29. August 2025
Tether-Kabel – endlich wirklich flexibel
Vor einigen Monaten habe ich allgemein über das Arbeiten mit Tether-Kabeln berichtet und ein Problem war bisher immer die Flexibilität der bis dato angebotenen Kabel (USB-C). Da gibt es jetzt neue Lösungen: die neuen solid Flex Tether USB-C 3.2 Kabel von ANGLEBIRD. Ich konnte die 4,5m-Version aktuell in der Praxis testen.
Zu Angelbird:
Die Firma ANGELBIRD hat ihren Sitz in Österreich. Es ist ein kleines Team aus Speichermedieningenieuren und Kabelexperten. Bei Angelbird findet fast jeder Schritt des Produktionsprozesses im eigenen Hause statt, von der Ideenfindung über die Forschung, das Design und die Konstruktion bis hin zu Tests und der Produktmontage. Durch den Einsatz modernster Technologien schaffen sie innovative Produkte, die den aktuellen Status quo bei Speicherkarten, SSDs, und USB-Kabeln durchbrechen. Roman Rabitsch, Gründer und CEO: „Indem wir Innovationen in allen Bereichen des Daten-Workflows vorantreiben, decken wir Ihre Bedürfnisse als Kamera- oder Audio-Profi ab. So können wir Ihre kreative Freiheit entfalten – ohne Grenzen.“Neben Kabeln bietet Angelbird auch Speicherkarten, SSDs und Kartenlesegeräte an!
Angelbird bietet zwei Versionen des 4,5m langen Tether-Kabel an, allerdings sind auf Grund der hohen Übertragungsgeschwindigkeit nur Kabel in der Norm USB-C 3.2 erhältlich.
Allgemein bekannt dürfte die Tether-Methode beim Model-, oder Produkt-Shooting sein. Hier hat man z.B. die Möglichkeit, bei der Aufnahme direkt in ein Bildbearbeitungsprogramm wie z.B. Lightroom LUTs oder andere Presets direkt einzubinden, und auf dem Bildschirm das dann schon (fertig) bearbeitete Bild zu sehen! Ein anderes Anwendungsbeispiel sind auch Langzeit-Beobachtungen, z.B. in der Tierfotografie.
Links: Kabel von Tether, rechts das neue von Angelbird. Schon beim Auspacken des Kabels wird einem sofort klar was hier „flexibel“ bedeutet!
Mit dem ANGELBIRD (links) sind sehr flexible und variable Kabelverlegungen möglich, z.B. bei Action-Shootings durch die Kabelhalteplatte. Das Tether-Tools Kabel (Mitte) ist deutlich steifer und übt auch deutlichen Druck auf die USB-C-Buchse in der Kamera aus. Nach dem Ausstecken bleiben dazu auch „Knickstellen“ (rechts) am Kabel zurück!
Das Angelbird Tether-Kabel hat mich begeistert. Das Handling mit dem wirklich flexiblen Kabel an der Kamera ist fantastisch – da stört nichts mehr und man kann die Kamera auch auf kleinsten Raum gut bewegen. Natürlich werde ich das Angelbird-Kabel bei nächsten Shooting einsetzen und berichten.
Das Kabel (4,5m) kostet rund 72.00 Euro. Das erscheint teuer für ein Kabel, aber es ist den Preis wert! Angelbird gewährt auf das Kabel 3 Jahre Garantie.
Mehr Infos hier:
Regula Tschumi. Stilvoll ins Jenseits. Künstlerische Särge und Bestattungskultur in Ghana
Den Tod genauso zelebrieren wie das Leben. Dieses Credo findet man in der Bestattungskultur der ghanaischen Ethnie Ga-Adangme, in der kreative Särge in Form von Tieren, Fahrzeugen etc. Verwendung finden, die die Vorlieben der Verstorbenen und ihre Träume darstellen. Zusätzlich verwandeln perfekt choreografierte Tänze die Beerdigungen in bunte und energiegeladene Feste. Über 20 Jahre lang hat die promovierte Ethnologin den Beerdigungskult in Ghana erforscht und fotografiert. Erstaunliche, farbgewaltige Bilder zeigen christliche und traditionelle Begräbnisfeiern, skurrile Rauminstallationen und Aufbahrungsarten sowie spektakuläre figürliche Sargmodelltrends. Auch den durch Social Media weltbekannt gewordenen Bestatter und Sargträger Benjamin Aidoo (genannt »Ghana’s Coffin Dancer«) hat Tschumi bei seiner außergewöhnlichen Arbeit begleitet und fotografiert.
Seit über zwanzig Jahren erforscht und fotografiert die promovierte Ethnologin Regula Tschumi den ghanaischen Beerdigungskult. Ihre eindrucksvollen, farbintensiven Aufnahmen zeigen christliche und traditionelle Trauerzeremonien, außergewöhnliche Rauminstallationen, unterschiedliche Formen der Aufbahrung sowie spektakuläre Trends figürlicher Sarggestaltung der letzten Jahrzehnte. Auch der durch Social Media international bekannt gewordene Bestatter und Sargträger Benjamin Aidoo - besser bekannt als „Ghana's Coffin Dancer“ - wurde von ihr bei seiner Arbeit begleitet und porträtiert. Im Süden Ghanas, insbesondere bei den Ga, genießen Begräbnisse eine herausragende soziale und spirituelle Bedeutung. Die oftmals über mehrere Tage gehenden Zeremonien sind öffentliche Großereignisse, die nicht nur der Würdigung der Verstorbenen dienen, sondern auch den Ruf der Familie festigen und das Wohlwollen künftiger Ahnen sichern sollen. Dieser kulturelle Fokus auf das Spektakel hat die Gestaltung von Särgen, Performances und Bestattungsdekorationen maßgeblich beeinflusst und das ghanaische Begräbnis zu einer einzigartigen Verbindung aus Ritual, Kunst und Gemeinschaftsstolz gemacht.
