Es ist dieser ganz grosse Gewinn dieser Mozartreise für mich. Ich meinte mich mit dem Aussen zu beschäftigen, mich einer Person, der Musik und dem Leben von Mozart zu widmen.
Das ist das Eine. Das andere ist die Auseinandersetzung mit mir selbst. Mit mir und meiner Fotografie. Warum berührt mich jenes, warum jenes nicht. Und die Auseinandersetzung mit der Zauberflöte hat doch eine Erkenntnis gebracht. Vielleicht nehme ich sie hier vorweg, aber sie brennt mir auf der Zunge.
Fotografie ist das sichtbare Resultat vom Dialog zweier Motive.
Und spielt die Musik noch mit, dann wäre es ein Dialog zwischen drei Motiven. Das eine Motiv bin ich, das andere jenes, das ich zu fotografieren beabsichtige. Das dritte wäre dann eben noch die Musik, die Töne.
Mit diesem Gedanken schliesse ich für heute. Der Schlusschor des 1. Aktes schliesst mit dem wunderbaren Chorsatz:
"Wenn Tugend und Gerechtigkeit
Den großen Pfad mit Ruhm bestreut:
Dann ist die Erd' ein Himmelreich,
Und Sterbliche den Göttern gleich."