Klettern im Buntsandstein

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Lydian

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Es ist mintunter schwer, zwei Hobbys miteinander zu verbinden. Vor allem, wenn man die geschätze Nikon damit durchaus in eine gefährliche Region bewegen muss. So habe ich einige Versuche mit Kompaktkameras hinter mir, die allesamt nicht zufriedenstellend verlaufen sind. Wenn ich mir mal die Mühe mache, die D700 mitzuschleppen, werden die Ergebnisse deutlich ansehlicher. Hier mal zwei Beispiele zur geflissentlichen Kenntnisnahme.

Tatort ist ein Buntsandsteinfelsen in der Südpfalz, der Rödelstein bei Vorderweidenthal..





Es galt zunächst, mit der D700 diese Route bis auf 2/3 Wandhöhe zu erklettern um dann in die benachbarte Route zu einem Haken zu gelangen und sich dort zu fixieren. Dann konnte Töchterlein einsteigen und der Papa fotografieren. Da Töchterlein schon früher als Papa am Fels war, konnte dieser leider nicht mehr auf die farblich passende Auswahl der Kleidung einwirken.....
 
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Sorry, aber nachdem mein letzter Beitrag eine Weile her ist, habe ich mal wieder einige Zeit benötigt, das Prozedere zu durchschauen...
 
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Hallo Lydian,

Wahnsinns-Persepktive :up:

Aber mir wird ganz anders, wenn ich mir die Bilder anschaue. Klettern und dabei noch fotografieren? Chapeau...
 
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Buntsandstein

Der Begriff "Buntsandstein" wurde vom deutschen Mineralogen Abraham Gottlob Werner geprägt. Der Name stammt einerseits von der bunten Färbung des Gesteins - das hauptsächlich durch die Einlagerung verschiedener Metalle entsteht - und andererseits vom Verbund vieler Sandsorten im Buntsandstein ab.

Entstehung

Vor ca. 245 Millionen Jahren wanderte das Gebiet des heutigen Deutschlands eingebettet im Superkontinent "Pangäa" durch den Wüstengürtel unserer Erde. Während des Trias war es sehr heiß und trocken. Das damalige Zechsteinmeer aus dem Perm trocknete langsam aus. In der mitteleuropäischen Senke (germanisches Becken), die von Helgoland bis in den Süden von Hessen reichte, lagerte sich periodisch in weitverzweigten Flusssystemen und flachen Binnenseen roter Sand und Ton, abgetragen aus den umliegenden Hochgebieten, ab. Die mächtigen Sanddünen und der vertrocknete Flussschlamm verfestigten sich zum roten Buntsandstein.
In Deutschland findet man Buntsandstein u. a. auf Helgoland (z. B. die bekannte "Lange Anna"), in der Nordeifel und der Südpfalz.



Hier eine Nahaufnahme. Der Anteil an Eisen-3-Oxiden gibt dem Stein seine typische rotbraune Grundfarbe.




Insbesondere im Abendlicht scheinen die Felsen zu glühen. Dieses Foto entstand kurz vor Sonnenuntergang Ende Oktober, der Weißabgleich stand auf Automatik. Die Farbsättigung habe ich nachträglich noch reduziert!​
 
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Es ist sehr schwierig, beim Klettern einen geeigneten Standpunkt zur Abbildung der "Action" zu finden bzw. zu erreichen. Fotos vom Boden sind selten erquicklich. Meist ergibt das dann die berüchtigen "Bottomshots", auch "Arschfotos" genannt.



Hier lohnt noch eine attraktive Form des Felsens, der "Adelsnadel" nahe der deutsch-französischen Grenze, das Unterfangen.




Gelegentlich kann man seitlich vom Waldhang auf ein Band einqueren, so wie hier am Rötzensteinpfeiler...





...oder hier am Heidenpfeiler. Im Hintergrund zu sehen: Burg Berwartstein.​
 
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Um jedoch echte "Action-Fotos" zu erhalten, bedarf es recht viel Aufwandes. Am geeignetesten ist meist eine Position seitlich oberhalb des Kletterers, um einigermaßen die Tiefe abbilden zu können.





Dies ist hier meinem Freund Dirk, wie ich finde, gut gelungen.





