Mmh, Thomas,
da machst Du ein großes Fass auf.
Die Diskussion sRGB vs. AdobeRGB treibt auch hier
ihre fröhlichen Blüten. Ich empfehle Dir, wenn Du nicht
genau weißt, warum Du AdobeRGB nutzen willst, daß
Du weiterhin den Workflow mit sRGB betreibst.
Workflow ist auch das entscheidende Stichwort für die
von Dir gestellte Frage …
Jedes moderne Betriebssystem hat ein Farbmanagement,
was dafür sorgt, daß Farbwerte durchgängig korrekt und
konsistent dargestellt werden. Dafür wertet es in Dateinen
eingebettete Farbprofile aus und rechnet sie in passende
Werte für nachfolgende Ausgabegeräte um.
Nun ist der Farbraum von sRGB kleiner als jener von
AdobeRGB mit der logischen Folge, daß er in diesen
paßt und deshalb dort auch uneingeschränkt dargestellt
werden kann.
Funktioniert das Farbmanagement korrekt, werden also
Bilder mit sRGB-Farbprofil farbrichtig angezeigt und zwar
unabhängig davon, daß Dein Monitor mehr könnte. Was
im Umkehrschluß bedeutet, daß AdobeRGB für einen
sRGB-Monitor "kleiner" gerechnet wird, weil dieser nun
mal nicht alle Farben dieses Profils anzeigen kann.
Langer Rede kurzer Sinn:
Du mußt das Farbmanegement Deines Rechners so
konfigurieren, daß es überhaupt korrekt arbeiten kann.
Und natürlich auch die EBV-Software entsprechend …
Wie das geht, müssen Dir andere sagen – ich arbeite
am Mac mit dem GraphicConverter, da sind nur vier
Vorgaben zu machen und ColorSync anzuklicken.
Und natürlich unter Systemeinstellungen > Monitore
das adäquate Monitorprofil auszuwählen …