Gleiches gibt es bei Musikinstrumenten seit 30 Jahren: "Relic" Modelle werden in Custom-Shops künstlich gealtert und sehen dann aus, als hätte man sie jahrzehntelang unter widrigsten Umständen gespielt.
das Bild zeigt eine nagelneue Fender Stratocaster "Rory Gallagher", die der Custom Shop von Fender für nur 5'000 Euro verkauft (also dreifacher Preis der "non aged" Version).
Dahinter steckt der Wunsch nach Peer-Anerkennung für Leistungen, die man nicht selbst erbracht hat. Kameras oder Gitarren: der Laie denkt eher "so'n schäbiges, altes Ding" wohingegen der Musiker oder Photograph eben erkennen soll, dass er es hier mit jemandem zu tun hat, der jahrzehntelang jeden Krieg photographiert, auf jeder Bühne gerockt hat.
Um es mal freundlich zu sagen: Leute, die oft auf der Bühne stehen, rocken ihre Eierreiben selbst runter, erinnern sich an jede Macke, die sie reingeschlagen haben und würden niemals ein solches Custom-Shop Instrument in den rauhen Live-Betrieb mitnehmen .... die Kundschaft für diese Instrumente sind eher gutbetuchte Fans, die damit zuhause vorm Spiegel posieren und sich gern von Bekannten um die geile Klampfe beneiden lassen. Wirklich gute Gitarristen sind das höchst selten.
Und genau so sieht das auch bei den Leicas aus.
Big hat, no cattle (wie der Texaner sagt ;o)
Und wie sieht es bei deinen Drahteseln aus?
Du bastelst und fummelst garantiert auch herum. Von der Stange ist meist langweilig. Hat jeder.