß. Entsprechend groß war ihr Stress, der den beiden deutlich anzusehen war.
Auch hier war permanentes Sichern angesagt. Gleichzeitig zu trinken kann tödlich sein.
... und beschloß dann, sich wieder seiner Lieblingstätigkeit zu widmen: dem Schlafen.
Tiger sind hauptsächlich nachtaktive Jäger. Am Tag ziehen sie zwar dann und wann auch durch die Gegend, hauptsächlich aber liegen sie irgendwo herum und schlafen.
Spaßig waren morgens wie nachmittags die Warteschlangen an den Eingängen zu den verschiedenen Zonen des Tiger Reserve. 5:45 bzw. 15:30 Uhr – vorher kam da keiner rein, und die Park Ranger waren SEHR pingelig. Es ging quasi immer auf die Sekunde genau los.
In der Bildmitte sieht man die Nobelversion, die speziellen Nobeljeeps einer Nobelunterkunft, mit vorne angebrachtem ausklappbaren Campingtisch. (Es gibt im Park gesicherte Bereiche, in denen man picknicken kann.)
An diesem Nachmittag gab es für mich keine Tiger zu sehen, dafür aber wieder eine ganze Reihe von interessanten Vögeln.
Der eher krähenartig aussehende Heckenkuckuck ist mit 48 Zentimetern einer der größten Kuckucke. Er ist ein schlechter Flieger und somit meist am Boden zu finden.
Bis zu 35 Zentimeter lang, ist der Blaubartspint sogar der größte aller Bienenfresser. Im Unterschied zu den überall im Park herumsitzenden und -fliegenden Smaragdspinten habe ich ihn nur ein einziges Mal gesehen.
Der Pagodenstar ist ein weiteres Mitglied der Starenfamilie der Mainas. Anders als die meisten dieser Arten trifft man ihn aber hauptsächlich in Paaren oder nur kleinen Gruppen an.
In einem anderen Baum sah ich einen alten Bekannten, der schlechte Erinnerungen wachrief: den Kupferschmied-Barbet.
Diesen Barbet „durften“ meine Frau und ich schon auf Sumatra erleben. Sein Ruf ist laut und klingt fast so, als ob man mit einem Hämmerchen auf ein Kupferrohr schlägt, also ein durchdringendes „Ping“. Das machte er auf Sumatra am Morgen mehr als eine Stunde lang in Abständen von wenigen Sekunden. Nervtötend!