Hallo zusammen,
Danke fuer das positive Feedback, es freut mich dass der kleine Beitrag Interesse findet.
Ich habe auch mein Profil aktualisiert da ich zwischenzeitlich nicht mehr in China sondern in Polen wohne. Hier haben wir eine neue Fabrik aufgebaut, allerdings gibts noch keine Bilder davon - das wird sich aber in der naechsten Zeit noch aendern.
Bis dahin werde ich meine Bilder aus dem Archiv entsprechend aufmotzen und den threat hier weiterfuehren. So, weiter im Text.
Nachdem das gereinigte Aluminium in den Vorhalteofen an der Druckguss Maschine transportiert wurde, passieren einige Dinge parallel. Das Gusswerkzeug wird fuer den naechsten Guss vorbereitet. Dazu muss es auf die Betriebstemperatur heruntergekuehlt werden und eine Gleitmittel muss aufgebracht werden. Die beiden Jobs erledigt der Spray Roboter:
Gleichzeitig wird das fluessige Aluminium von dem Vorhalteofen in den Schusszylinder der Maschine eingefuellt:
Das Werkzeug wird geschlossen und das Aluminium wird eingeschossen. Um die Dimension anzugeben, die meisten MAschinen die wir verwenden haben Schliesskraefte zwischen 530t und 1800t. Damit kann man Aluprodukte bis zu einer Groesse von ca. 10Kg giessen. Insgesamt stehen in unserem China Werk 23 dieser Maschinen, das sieht dann so aus:
Nach einer kurzen Zeit des Aushaertens und Abkuehlens wird das Werkstueck aus der Maschine extrahiert. Dies geschieht mit einem zweiten Roboter.
Der Roboter schreckt das Werkstueck auch gleich in einem Wassertank ab und legt es zum weiteren Abkuehlen auf ein Foerderband:
So, fast schon fertig, jetzt mueesen nur noch der Anguss, die Uerberlaeufe und die Vakuumkanaele entfernt werden. Dazu verwendet man normalerweise eine Trimmpresse, nur in seltenen Einzelfaellen wird dies noch von Hand gemacht.
Fertig ist der Gussrohling. Was jetzt noch stoert sind scharfe Grate. Bei Sand- oder Grauguss wird das immer noch haeufig von Hand entfernt und ist ziemlich dreckig und eine echt unschoene Arbeit. Beim Druckguss genuegt normalerweise das Gleitschleifen, auch Trovalisiseren genannt:
Dabei wird das Werkstueck in einen vibrierenden Behaelter gegeben, der Keramiksteine verschiedener Formen entaehlt. Durch die Vibration werden die scharfen Grate abgeschliffen.
Damit ist der Rohling fertig und kann in weiteren Prozessen fertig gestellt werden. Unsere Firma ist spezialisiert in Hochfrequenzfilter fuer die Telekommunikation,das sind die Teile die aus den Funksignalen der Handys in der Basisstation ein Digitales Signal machen. Dazu muessen die Rohlinge noch gefraest, verkupfert bzw. versilbert und Pulverbeschichtet werden. Das fertige Produkt sieht dann so aus (leider nur ein Ausschnitt da IPR auf den Proukten sind, dieser Ausschnitt ist vom Kunden freigegeben):
Noch kann man mit dem Filter so noch nichts anfangen, da werden jetzt noch Resonatoren, Cross Copler und sonstiges Hochfrequenzzeugs verbaut, eine Stromversorgung muss rein, die Antennenkable werden angeschlossen und zu guter Letzt wird der Filter auch noch getuned. Das ist aber eine andere Geschichte.
Gerne werde ich die Prozesse auch noch vorstelen, allerdings wird das noch ne Weile dauern. Womoeglich mach ich dann eine komplette Fotoreportage draus....
Fuer jetzt herzlichen Dank fuers lesen und viel Spass auch in Zukunft beim Handytelefonieren