Zweites Beispiel, gleicher Fels (Heidenpfeiler), gleiche Position des Fotografen, andere Route.​


Man sollte sich vorher gut die Objektivauswahl überlegen, ein Wechsel in luftiger Höhe ist nicht ungefährlich (für das Objektiv...). Das Zoomen mit den Füßen klappt überhaupt nicht und so wird man meist Kompromisse in Sachen Qualität eingehen und ein Standard-Zoom aufschrauben. Aktuell hänge ich meist mit einem Nikkor 28-105 in den Wänden.
 
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Das Fotografieren aus einer Position direkt oberhalb kann auch reizvolle Perspektiven abbilden.




Hier Töchterlein an einem Felsen knapp auf französischer Seite, dem Löwenstein. An der Bildqualität zu erkennen: Das war eine billige Coolpix.





Manche Felsstrukturen erfordern geradezu einen Standpunkt seitlich des Kletternden, hier Andreas am Dimbergpfeiler.
 
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Naturschutz

Die Felsen der Südpfalz sowie der Nordvogesen sind auch Lebensraum vieler Pflanzen und Tiere. Für Kletterer als Natursportler ist das Thema Natur- und Umweltschutz ein Bestandteil Ihres Sportes. Im Klettergebiet Südpfalz wurde hierzu der Arbeitskreis "Klettern und Naturschutz" gebildet der sich mit dem Thema beschäftigt. In diesem Arbeitskreis sind neben Kletterern der NABU sowie die Unteren Landespflegebehörden der zuständigen Landkreise vertreten. Die Hauptaufgabe dieser Arbeitsgruppe liegt in der befristeten Festlegung von Felssperrungen für Wanderfalken und Uhu. Zum 01.02. eines jeden Jahres werden alle potentiellen Brutfelsen für Wanderer und Kletterer gesperrt. Findet keine Brut statt, wird die Sperrung im Laufe des Frühjahrs aufgehoben. Brutfelsen werden über die gesamte Brutdauer von Vogelschützern, aber auch Kletterern, bewacht, da insbesondere Wanderfalkenhorste aufgrund des Schwarzmarktwertes eines brutfähigen Eis gerne ausgehoben werden. Nachdem die Jungvögel ausgeflogen sind, ist der Felsen wieder zugänglich.

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten gilt der Arbeitskreis "Klettern und Naturschutz" heute als vorbildliche und effiziente Arbeitsgruppe, die in der Kletterlandschaft Deutschlands ihresgleichen sucht. Durch seinen unermüdlichen Einsatz ist der Wanderfalkenbestand in der Pfalz kontinuierlich gestiegen und seit vielen Jahren stabil. Oft sind die Wanderfalken im Sommer so zahlreich, dass sie sich gegenseitig verdrängen. Jedes Wanderfalkenpaar beansprucht nämlich ein großes Jagd- und Brutrevier, in Mitteleuropa meist zwischen 30 und 40 km².


Hier ein Turmfalken-Horst mit 5 Jungvögeln. Im Gegensatz zu den Wanderfalken lassen sich seine Verwandten kaum vom Menschen stören, so er einen gewissen Abstand hält. Entsprechend werden eventuelle Kletterrouten in der Nähe nicht begangen; der Felsen ist ansonsten weiterhin zugänglich. Diese Aufnahme entstand mit 400mm Brennweite.
 
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Hallo,

tolle Bilder. Ich kenne die verschiedenen Felsformationen vom Wandern - dort sind dann meist diese "Bekloppten" am Fels unterwegs

Ich weiß schon, warum ich nur in der Halle klettern gehe
 
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[...] schade, dass die Bilder allesamt von der Forensoftware zwangskomprimiert worden sind ...

Habe mal versucht, nachzubessern. Im Prinzip sind mir die Bedingungen bekannt, nur hatte ich sie so verstanden, dass als Upload-Lomit die Summe von 1024x1024 Pixeln gilt und lag da des öfteren mit einer Seitenlänge von 1100 knapp drüber.

Aber es sind auch Bilder von älteren Coolpix-Modellen darunter, also bitte nicht sehr streng sein. :hallo:
 
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