Makro-Objektiv Abbildungsmaßstab

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MeyerTo

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Hallo,
die neueren Nikon 105er- und 60er-Makros haben einen Abbildungsmaßstab von 1:1, bezogen auf FollVormat. Wie schaut es denn da bei bei den kleineren, halb so großen Sensorflächen wie der D200 aus? Ist er da 1,5 zu 1? Oder ... noch mehr?

Besten Dank für die Aufmerksamkeit.
 
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Diese rechnerei ist aber wiedersinnig. Der Abbildungsmaßstab bleibt auch bei APS-C 1:1.
 
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Besten Dank für die Aufmerksamkeit.

Gerne geschah's.

Abbildungsmaßstab 1:1 bedeutet, dass ein fotografiertes Objektiv genau in seiner originalen Größe auf den Film/Sensor projiziert wird. Also ein 10mm großes Objekt erzeugt auf dem Film/Sensor ein 10mm großes Abbild, egal wie groß der Sensor ist.

Der kleine, aber feine Unterschied ist, dass beim Film/FX Format die ganze Fläche knapp 24x36mm groß ist, bei DX aber nur ca. 16x24mm. Das 10mm große Objekt wird damit auf einer 12 Magapixel großen Datei aus der D300 ca. 1.5x so groß abgebildet sein, als auf einer 12 Megapixel großen Datei aus der D3. Wenn du also wissen möchtest, welchen Abbildungsmaßstab du für die formatfüllende Abbildung eines bestimmten Objektis brauchst, musst du nicht nur die Daten des Objektives, sondern auch das Aufnahmeformat der Kamera wissen.
 
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Äh, nee. Der Abbildungsmaßstab ist eine rein geometrische Größe, da haben Pixel (oder ISO/ASA/DIN) nichts verloren. 1:1 ist immer 1:1, egal wie die Qualität später aussehen wird.

Gruß
Christian
 
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Aha, ich versuche mir das bildlich vorzustellen: wenn ich die Centmünze fotografiere, dann wird diese 1:1 auf dem Film/Sensor wiedergegeben. Das ist mir noch bekannt. Der Pfennig in 1:1 war dünnemals auf dem (KB-)Dia immer gleichgroß wie das Original. Was mir jetzt aber eben Schwierigkeiten machte, war, dass dieselbe Münze auf dem APS-Chip viel "formatfüllender", also so 1,5 mal formatfüllender daherkommt. Und daher dachte ich ...
Also aufnahmeformatunabhängig - verstanden. Bei Mittelformat wäre ein 1:1-Makroobjektiv also eher unspektakulär ...

Danke!!
 
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Kein Problem. Für jene, die nicht so gerne lesen, kann man es auch in Bildern erklären.



Die 12 Megapixel habe ich als Beispiel verwendet, weil es das praktischerweise sowohl in FX, als auch in DX gibt. Gilt aber natürlich für jede Auflösung.

Bei Mittelformat wäre ein 1:1-Makroobjektiv also eher unspektakulär ...

Exakt. Die Wirkung eines 1:1 Makros wird immer geringer, je größer das Format wird. Oder anders gesagt, bei 6x7 (etwa 55x69mm) bräuchtest du schon 3:1 um ein Objekt formatfüllend abzubilden, für welches in DX 1:1 reichen würde. An anderen Ende der Skala erzielen manche Coolpixmodelle fantastische Makroleistungen, weil sie mit ihren kleinen Chips schon bei Abbildungsmaßstäben von 1:5 bis 1:2 Insektenporträts ermöglichen.
 
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...Die Wirkung eines 1:1 Makros wird immer geringer, je größer das Format wird. Oder anders gesagt, bei 6x7 (etwa 55x69mm) bräuchtest du schon 3:1 um ein Objekt formatfüllend abzubilden, für welches in DX 1:1 reichen würde.
Alles schön und gut. Der Abbildungsmaßstab ist aber ausschließlich das rein mathematische Verhältnis von Bildgröße zu Gegenstandsgröße. Ganz unabhängig davon, welche Film- oder Sensorgröße dahintersteckt. Natürlich paßt auf ein 6x7-Format eine ganze Vogelspinne im Maßstab 1:1, während das bei einer kleinen Taschen-Digicam nur noch mit einer halben Ameise funktioniert. Trotzdem ist der Maßstab bei beiden 1:1.

