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Ich kann das Verbot irgendwie nachvollziehen. Der Mann hat eine eindrucksvolle Sammlung aufgebaut, zeigt sie gern und im Laufe der Zeit wird mehr über ihn als mit ihm geredet und Meinungen werden verbreitet, die auf der Interpretation von Bildern beruhen, und nicht auf eigener Anschauung...

Dann sagt man eben "Schluss Jetzt"
 
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Das wäre eine Entscheidung die man treffen kann.
Vor allem hätte man das Fotografierverbot zu Beginn der Führung kommunzieren können,
statt später die Leute anzupöbeln.

Dann hätte ich auch einen Hinweis bei der Nachfrage im Büro
bekommen können, ob ich vorher schon fotografieren kann. War
ne halbe Stunde zu früh da.

Es nicht die Art des "Sammlers", den viele, auch ich,
immer ganz anders erlebt haben. Inzwischen hab ich mir die alten
Knipsereien aus den "verbotenen Räumen" angesehen, stolz zeigt
der Sammler seine Sachen und hält sie in die Kamera.

Der Mythos seiner Sammlung lebt auch von den Geschichten die
der Sammler erzaehlt und die durch seine Art und sein Auftreten
auf entsprechenden Veranstaltungen authentisch wirken.
Das passt in keinster Weise zu dem Verhalten, dass der "Aufpasser"
an den Tag gelegt hat.

Mal hat er meinen 57er Fiat gesehen und gefragt ob ein bestimmtes Teil
noch original ist, das würde ihm fehlen. Ich wusste das diese Teile begehrt sind.
Es war mir eine Selbstverständlichkeit das Teil auszubauen und ihm
für eine Reproduktion zu überlassen.

Ein paar Jahre vorher gab er mir Videokassetten einer Verantstaltung von ihm,
das ganze war professionell aufbereitet, aber es war die letzte Kopie.
Ganz klar, ich hab die Kassetten auf DVD gezogen und ihm wieder gebracht.

Das weiss der Aufpasser alles nicht, und ob andere Angepöbelte schon mal da waren oder nicht?
Keine Ahnung. Die Art wie der Mann sich aufgeführt
hat war schlichtweg daneben. Selbst wenn ein Fotografierverbot
vorher ausgesprochen worden wäre, hätte man nochmal im bestimmten Ton
darauf hinweisen können, ohne laut und unpässlich zu werden.

Einer war sein Neffe, das war der Einzige bei dem der Aufpasser von der Tochter und
vielleicht seiner Lebensgefährtin eingebremmst werden konnte.

Ich kann mir nicht vorstellen der nachfolgenden Generation diesen kleinen Gefallen auch zu tun.

Und nein, wirklich nachtrauern tu ich den Bildern nicht, aber den schönen Erinnerungen an
die Sammlung und den Sammler trauere ich nach.
Die sind schlicht beschädigt.

Andererseits hatte ich den Eindruck dass der Sammler die "Vorkomnisse" gar nicht richtig
realisiert hat. Er war in seinen Erzählungen vertieft wie eh und je.

Wer das nicht erlebt hat, der wird das nicht verstehen können.

Gruß
Jürgen
 
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