Gegenlicht

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In dieser Situation hat das wenig mit gut oder schlecht zu tun.
 
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Ein Bild mit 3008×2000 Pixel Abmessung, auf 99KB zu quetschen, da gehört ganz schön viel Mut zu.

Gruß Jens
 
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Das ganze nennt sich auf englisch Lensflare, und entsteht dadurch, dass sich das Licht an den verschiedenen Übergängen von einer Linse zur anderen bricht. Bei vergüteten und beschichteten Linsen tritt dieses Phänomen nicht mehr so doll auf, kann aber immernoch passieren (es hat also DOCH, zu einem gewissen Grad was mit der Quali der Linse zu tun).
 
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In dieser Situation hat das wenig mit gut oder schlecht zu tun.

Hallo Heiko,
also ich mache sehr viele Gegenlichtaufnahmen, gerade bei Sonnenuntergängen. Da tauchen, wenn der Winkel des Lichteinfalls passt, mal kleine Artefakte im Bild auf, aber solche krassen Ringe hatte ich noch nie. Scheint doch was mit der Qualität zu tun zu haben.
Gruß Rudi
 
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Ich weiß. Ich kann mich noch an mein Studium erinnern. Aber in dieser Situation vermeidet gar nichts diese Ringe. Deshalb sagte ich ja auch nur ganz vorsichtig, dass es hier wenig mit der Qualität und Vergütung zu tun hat. Ich wollte es nur nicht zu kompliziert machen. Und wenn man jetzt ein schönes Mega-Zoom mit vielen Linsen hat, dann kann man sogar richtig Kust daraus machen...

Und wenn ich hier von Mut wegen der Komprimierung lese oder gleich die erste Gegenfrage nach Kamera, Obejektiv und Filter, dann denke ich, dass mein Ansinnen nicht so falsch gewesen sein kann...
 
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was ist ein vergütetes objektiv?

Vergütet bedeutet unter anderem, dass die Linsen speziell beschichtet und geschliffen sind ... wenn ich mich recht entsinne ist das Glas, welches für die Linsen verwendet wird auch besonders "gereinigt", damit das Glas ein durchweg sauberes Brechungsverhalten hat. Alle unregelmässigkeiten im und auf dem Glas verursachen unerwünschte Lichtbrechungen und im schlimmsten Falle auch solch "ekligen" Lensflare.

Heiko: Deshalb schrieb ich ja "zu einem gewissen Grad" je besser dein Objektiv, desdo weniger hast du dieses Phänomen, damit sage ich nicht, dass du es mit einem megateuren Nikkor-watt-weiss-ich vermeiden kannst. Brechungen hast du in Glas immer, das liegt einfach an der Natur der Sache

Mir fällt grade auf: Ich habe auch letztens direkt gegen die Sonne fotografiert und keinen Lensflare:

Vergütetes Nikkor-Objektiv. Keine Nachbearbeitung irgendwelcher Art
 
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Siehe oben. Auf diesem Foto hier ist der Effekt in der Tat sehr ausgeprägt. Wahrscheinlich ist da noch ein Hama-UV-Filter vor dem Objektiv. Wie auch immer. Ich fotografiere selbst nie so direkt in die Sonne. Ich weiß nicht, wie viele Ringe ich bekommen würde...
 
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Habe es mit meiner Nikkon d 70s und einem Nikon nikkor AF-s 18-70 mm 1.3-4.5g und einem uv filter aufgenommen. Stört der Filter?
 
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Der Filter könnte tatsächlich das Problem sein. Versuchs mal ohne, und vergleich mal, erwarte aber nicht zu viel. Wie gesagt, das kann immer auftreten *schulterzuck*
 
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okay hm das könnte doch noch gut mit einem mädel davor aussehen?
 
