.........................Wozu würdet ihr mir raten? Oder gibt es ggf. andere Vorschläge?
Hallo Christian,
jetzt habe ich Zeit Dir etwas genauer zu antworten.
Letztendlich kommt es darauf was und wie Du fotografieren möchtest. Auch in Südafrika muss man nicht zwingend Groß- und Kleingetier fotografieren.
Aber davon gehe ich jetzt einfach mal aus. Wenn ich eine solche Reise mach (habe ich mehrfach) gehe ich auf Nummer sicher. Letztes Jahr hatte ich folgendes Equipment dabei.
D750 mit wechselweise 14/2,8, 18-35/3,5-4,5, 24-124/4 und 70-200/2,8
D500 mit praktisch ausnahmlos einem 200-500/5,6
Zusätzlich hatte ich noch eine TC-14II dabei.
Warum so viel ?
Wenn man mit einem Safari-Fahrzeug, egal welcher Art, in einem Park unterwegs ist darf man i.d.R. nicht aussteigen. Da man nicht im Zoo ist darf man auch nicht erwarten dass die Tiere sich direkt vor dem Auto platzieren, sondern durchaus weit weg sein können und meistens auch sind. Und dann hilft nur Brennweite welche allenfalls durch noch mehr Brennweite ersetzt werden kann. Mit 300mm an Vollformat geht nicht wirklich viel. An DX zwar etwas mehr, aber meistens immer noch zu wenig. Auch hier machen 400-500mm deutlich mehr Spaß.
Warum zwei Kameras ?
Viele Tiere sind, zumindest wenn man sich nicht gerade in einem völlig überlaufenen Park bewegt wo sie entsprechend an Safarifahrzeuge gewöhnt sind, eher scheu und neigen dazu abzuhauen wenn sie sich gestört fühlen. Da bleibt keine Zeit um ggf. das Objektiv zu wechseln, es muss schnell gehen.
Ein Objektivwechsel birgt immer das Risiko von Verschmutzung durch Staub o.Ä. was nicht nur auf den Bilder störend ist, sondern durchaus auch mal einen Defekt am Verschluss zur Folge haben kann. Allers schon erlebt, zum Glück nicht selbst.
Bei einer solchen Reise besteht immer das nicht zu unterschätzende Risiko eines defektes eines der Geräte oder eines Objektiv. Da macht eine Redundanz durchaus Sinn. Mir ist z.B. letztes Jahr in Uganda mein 200-500er ausgefallen. Mit dem 70-200er und dem TC an der D500 konnte ich zumindest eingeschränkt weiter fotografieren.
OK, letztendlich kostet der Spaß Geld. Aber da der Gebrauchtmarkt, dank dem Umstieg vieler auf das Z-System, aktuell gut bestückt ist, macht es evtl. Sinn sich da mal umzuschauen und die Ausrüstung zu ergänzen. Es muss ja nicht immer das aktuellste Modell sein. Z.B. anstatt einer D500 eine D7200, welche durchaus keine schlechte Kamera ist und zudem das gleiche Bedienkonzept wie die D750 hat. Nach dem Urlaub kann man das Zeug dann auch wieder mit relativ wenig Verlust verkaufen. Auch bei Objektiven kann man so verfahren. Die ganzen 150-600er gibt es mittlerweile relativ günstig auf dem Gebrauchtmarkt. Die lassen sich nach 2-3 Wochen durchaus ohne viel Verlust auch wieder verkaufen. Auch kann man evtl. mal was ausleihen. Das 70-200er habe ich mir z.B. auch bei einem Freund ausgeliehen weil es mir für einen Urlaub zu teuer war.
Mir persönlich sind Bilder, mit denen ich nach dem Urlaub zufrieden bin, sehr wichtig und wichtiger Grund einer solchen Reise. Von daher würde ich immer versuchen auf Nummer sicher zu gehen. Wenn schon keine zweite DSLR samt Objektiv, dann zumindest eine Kompakte/Bridge mit längerem Brennweitenbereich.
Aber letztendlich ist es natürlich immer wichtig welchen Anspruch in an eine solche Reise haben. Für das "normale Erinnerungsfoto" reicht natürlich auch eine etwas kleinere Ausrüstung.