Internationale Aufmerksamkeit erhielten die figürlichen Särge Ghanas erstmals 1989 in der Ausstellung Magiciens de la Terre im Centre Pompidou in Paris. Seither hat sich diese ursprünglich von den Ga-Künstlern Ataa Oko Addo und Kane Kwei entwickelte skulpturale Form zu einer lebendigen Kunstpraxis entwickelt, die in ganz Ghana geschätzt und weltweit bewundert wird. Stilvoll ins Jenseits dokumentiert nicht nur eindrucksvoll die einzigartigen Bestattungspraktiken, sondern verfolgt auch ihre Transformation über Generationen hinweg-bis hin zu den Arbeiten des gefeierten Künstlers Paa Joe und seiner Lehrlinge.
Die Fotografin
Die Ethnologin Regula Tschumi lebt in der Schweiz und in Ghana. Sie arbeitet freiberuflich als Kulturvermittlerin im Kunst- und Museumsbereich. Ihr besonderes Interesse gilt der zeitgenössischen Kunst aus Afrika, den afrikanischen Religionen und den damit verbundenen künstlerischen Ausdrucksformen. 2012 promovierte sie an der Universität Basel mit einer kunstethnologischen Arbeit über die figürlichen Sänften und Särge der Ga in Ghana. Seither war sie an zahlreichen Ausstellungsprojekten beteiligt, unter anderem im Centre Georges Pompidou in Paris, in der Collection de l'Art Brut in Lausanne, im Musee d'Ethnographie in Neuenburg und in der Kunsthalle Hamburg. Tschumi hat mehrere Beiträge in Kunstkatalogen und Fachzeitschriften veröffentlicht sowie zwei Bücher, die 2014 auf Grundlage ihrer Forschungen in Ghana erschienen sind. Ihre Monografie über den ghanaischen Künstler Ataa Oko Addo erschien 2019, gefolgt von einer französischen und einer englischen Ausgabe im Jahr 2022. Die Fotografie spielt eine zentrale Rolle in ihrer ethnografischen Arbeit. Seit 2006 wurden ihre dokumentarischen Aufnahmen von figürlichen Särgen und Bestattungsritualen international ausgestellt - unter anderem im Museum für Sepulkralkultur in Kassel - und in Büchern, Zeitschriften und Tageszeitungen publiziert. 2024 zeigte sie eine Auswahl ihrer Arbeiten in der Ausstellung This is the End beim italienischen Fotofestival Cortona On The Move. Ihre Fotografien verwendet sie zudem für Bildvorträge, die sie auf Deutsch, Englisch und Französisch hält.Regula Tschumi. Stilvoll in Jenseits erschien im Kehrer Verlag. Texte: Regula Tschumi; Design: Kehrer Design (Harald Pridgar). Steifbroschur 22x28 cm, 240 Seiten, 283 Farbabbildungen, Deutsch.
ISBN 978-3-96900-185-1 2025
Preis: 49,90 €
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Klaus-Peter Gnaß. Analoge Schwarzweißfotografie
Klaus-Peter Gnaß zeigt aus seinem Schaffensbereich von ca. 30 Jahren 66 Schwarz/Weiss-Fotos zu den Themen Portrait, Wasser, Architektur, Steine, Irritationen und Fotos, die mit dem photographischen Verfahren „Polymergravur" (Heliogravüre) von ca. 1860 hergestellt wurden. Gnaß sucht in seiner Arbeit die ideale Balance zwischen künstlerischem Ausdruck und technischer Perfektion.
Seit 1988 beschäftigt er sich intensiv mit der Fotografie. Nach Anfängen mit einer analogen Kleinbildkamera stieg er 1997 auf das analoge Großformat (Fachkamera) mit dem Negativformat 4x5 inch (10xl2,5 cm) um. Seit 2002 fotografiert er fast ausschließlich mit 8xl0 inch (20x25 cm). Da er mit einer mechanischen Kamera fotografiert und die einzige Batterie sich im 1 ° Spotbelichtungsmesser befindet, können schon mal bis zu 1 ½ Stunden vergehen, bis alle Einstellungen an der Kamera für die Aufnahme manuell durchgeführt sind und der Auslöser betätigt werden kann. Dabei wartet er manchmal bis zu 3 Stunden auf die richtige Lichtsituation. Er belichtet nur ein Negativ pro Motiv.
1995 richtete Gnaß sich eine eigene analoge Dunkelkammer ein, in der er die Negative entwickelt und anschließend auf Fotopapier bringt. Ca. 95 % seiner Fotos zieht er ohne Beschnitt des Negatives ab, wobei höchstens drei bis fünf Abzüge von jedem Negativ angefertigt werden.
Ausstellung Analoge Schwarzweißfotografie
Von Klaus-Peter Gnaß
27. August bis 1. Oktober 2025
Zentralbibliothek am Neumarkt
Neumarkt 1, 33602 Bielefeld
Ort: Ausstellungsfläche, LOG
Mehr Infos hier:
Ausstellung "Betrachtungen in Schwarz/Weiss" von Klaus-Peter Gnaß | Bielefeld.JETZT
Ausstellung von analogen Fotografien in Schwarz/Weiß von Klaus-Peter Gnaß
© Dieter Doeblin. Jedwede Art der Veröffentlichung, auch auszugsweise, bedarf der Genehmigung. Text: Dieter Doeblin, Hersteller/Veranstalter l Fotos: D. Doeblin, Hersteller/Veranstalter