Gruß
Christian
 
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Aber dein Beispiel zeigt doch eindeutig, dass das Insekt im Ausgangs-Bild (mit den roten Umrandungen) die gleiche Grösse hat, nur dass auf dem FX Format mehr drumherum mit drauf kommt! Erst bei der Ausgabe (wenn wir mal die gleiche Ausgabegrösse von FX- und DX-Format zugrunde legen) wird dann das Insekt im DX Format grösser wiedergegeben, wie bei einer Ausschnittvergrösserung! Auf dem Film/Sensor jedoch hat es die gleiche Grösse wie bei FX! Also: 1:1 bleibt 1:1, egal welches Aufnahmeformat!

Zusatz: Die Wirkung wird geringer, da geb ich dir Recht. Aber es bleibt beim gleichen Abbildungsmaßstab des Objektes. Eine 10mm Münze bei 1:1 ist sowohl auf DX, FX oder Mittelformat 10mm groß, lediglich vom Umfeld kommt mit größerem Format mehr mit aufs Bild!
 
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Aber dein Beispiel zeigt doch eindeutig, dass das Insekt im Ausgangs-Bild (mit den roten Umrandungen) die gleiche Grösse hat, nur dass auf dem FX Format mehr drumherum mit drauf kommt!

Ich möchte meine Pixel aber nicht in das "Drumherum" investieren - 1:1 hin oder her, mich interessiert doch, was am Schluss raus kommt. Deshalb wäre für mich ein FX Sensor nicht die bessere Wahl, wenn ich mein Makro maximal ausnützen will.

Tengris hat die praxisrelevanten Aspekte doch bereits anschaulich erklärt.

Gruss
Markus
 
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Also: 1:1 bleibt 1:1

Sagt mal Kinder, welches Problem habt ihr eigentlich? Wer genau hat jemals etwas anderes behauptet? 1:1 bedeutet 10mm in der Realität werden 10mm groß auf dem Sensor abgebildet. Ja. Und weiter? Wollt Ihr rechnen oder wollt ihr fotografieren? Was macht ihr mit dem Bild auf dem Sensor? Soll es dort einbrennen oder darf es auch irgendwann mal raus aus der Kamera?

MeyerTo hat kapiert worum es geht. Für eine formatfüllende Abbildung Abbildung eines bestimmten Gegenstandes brauche ich auf FX den 1.5fachen Abbildungsmaßstab wie bei DX. Das ist genau so, wie wenn ich ein bestimmtes Objekt mit einem 400mm Objektiv an einer FX und an einer DX Kamera fotografiere. 400mm bleiben 400mm, aber auf dem fertigen Bild der DX Kamera ist das Objekt im Vergleich zum DX Bild 1.5x so groß abgebildet.
 
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Man kann es vielleicht auch so sehen:
Ein 1Cent-Stück ist bei 1:1 auf dem DX-Sensor genau so groß wie auf dem FX-Sensor. ABER auf dem FX-Sensor besteht es aus weniger Pixeln als auf dem DX-Sensor (jeweils 12MP angenommen). Man erhält also bei gleichem Abbildungsmaßstab beim DX-Sensor einen größeren Detailreichtum als beim FX-Sensor.
Sollte es mal eine D3X mit 24MP geben, dann stimmt diese Rechnung natürlich nicht mehr. Dann wäre es wurscht, ob DX oder FX.

Wolfgang
 
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Sagt mal Kinder, welches Problem habt ihr eigentlich? ... Für eine formatfüllende Abbildung Abbildung eines bestimmten Gegenstandes brauche ich auf FX den 1.5fachen Abbildungsmaßstab wie bei DX.
Man muß eben mathematisch korrekt bleiben. Der Abbildungsmaßstab hat nichts mit einer "Formatfüllung" zu tun. Wenn sich das noch durchsetzt, gibt es neben der wunderschönen "Brennweitenverlängerung" die nächste Sinnverwirrung.

Gruß
Christian
 
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Sollte es mal eine D3X mit 24MP geben, dann stimmt diese Rechnung natürlich nicht mehr. Dann wäre es wurscht, ob DX oder FX.

Wieviele Details man herausholen kann, hängt eigentlich überhaupt nicht von DX oder FX ab, sondern von der Kombination aus Abbildungsmaßstab und Pixeldichte. tengris anschauliche Ausführungen gelten natürlich, wie er selbst auch sagt, nur bei gleicher Pixelzahl wie beschrieben zwischen FX und DX.

Wenn man aber eine D3 bei 1:1 gegen eine D1 bei 1:1 antreten läßt, hat man trotz FX mit der D3 schlicht mehr Pixel auf der Wanze, und kann dementsprechend auch hinterher wieder einen knapperen Ausschnitt nehmen und höher vergrößern.