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Hmm, damit man das "Mädel" erkennt müsstest du sie aber "aufhellen" (sonst ist sie ja auch nur eine schwarze Sillouette ... es sei denn, das ist natürlich, was du willst, kann auch reizvoll sein). Für mich ist dieser Effekt ja nichts, sieht immer sehr künstlich aus. Aber im Zweifelsfalle hilft ausprobieren und am wichtigsten ist eh, dass es dir gefällt
 
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Bei der Vergütung werden übrigens dünne Metallschichten auf die Linsen aufgedampft.

Das Problem ist einfach. Glas ist zwar durchsichtig. Aber wenn man an einem Sonnentag vor der Sonnenseite eines Hauses steht, dann kann man deutlich sehen, wie die Fenster einen gewissen Teil des Lichts auf den Rasen vor dem Haus reflektieren. Beim Haus mag das noch zum Teil erwünscht sein.

Aber beim Objektiv geschieht im Prinzip dasselbe. Aber gehen wir erst einmal einen Schritt zurück. In jedem optischen Medium breitet sich das Licht nämlich unterschiedlich schnell aus.

Jetzt nicht unterbrechen mit "Lichtgeschwindigkeit" und Relativitätstheorie! Was wir allgemein unter der Lichtgeschwindigkeit kennen, ist der Weg, den das Licht in einer Sekunde im Vakuum zurücklegt. In Wasser oder Glas unterschiedlicher Dichte und Zusammensetzung ist das Licht entsprechend langsamer. Und um das noch komplizierter zu machen: Verschiedene Wellenlängen (also, jede Lichtfarbe) hat seine eigene Geschwindigkeit. Was das bedeutet kann man prima an einem Prisma sehen, das genau aus diesem Grund das Weiße Licht in einen Regenbogen zerlegt.

Geht nun das Licht von einem optischen Medium ins andere über, dann wird es gebrochen. Aus der Ausbreitungsgeschwindigkeit des Lichts in den beiden Medien berechnit sich der Winkel, in dem es gebrochen wird. Das beschreibt dann die Brechzahl. Heißt so, auch wenn man es auch unter dem Namen Brechungsindex kennt.

So weit, so gut. Aber nicht alles Licht wird gebrochen. Ein Teil davon wird reflektiert - der Teil, der die hellen Flecken auf dem Rasen vor dem Haus erzeugt. Übrigens wird je mehr Licht reflektiert, je größer der Winkel ist, unter dem es auf die Grenzfläche auftrifft.

Und diese Reflexionen sind in einem Objektiv natürlich gänzlich unerwünscht. Zum einen vermindet es die Lichtstärke, zum anderen entstehen eben solche Geisterbilder. Und die potenzieren sich auch noch. Denn zwischen den einzelnen Linsen eines Objektivs wird an jeder Grenzfläche Licht hin und her reflektiert. Um so schlimmer, je mehr Linsen ein Objektiv hat. Ein Hoch auf Mega-Zooms!

Diese Reflexionen im Objektiv gilt es zu minimieren. Daher werden bestimmte Metallschichten auf die Linsen aufgedampft. Und zwar eigentlich bei allen neuen Objektiven. Unvergütete gibt es eigentlich nicht mehr. Das heißt aber nicht, dass es keine Unterschiede in den Vergütungen gebe.

Und wie verhindert eine Vergütung nun die Reflexion? Das ist recht kompliziert. Das hängt mit einer destruktiven Interferenz der reflektierten Lichtwellen zusammen. Das reflektierte Licht wird also so in der Metallschicht eingefangen, dass sie sich gegenseitig aufheben. Was natürlich nicht so einfach ist, da das Licht ja nicht nur aus einer Wellenlänge besteht. Jede Vergütung stellt also nur einen Kompromiss dar, auch wenn es sich um eine Mehrfachvergütung mit sechs oder noch mehr Schichten handelt.

Bei Brillen nennt man die Vergütung übrigens schlicht Entspiegelung. Ist aber dasselbe. Wer eine Brille trägt, der guckt also vermutlich durch eine Schicht aus Metall. Fast wie Superman, oder?
 
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