Gut, ich erinnerte mich nur daran, dass mein Vater aus dem BAB (Bund der ArchitektenBayerns oder so) mal ausgetreten und danach der BAK (Bayerische Architektenkammer oder so) beigetreten ist, und das erschien mir damals (vor etwa 40 Jahren) als freiwillig.
Das "Problem der heutigen Zeit" für Fotografen wird in knapper Form in einigen MyHammer-Angebotsersuchen beschrieben.
Zum Beispiel:
"Erstelle in Heimarbeit Schuckstücke, die ich auf Künstlermärkten für sehr wenig Geld verkaufe, möchte sie jetzt auch im Internet anbieten und brauche dafür professionell gute Fotos, die aber auch nicht viel kosten dürfen"...
Oder:
"Suchen Fotografen mit professioneller Ausrüstung für schöne Hochzeitsfotos auf dem Standesamt für 1-2 Stunden, haben Angebot eines ortsansässigen Profis über 75 Euro, dieses wäre zu unterbieten"...
Oder:
"700 Produktfotos sind zu machen und freizustellen. Preisvorstellung: 350 Euro."...
Ich sehe den Mehrwert der IHK oder HWK für kleinere Unternehmen nicht. Dennoch wird man in eine steuerähnliche Zwangsmitgliedschaft gepresst. Ich halte das für illegal i.e. verfassungswidrig.
Das ist so ähnlich wie Innung und Handwerkskammer: Innung ist freiwillig, Kammer ist Pflicht, BDA kannst machen, ByAK, AK NW/NDS/HH etc. mußte machen. Also nix besser als wie bei die Handwerkers.
Weshalb müssen Unternehmen/Handwerker/Freie Berufe/Landwirte/Winzer usw. teilweise zwangsweise einer Kammer/Verband angehören?
Wirklich triftige Gründe habe ich noch keine gehört, in der Praxis ist der wirkliche Grund wohl einfach der, das für die jeweiligen Kammern/Verbände irgentwann die gesetzliche Grundlage für die Zwangsmitgliedschaften geschaffen wurde und die Nutznießer wohl die letzten sein werden die diese in frage stellen werden.
Alles was immer so als Gründe angeführt wird (Organisierung der Ausbildung, Inter. Vertretung, beratung usw.) ließe sich auch einfacher/günstiger durchführen. Bei der Ausbildung wäre es eigentlich die Aufgabe der Bildungsministerien sich um diese zu kümmern.
Wenn Unternehmen sich organisieren möchten können Sie dies gerne tun und denen den es wichtig ist machen das heute schon!
ich habe mal eine Anfrage zur HWK hier in Koblenz wegen
Digitale Fotografie II
gesendet, wann, wo und ob einer angeboten wird
bin gespannt ob da was kommt.
ich habe soeben eine Antwort der HWK in Koblenz bekommen
Sehr geehrter Herr Ehlers,
der o.g. Kurs wird derzeit nicht mehr angeboten, wir haben wohl für unsere 50 Plus-Teilnehmer einen Kurs " Einfach fotografieren mit der Digitalkamera", der jetzt am 20./27.10.2010 durchgeführt wurde/wird.
Dort wird u.a. das Handling mit dem eigenen Fotoapparat und die Grundregeln der Aufnahmetechnik bis zur Datensicherung gezeigt.
.....
also Entwarnung für die Fotografen hier im Kammerbezirk
In Italien nennt sich die Camorra und Mafia. In Deutschland gibt es die Handwerkskammern. Für die weitesten Teile der Bevölkerung darf man noch die Krankenkassen und Sozialversicherungen nennen
naja, die letzten 2 bringen dem bürger ja wenigstens was
wenn du aber in österreich ne firma hast, musst du ne zwangsgebühr an den lokalen fremdenverkehrsverband abdrücken
was natürlich nicht heist das die dann auch was unternehmen was deinen kunden gefallen würde...
Weiss man denn, wer die Kurse leitet? Vielleicht ja Berufsfotografen die auf Grund dieser Kurse noch ein wenig mehr Geld machen koennen, ganz legal, ohne schwarz die Goldene Hochzeit von Omma nebenan zu machen. Vermittelt durch ihren Verband.
Das lässt mich stutzen:
Wenn einer hauptberuflicher Fotograf ist, sollte er natürlich nicht gegen "schwarze" Bezahlung Fotoaufträge in der Verwand- oder Nachbarschaft machen. Aber unentgeltlich?
Die Zwangszugehörigkeit trägt manchmal seltsame Blüten. Ich würde mich gerne in die Handwerksrolle eintragen lassen, dummerweise bin ich dann pflichtversichert in der gesetzlichen Rentenversicherung. Dies wäre für mich aus drei Gründen "suboptimal", u.a. weil Mindestbeiträge aufgerufen werden, die ich derzeit überhaupt nicht leisten kann. Ich habe zum Glück die Wahl, weil ein großer Teil meines Angebotes in IHK-geprüfte Berufe fällt und ich eine Quote für handwerkliche Arbeiten habe. Jedes Gespräch mit der HWK war einfach nur nervig, der Laden ist völlig überheblich und arrogant. Die hiesige IHK dagegen war immer sehr hilfreich und hat mich im Zoff gegen die HWK sogar schon tatkräftig unterstützt...
Über das Thema hier würde ich mir keinen so wahnsinnigen Kopf machen. Die Aufregung an sich ist nachvollziehbar, aber irgendwie hat der Justitiar schon recht. Mit Sicherheit werden dem Fotografenhandwerk kaum Aufträge weglaufen. Im Gegenteil. Es kann sogar sein, daß ein gewisses Bewußtsein für die Arbeit des Fotografen geschaffen wird. Außerdem wird auch mal klar gemacht, welches Equipment und welche Erfahrung nötig ist um was optimales zu schaffen. Verbessern wird es nur die Qualität derjeniger Bilder, die ohnehin nie einen Fotografen beauftragt hätten.
Wenn einer hauptberuflicher Fotograf ist, sollte er natürlich nicht gegen "schwarze" Bezahlung Fotoaufträge in der Verwand- oder Nachbarschaft machen. Aber unentgeltlich?
Eben!
Eine unentgeltliche Nachbarschafts-Fotografiererei eines "Profis" halte ich für "zulässig", im Sinne von Werbung für die eigene Sache.
Aber gegen schwarze Bezahlung - pfui!
Ich würde so was höchstens auf Rechnung machen mit einem Preisabschlag in Richtung Werbungskosten. :ja: