Von der ostdeutschen Mikroelektronik ist nicht mehr viel übrig, aber in Dresden war der Stammbetrieb des VEB Kombinat Robotron und Sitz der Kombinatsleitung.
Zur Geschichte zitiere ich mal Wikipedia: "Die SED-Kreisleitung entschloss sich im Jahre 1968, in der Stadtmitte Dresdens einen neuen Gebäudekomplex für die Entwicklung und Herstellung von Rechentechnik an der St.-Petersburger Str. gegenüber dem Neuen Rathaus zu bauen. Der 1969 bis 1972 vom VEB Wohnungs- und Gesellschaftsbau erstellte Gebäudekomplex besteht aus einem L-Bau (Kombinatsleitung), dem Atrium I (ZFT) und Atrium II (1980 fertiggestellt, Robotron-Messelektronik und Betriebspoliklinik), einem Sozialgebäude (Betriebsgastätte) sowie dem Rechenzentrum."
Und eigentlich fuhr und trug ich nur mal meine neue Df spazieren.
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Ein schicker Springbrunnen vor der Kombinatsleitung.
Hallo Michael,
nach der Wende und der Abwicklung des Robotron-Kombinats wurde wohl der Abriss diskutiert. Aber der Komplex wird heute noch genutzt, obwohl, freundlich ausgedrückt, recht viel Platz zu sein scheint. Das Atrium II wird durch eine Jugendherberge und durchaus einige Abteilungen der Stadtverwaltung genutzt. Im Rechenzentrum ist irgendein Teppichkaufhaus. Die Kantine scheint für Probebühnen der Semperoper im Gebrauch zu sein. Die Kombinatsleitung scheint recht belebt und belegt. Nur das Atrium I erweckt einen wenig genutzten und den schäbigsten Eindruck.
Wenn Du also zentral in Dresden, räumlich flexibel und ziemlich günstig Büroraum suchst, kannst Du hier fündig werden.
Kurz nach der Wende hatte die Firma meines Vaters da ihre Büros. Ich war als Kind also relativ oft in diesem Gebäudekomplex und muss sagen: Innen ist der auch nicht schöner.
Und dazwischen ist ein Skateparcours. Dort trifft sich die Jugend. Da ist schon was los. Aber schön ist es wirklich nicht. Aber auch das ist Geschichte Dresdens, nicht nur die Frauenkirche.
ich finde das gar nicht hässlich. gibt doch so viel reizvolles zu entdecken.
linien, formen, flächen...herrlich.
klasse bilder Sebastian. bin bissl neidisch auf deinen selbstverständlichen umgang mit architektur. ich will das auch können
Diese einzigartige Ostb-Ästhetik hast Du schön eingefangen Sebastian!
2/2, 5/3 und 9/2 gefallen mir besonders wegen ihrer abstrakten Grafik.
PS - Vllt hättest Du bei einigen Frontalansichten noch etwas sorgfältiger auf die Parallelität zum Bildrand achten können… (kein Gemecker, nur eine Anmerkung )
Danke für die Anmerkung! Ich versuche, diesbezüglich immer möglichst akkurat zu sein. Kannst Du sagen, welche Bilder Du konkret meinst? Das würde mich freuen, ich seh´s nämlich gerade nicht.
Rein von der Grundgestaltung sahen westdeutsche Bauten aus der Ära auch nicht besser aus. Im Gegenteil: Irgendwie bilde ich mir ein, auf den Fotos eine Art "liebevollen Feinschliff" zu erkennen, der m.E. nach den meisten Potthässlichnutzbauten abgeht.
Darüberhinaus sind die Fotos ästhetisch und interessant! Dafür :up: :up: :up: