Handwerkskammern wollen Berufsfotografen loswerden

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NF Mitglied
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Hoffe ich hab das richtige Unterforum erwischt. Finde es ganz schön heftig.
Lest aber selber - der Text ist unverändert übernommen.

Hoffe es ist ok, dass ich den Text hier reinsetze. Wenn nicht, kann ihn ein Moderator ja entfernen.

Quelle:
Artikel bei FotoWerkstatt Belz

 
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ich habe mal eine Anfrage zur HWK hier in Koblenz wegen
Digitale Fotografie II
gesendet, wann, wo und ob einer angeboten wird
bin gespannt ob da was kommt.

Gruß Ralf
 
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Das ist der Lauf der Dinge, für die Betroffenen nicht schön, aber im Zuge der primär EU-seitig betrieben Liberalisierung der Berufsfelder unausweichlich. Der ARD-Ratgeber Recht - Auto - Reise etc. wirkt bspw. nicht anders. Wir sind alles kleine Spezialisten... bis es kracht, dann hilft die Hausapotheke eben nicht weiter. War aber immer schon so, nur nicht so ausgeprägt.
 
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Solche Angebote wären in der Tat eine gute Rechtfertigung für den, der als Fotograf gegen eine Zwangsmitgliedschaft klagen will.
 
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Das ist ein starkes Stück.

Vielen Dank für die Veröffentlichung. Jedes Wort ist hier zu viel. Die Kammern haben in den letzten Jahren nicht nur die Förderung der Ausbildung vernachlässigt.

Das hier ist ein Schlag ins Gesicht aller Fotografen und ist wirklich Geschäfts schädigend.

Viele Grüße

Julius
 
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Der Profi, der vor Kursanboten "Vom Grobschmied zum Künstler in zwei Tagen" ins Boxhorn jagen lässt, der sollte mal dringend über sich und sein Können nachdenken. Demnächst gehen dann wohl die Sternenköche auf die Barrikaden weil bei den Landfrauen Kochkurse abgehalten werden.

Diese Kurse kannst man auch via Satellit im Endlosverfahren ausstrahlen und in der Tube Lernzirkel zur Sensung einrichten. Due glaubst doch nicht wirklich, dass das den durchschnittlichen Kenntnisstand hebt.

Eine Knipse im Werkzeugkasten ist heute völlig normal, damit werden dann auf die Schnelle Sachen dokumentiert, deren Ablichtung man sicher keinem Profi andienen wird. Spricht etwas dageben den Benutzern beizubringen, wie man mit so einem Doku-Werkzeug umgeht?

Und wenn die auf die Art auch ihren Internetauftritt versuchen wollen, nur zu, sien werden sehen wie weit sie damit kommen.
Bestimmt wird ja auch der Kurs "Vom Schlachter zum Webdesigner und DB-Programmierer an zwei Abenden" angeboten.

Halte einfach den Ball flach...
 
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Ich sehe es genau so wie EchoRomeo. Was sollen denn die Handwerker zu den ganzen Baumärkten sagen.

Gruß
Haryboo
 
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Erstmal, der Artikel ist nicht von mir ;-)

Dann: Ich persönlich finde es nicht in Ordnung von den Handwerkskammern unter dem Namen Kurse anzubieten. Der Handwerker ist nicht Zwangsmitglied bei einem Baumarkt, die Köche nicht bei den Landfrauen. Es gehört sich meiner Meinung nach einfach nicht, im Bereich einer Berufsgruppe zu "wildern", die bei der eigenen Institution gezwungenermaßen Mitglied sind. Wie man vielleicht merkt, hab ich was gegen das gezwungen. Mir will es nicht in den Sinn, wieso der Staat einem zu so etwas zwingt. Manche Zwangsmaßnahmen wie Steuern versteh ich ja - die Höhe derer sei mal dahingestellt. Aber man muss nicht alles vorschreiben...

Kurzum: Natürlich macht das den Berufsfotografen nicht überflüssig, aber es gehört sich schlichtweg nicht.
 
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Und wer wird die Kurse geben. Der Präsi der Kammer, seine Vorzimmerdame, ein Sachbearbeiter, der Hausmeister oder wer mimt den Kursleiter und zeigt den Bäckern, dass auch Fotos knipsen schnell wie Brezel backen geht?

"Gehört sich nicht"

PC, MS-Office, Digicam plus Schnellkurs ergeben eben nicht automatisch eine ordentliche Präsentation, oder eine ordentliche Broschüre, geschweige denn eine ordentliche Haus- und Werbezeitung. Die garantieren nur für "Gut gemeint", das aber hat nichts mit "Gut gemacht" zu tun. Sieht dann eher aus wie Schülerzeitung der Dachdecker-Azubis 1tes Jahr.

Im Gegenteil, ich sehe in den missglückten Versuchen von xy-Meister Himpel die Chance, dass der schnell erkennt, daß sich der Aufwand gar nicht lohnt, das Ergebnis suboptimal ist und sich an einen Profi wendet um den von ihm angerichteten Flurschaden zu beseitigen, sprich den Auftrag an Spezialisten vergibt.
 
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Da gibt es doch bloß eins was man machen kann, alle örtlich ansässigen Fotografen melden sich für diesen Kurs an und nehmen den Kursleiter lächelnd auseinander .... Das wird doch ein amüsanter Tag ...
 
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"Zitat von PeMax:
Solche Angebote wären in der Tat eine gute Rechtfertigung für den, der als Fotograf gegen eine Zwangsmitgliedschaft klagen will."
Genau darum ging es mir.
Ich weiss jetzt nicht so recht, ob das sinnvoll wäre.
Wer eine selbstständiges Gewerbe anmeldet wird doch schon Zwangsmitglied in der Industrie- und Handelskammer, wenn er nicht eben einen Handwerksbetrieb eröffnet - dann wird er eben Zwangsmitglied in einer Handwerkskammer.
Ob Erhängen oder Köpfen - tot ist man in beiden Fällen genau so :winkgrin:
Einer Zwangsmitgliedschaft in einer Beiträge erhebenden Kammer können sich meines Wissens nur Rechtsanwälte und Architekten und ähnliche freie Berufe entziehen.
 
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Hallo Home!

Das gibt es bei uns in der Druckbranche schon seit vielen Jahren:

Word, Corel Draw, Quark Express, Adobe, Photoshop, Buchhaltung usw. alles wird bei den IHK´s angeboten.

Heute setzt jeder seine Drucksache selber (Du wirst es wahrscheinlich auch selber machen und dann bei "Die Druckerei.de" drucken lassen - der grafische Mist der oftmals produziert läßt einem einen Schauer nach dem anderen über den Rücken jagen, es interessiert offenbar überhaupt keinen, was heute in die Briefkästen gesteckt oder in die Briefkästen gesteckt wird.

Wenn ich in unserer Tageszeitung die selbst gebastelten Hochzeits- oder Geburtsanzeigens sehe, kriege ich die Krise - es interessiert kein Schwein.

Da werden Schriften auf Deubel komm raus vermischt, es werden Schriften gestaucht oder auseinander gezogen, da werden Kursiv- oder Schreibschriften in Versalien eingesetzt - mein Fachlehrer von 1960 dreht sich wahrscheinlich wie ein Turbo in seinem Grab.

Damit müssen wir leider leben - oder sterben - Gott sei Dank bin ich seit März Rentner!

Gruß
Molly
 
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Einer Zwangsmitgliedschaft in einer Beiträge erhebenden Kammer können sich meines Wissens nur ... Architekten ... entziehen.

Ein Architekt, der nicht Mitglied einer Architektenkammer ist, darf sich nicht Architekt nennen.

Und zum existenzbedrohenden Photokurs der HWK: Glaubt denn tatsächlich irgendjemand, das die Bilder, die die Handwerker selbst machen andernfalls von Profiphotographen gemacht würden? Nicht wirklich, oder? Sie sind nur ohne diesen Kurs einfach schlechter.

Gruß
Dirk
 
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Da gibt es doch bloß eins was man machen kann, alle örtlich ansässigen Fotografen melden sich für diesen Kurs an und nehmen den Kursleiter lächelnd auseinander .... Das wird doch ein amüsanter Tag ...

Für mich stellt sich auch die Frage, welcher qualifizierte Fotograf fällt als Kursleiter seinen Kollegen in den Rücken und verdirbt damit die Preise?
 
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Hallo,

vielleicht sollte man diese Aktion etwas objektiver betrachten. Will man tatsächlich den Berufsfotografen treffen oder will man den am Markt unterlegenen Handwerker stärken, der nicht bereit ist, seine Produkte teuer zu präsentieren. Hier hätte er zumindest mal den Einblick in eine Materie, die er bisher aus Kostengründen abgelehnt hat. Vielleicht ist ja dann auch der ein oder andere dabei, der Produkpräsentation für gut befindet und sich danach professioneller Hilfe bedient. Dies würde dann auch dem Berufsfotografen helfen. Quasi Werbung in eigener Sache.

Gruß

Christian
 
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Es gibt noch mehr Fragen:

Welcher Handwerksmeister eines Kleinbetriebs leistet sich hochprofessionelle Eigenwerbung?

Welcher grosse Handwerksbetrieb kann es sich leisten mit selbstgebastelten
Broschüren gegen die Hochglanz-Konkurrenz anzutreten, die mit individualierten Bröschuren der Einkaufs-Gruppen wirbt.

Welcher Verbund schickt einen Mitarbeiter zur IHK, dass der danach fix mal individualisierbare Hochglanz-Broschüren billig herstellen kann.

Was passieren wird.
Die Handwerker werden möglicherweise einige halbwegs brauchbare Bilder von ihren Arbeiten machen und die ihren Kunden zeigen können - was sie ja auch heute schon tun - ohne etwas von "ist halt schnell mit ner ganz einfachen Knispe gemacht worden" zu murmeln.

Als sich in den 90ern die ersten brauchbaren DTP-Programme herauskamen, wurde das als Anfang vom Ende der Zeitschriften gehandelt, da ja nun jeder sein eigener Verleger sein könnte. Wie gesagt: "Könnte"
Ja, wenn er wollte, und gekonnt hätte, wie er ja gewollt hat.
 
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Über solche Dinge könnte man ganze Bücher schreiben.

Ich wohne in einer Kleinstadt mit knapp 4000 Einwohnern. Hier gibt es einige Cafes und auch ein paar Friseure, die allesamt treu und brav ihre Steuern zahlen.
Dennoch gibt es in dem seit einigen Jahren vorhandenen und u.a auch durch Zuschüsse der Stadt finanzierten "Mehrgenerationenhaus" eine Kaffeestube mit "kleinen" Preisen und auch ein Friseur kommt 1x die Woche und arbeitet für schmales Geld.

Seit Jahrzehnten haben sämtliche Schützen- und Sportvereine und auch die Feuerwehren eigene "Häuser", die zum Teil auch aus öffentlichen Mitteln mitfinanziert wurden, und alle Mitglieder feiern dort ihre privaten Anlässe "preiswert" in Eigenregie.

Das es heute in meinem Ort nur noch ca. 20% der ursprünglich einmal vorhandenen Lokalitäten gibt, wundert mich nicht mehr.

Aber so ist das nun einmal in vielen Bereichen des Lebens. Wer von uns hat nicht schon mal bei nem Verwandten oder Bekannten den Fotografen gemacht und somit vielleicht einem Profi den Job weggenommen?

Was mich an der Geschichte wirklich stört, ist die Tatsache, das es eben immer noch einen Kammerzwang gibt. Und da gehört sich so ein Angebot, zumindest von Seiten der Kammer aus, mMn nicht!
Ein gewerblicher Fotograf kann den einzelnen Handwerkern anbieten was er will, auch wenn er gegebenenfalls seine Kollegen dadurch schädigt, die Kammer sollte sich so etwas verkneifen.

Gruss

Jürgen
 
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Und was bietet die Kammer wirklich:

Hobbykurse für Mitglieder und deren Angehörigen - auch geeignet als Goodie für deren MA - die per se voll abzugsfähig sind.

Und nicht nur das. Mit Hinweis auf die Notwendigkeit und Initiativen der Kammer, lässt sich dann auch die Hobbyausrüstung von Meister Gimpel beim Finanzamt als Arbeitsmittel geltend machen. Je nachdem, das können schon ein paar Euronen sein.
 
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Nochmal zur Klarstellung: Ich glaube nicht, dass es jemanden den Job ernsthaft wegnimmt bzw. gefährdet. Aber ein Grund mehr für das Abschaffen von überflüssigen Vorschriften/Gesetze in Deutschland.

Es tut mir leid, wenn es sich in die falsche Richtung bewegt hat, vor allem auch wenn es durch meine Äusserungen angestossen wurde.
 
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