Abschluss meines Wienaufenthaltes war ein Kirchenbesuch der anderen Art. Also der Besuch war normal, die Kirche war eine der anderen Art.
Im Wiener Stadtteil Mauer im 23. Bezirk wurden 1974 bis 1976 nach einer Idee des Künstlers Fritz Wotruba 152 völlig unterschiedliche rohe Beton-Blöcke zwischen 0,84 m3 (1,84 t) und 64 m3 (141 t); aufeinandergetürmt. Die verbliebenen Zwischenräume wurden mit Glas geschlossen, vorne kam eine Tür rein und fertig war die "Kirche zur Einigsten Dreifaltigkeit". So ungefähr war das.
"Etwas gestalten, das zeigt, dass Armut nicht hässlich sein muss, dass Entsagen in einer Umgebung sein kann, die trotz größter Einfachheit schön ist und auch glücklich macht.", war das Ziel des Künstlers. Ah ja.
Vielleicht fehlt mir hier dann doch das Kunstverständnis. Ich hatte von der Kirche vorher noch nie etwas gesehen oder gehört, entsprechend erstaunt war ich bei ihrem Anblick. Im ersten Moment hat es mich doch viel mehr an Thomas [MENTION=60830]logware[/MENTION]
Besuch in Kryle erinnert. Aber gut, nähern wir uns dem Ding. Mag sein, dass der graue Himmel den trostlosen Eindruck noch unterstrichen hat.