Island und Radfahren - Autofahrer und Radfahrer mögen da eine ganz unterschiedliche Sicht drauf haben. Ich als Radfahrer habe mitunter alles andere als jugendfrei geflucht, wenn Autofahrer bei ordentlich Wind mit kaum Abstand an einem vorbei gefahren sind (bei Seitenwind kann einen das ordentlich durcheinander wirbel, da man plötzlich Windschatten hat, dann die Verwirbelungen des Wagen und dann wieder im Wind steht).
Als Autofahrer wird man den Radler evtl. als lästiges Übel empfinden, der einen auf einer Straße zum Abbremsen zwingt, weil gerade Gegenverkehr kommt.
Die wirklichen "Rad-Junkies" sind meines Erachtens aber meist nicht die Reiseradler, die in gemächlichem Tempo auf den Straßen gegen Wind, Steigungen und attakierende Seeschwalben kämpfen, sondern Jungs wie die, die auf dem folgenden Foto klein zu erkennen sind.
Die Geschichte zu dem Bild. In Landmannalaugar bin ich abends auf den Blahnukur gestiegen und habe auf eine schöne Lichtstimmung und entsprechende Aussichten gehofft Beim Abstieg kam mir ein Mountainbiker entgegen. Unten angekommen sah ich einen Fotografen und einen jungen Mann, der eine Fotodrohne steuerte. Wie sich herausstellte, haben sie den Biker gefilmt/fotografiert, der sich den Hang einige Male herunterstürzte auf seinem Bike.
Wenn man den losen, sandigen Untergrund kennt und weiß, wie steil es auf der rechten Seiten den Hang runter geht, dann wird einem da ganz anders.
Aber Respekt. Der Biker hat sein Gefährt jedesmal sicher den Hang runter gesteuert und dann mit Geduld wieder hoch geschoben. Ich vermute, dass dort Aufnahmen für einen Radhersteller gemacht wurden.