Bleiben wir noch bei den Störchen, die an diesem Tag zahlreich vertreten waren: Dieser hier ist ein Asien-Wollhalsstorch. Mit etwa 85 Zentimetern ist er nochmals ein ganzes Stück kleiner.
Der Indiengeier steht auf der Liste der gefährdeten Vogelarten leider noch weiter oben als der Sundamarabu. Wie viele andere Geier leidet auch er unter zunehmenden Einschränkungen seines Lebensraums sowie einem Mangel an Sympathie seitens seiner menschlichen Kontrahenten.
Manchmal kann man die Vogelfotografie sogar mit der Landschaftsfotografie verbinden, wie bei diesem (Such-)Bild eines Pfaus. Pfauen gab es hier übrigens in großer Zahl.
An diesem Tag hatten wir außerdem derart viele weitere Tierbegegnungen, dass ich mir den diesbezüglichen Bericht für morgen aufhebe.
Gaurs sind die größten Rinder weltweit. Ein Gaur-Bulle kann über eine Tonne wiegen. Selbst Tiger können erwachsenen Tieren kaum gefährlich werden. Der Mensch dagegen schafft das spielend: Auch diese meist frei lebenden Tiere sind wegen stetig schrumpfender Lebensräume bereits in ihrem Bestand gefährdet.
Axishirsche sind dagegen in Indien weitverbreitet. Hier im Reserve heißen sie auf Englisch auch „Tiger Food“.
Für die Naturführer im Park, die ihre Rolle hauptsächlich darin zu sehen scheinen, Tiger für die Touristen aufzuspüren, sind diese Tiere essentiell: Ihre lauten Warnschreie weisen die Richtung, in der Tiger zu finden sind.
Der Nachmittag brachte endlich auch die erste wirkliche Begegnung mit einem Tiger, einem ausgewachsenen Männchen. Er kam langsam aus einem Graben heraus, ...
Danach ging er gemächlich zur anderen Seite hinüber, wo er im Dickicht verschwand. Die verdreckte rechte Seite deutet darauf hin, dass er eine Weile im Matsch gelegen hatte.