Maik
 
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Man muß eben mathematisch korrekt bleiben.

Niemand ist so mathematisch korrekt wie ich, falls das noch nicht aufgefallen ist. Nach reiflicher Überlegung sehe ich den Fall aber doch noch etwas diffiziler.

Kleine Quizfrage: "Welche Brennweite hat ein 400mm Objektiv an einer Kamera mit DX Sensor?"

Richtig. 400mm. Der Reiherknipser freut sich aber trotzdem, dass er an der D80 im Vergleich zur F80 "ein 600er" hat.

Noch mal die Frage von vorhin: "Welchen maximalen Abbildungsmaßstab hat ein 1:1 Makroobjektiv an einer Kamera mit DX Sensor?"

Es herrscht Konsens, dass es 1:1 hat. Der Makroknipser freut sich aber trotzdem, dass er an der D80 im Vergleich zur F80 den Käfer 1.5x so groß im Bild hat.

Somit ist die Anwendung eines Cropfaktors auf den Abbildungsmaßstab genau so sinnvoll oder sinnfrei wie die Anwendung des Cropfaktors auf die Brennweite. Es ist einfach ein Vergleichsfaktor, welcher besagt, dass an der DX Kamera bei Verwendung des gleichen Objektives bei gleichen Einstellungen alles 1.5x so groß im Bild ist. Und mit "Bild" - damit die Diskussion nicht wieder von vorne los geht - meine ich diese viereckigen Dinger, die man sich früher an die Wand gehängt hat, bevor es 24 Zoll Fletzgreens gab.
 
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Wenn man aber eine D3 bei 1:1 gegen eine D1 bei 1:1 antreten läßt, hat man trotz FX mit der D3 schlicht mehr Pixel auf der Wanze, und kann dementsprechend auch hinterher wieder einen knapperen Ausschnitt nehmen und höher vergrößern.

Danke, das ist genau der Grund, warum im ersten Beispiel D3 und D300 (hätte auch D2X sein können) als Vergleich heran gezogen habe. Sollte eigentlich das Missverständnispotential verringern und nicht erhöhen. Obwohl der Vergleich D3 (12 Mpx) mit D1 (2.7 Mpx) oder F100 mit Pronea genau so funktioniert, wenn ich von formatfüllender Darstellung im gleichen Endformat ausgehe.

Sollte es mal eine D3X mit 24MP geben, dann stimmt diese Rechnung natürlich nicht mehr. Dann wäre es wurscht, ob DX oder FX.

Genau das ist nicht der Fall. Auch eine Ausschnittsvergrößerung aus einer superauflösenden D3X würde nichts an diesen Zusammenhängen ändern. Das Makroobjektiv erreicht trotzdem 1:1 und die 10mm lange Ameise wird trotzdem 10mm groß auf dem Sensor abgebildet. Nur die genutzte Sensorfläche ist nicht mehr FX, sondern durch den nachträglichen Beschnitt nur mehr ein Teil davon. Wie groß auch immer. Wobei wir wieder beim Ausgangspunkt der Diskussion wären. Die Angabe "1:1" bezieht sich auf die Größe der Abbildung auf dem Sensor. Wenn ich den "Formatfüllungsfaktor" wissen will, muss ich wissen, wie groß der Sensor bzw. das Filmfenster ist.
 
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Hm. Eine D? mit APS-C Sensor und 12MP hat eine Pixeldichte von 32182 Px/mm² . Eine D3 mit FX-Sensor und ebenfalls 12MP hätte eine von 13947 Px/mm² . Und eine hypothetische D3x mit FX-Sensor und 24MP hätte eine von 27894 Px/mm² . Die Unterschied der Pixeldichte zwischen der D3x und der D? wäre also nicht sehr groß. Ein 1:1 abgebildetes Objekt, das auf dem Sensor eine Fläche von 1cm² einnimmt, würde also in beiden Fällen aus einer ähnlichen Anzahl an Pixeln bestehen. Und diese Anzahl an Pixeln bestimmt die Qualität der Auflösung.

Die Diskussion geht evtl. dadurch auseinander, dass eine Gruppe interessiert ist an der tatsächlichen Größe des Bildes (und der Frage, was man mit dem Bild machen kann) und eine andere Gruppe mehr das Drumrum und den Beschnitt sieht.
Mir persönlich ist der Beschnitt eigentlich ziehmlich egal. Ich bin am abgebildeten Objekt interessiert, und möchte das möglichst hochwertig abgebildet haben.

Gruß Wolfgang
 
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