Mitten im Atlantik: Urlaub auf den Azoren

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Chriss64

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Nach 2006 (Insel Pico) hat es uns Anfang September wieder einmal auf die Azoren verschlagen. Diesmal haben wir uns die Insel Flores, Faial und Sao Miguel vorgenommen.

Auch diesmal waren wir von diesem Archipel sehr begeistert, auch wenn die "Wetterküche Europas" uns eine sehr abwechslungsreiche Speisekarte geboten hat

Ich werde hier nach und nach ein paar Eindrücke von unserem zweiwöchigen Insel-Hopping zeigen. Und ich fange mal am Ende an ...

1.) Abendstimmung in Vila Franca do Campo (Sao Miguel)

 
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Nur ein Bild wäre ja doof
Also, weiter geht's:

Unsere erste Insel war Flores. Ausgangspunkt für unsere Erkundungen war das kleine, beschauliche Dorf Faja Grande, gerne auch die "westlichste Siedlung Europas" genannt.

Die Azoren werden ja oft die "grünen Perlen im Atlantik" genannt, dem besonders Flores entspricht:

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Zum Einstieg wollten wir eine kleine Wanderung machen und haben uns für den 4-km-Weg Faja de Logo Vaz entschieden.

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Wenn wir allerdings gewusst hätten, dass 4 km bedeutet: 2 km steilst bergab und 2 km wieder steil bergauf, hätten wir dem Kreuz am Anfang des Weges sicher mehr Beachtung geschenkt:

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Der Weg führte zu einem einsamen Strand (wen wunderst, dass einsam ), an dem leider keine Abkühlung wartete, da vom Baden wegen der gefährlichen Strömung hier abgeraten wird.

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Langsam geht´s weiter (viele Arbeit und steifer Hals bremsen leider etwas)!

Von allen vier Inseln, die wir jetzt kennen, hat uns das Hochland der Insel Flores am besten gefallen.
Hier scheint die Natur sich am meisten "durchgesetzt" zu haben: Vielfältige Vegetation, unglaublich dichte Bemoosung - und man muss es sich eigentlich nur gelegentlich mit ein paar Kühen teilen:

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Allerdings schlägt das Wetter im Hochland auch noch viel schneller um als an den Küsten und dichte Nebelbänke sind häufig anzutreffen:

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Im Hochland gibt es viele Kraterseen. Die schönsten sind Lagoa Comprida (rechts) und Lagoa Funda (links):

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Am letzten Spätnachmittag haben wir eine Regenpause genutzt und sind einen kurzen Weg zu einem herrlich gelegenen See gelaufen.
Der Weg ist (wie eigentlich alle auf den Azoren) steil, führt aber durch wunderbaren alten Wald:

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Der Weg endet beim Poco da Alagoinha, den wir kurzerhand zu unserem Lieblingsplatz auf Flores erklärt haben:

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Nachdem einige Wanderpläne buchstäblich ins Wasser gefallen waren, hatten wir nach 4 Tagen auf Flores den Eindruck, alles gesehen zu haben.

Unser nächstes Ziel hieß dann: Insel Faial​
 
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Bei Faial fallen uns vor allen drei Dinge ein: Sichtbare Naturgewalt, Baumfarne und die immer imposanten Ausblicke auf den Vulkan Pico auf der gleichnamigen Nachbarinsel.

Caldeira von Faial hat einen Durchmesser von 1,5 - 2 Km und der Krater ist rund 400 m tief. Man kann ihn in einer zweistündigen Wanderung umrunden:

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Ponte dos Capelinhos (mit Resten des alten Leuchtturms, der beim Ausbruch vor über 50 Jahren stark beschädigt und dann aufgegeben wurde.)

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Über den Vulkanismus in der ganzen Welt im Allgemeinen und auf den Azoren im Besonderen informiert dort ein Museum, das, um die Szenerie nicht zu stören, unterirdisch angelegt wurde:

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Die Blicke auf den Vulkan Pico auf der gleichnamigen Nachbarinsel sind oftmals atemberaubend, auch wenn er meist nicht ganz frei zu sehen ist.
Der Pico ist 2351 m hoch und der zweithöchste Berg Portugals.

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1998 gab es auf Faial ein starkes Erdbeben. Spuren davon sieht man auch heute noch auf der ganzen Insel.

21.) Leuchtturm Farol da Ribeirinha (von weiten sieht er noch recht gut aus):



22.) Von nahem zeigt sich das Ausmaß der Zerstörung:



23.) Kirche von Pedro Miguel:



24.) Hier wirkten Kräfte:



25.) Auch Privathäuser wurden einfach aufgegeben statt abgerissen:

 
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Blick auf Horta vom Monte da Guia:

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Die Kaimauern von Horta, die bekannt dafür sind, dass sie von den Seglern aus aller Welt bemalt werden:

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Bei manchen "Gemälden" kommt man ins Überlegen, welche Geschichten wohl dahinter stecken:

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Baumfarne sind sehr präsent auf Faial. Uns haben sie in Neuseeland schon so sehr gefallen und uns über die Präsenz immer wieder gefreut.

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Wir verabschieden uns von Faial und ziehen weiter nach Sao Miguel.​
 
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Sao Miguel, die größte Azoren-Insel, kommt uns landschaftlich "kultivierter" vor als die bisher bereisten Inseln:

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Wer über Azoren spricht, kommt ums Wetter nicht herum
An Sonnenschein im fast minütlichen Wechsel zu sintflutartigen Regenfällen hatten wir uns ja mittlerweile fast gewöhnt:

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Auf Sao Miguel kam dazu noch teils recht hartnäckiger Nebel und Sturm (dazu später mehr).

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Kommentar
Als wir auf Sao Miguel waren, hatte sich ein vom amerikanischen Kontinent kommender Tropensturm auf dem Weg zum europäischen Festland
dort wohl sehr wohl gefühlt und hat zwei volle Tage das Meer ganz schön aufgepeitscht.

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Selbst unter den Einheimischen war es etwas nicht Alltägliches:

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So einen Sturm am Meer haben wir auch noch nie erlebt. Es war faszinierend, v.a. wenn einmal ein paar Sonnenstrahlen die Farben des Meeres zum Leuchten brachten.
Und es hat uns viel Speicherplatz gekostet

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Und wenn einmal die Sonne sich durchgekämpft hat, war die nächste Wolkenfront nicht weit:

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Welche Temperaturen habt Ihr gehabt und wann war das ?

Wir waren die ersten beiden September-Wochen dort. Temperaturen reichten von 15 Grad (im nebeligen Hochland und nach Regengüssen) bis zu rund 25 Grad, wenn die Sonne raus kam. Dann wurde es aber auch schnell ziemlich schwül.

Als wir das erste Mal dort waren (das war damals Juni) hatten wir außer den wohl obligatorischen Nebelschwaden im Hochland eine Woche nur Sonnenschein und angenehme Temperaturen.

Und danke fürs Kompliment
 
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Hallo Christiana,

vielen Dank für die schönen Einblicke und Ausblicke und Deine Infos über die Azoren. Du hast mir echt "Appetit" gemacht, selber dort auch einmal den Urlaub zu verbringen.
 
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Wunderschöne Eindrücke, Chriss...irgendwie ist mir der Thread nicht mehr im Sinne geblieben. Umso mehr habe ich dafür nun die Bilder genossen. Ja die Azoren, die würde ich auch gerne einmal besuchen ... :up::up::up:
 
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