… sahen wir (leider nur aus weiter Ferne) sogar einen Vogel, den wir geradezu klassischerweise mit Australien identifizieren, nämlich einen Weißhaubenkakadu.
Diese Art lebt zwar eigentlich nur auf Halmahera sowie zwei noch kleineren Inseln, sieht aber ihren australischen Verwandten zum Verwechseln ähnlich.
Auf beiden Seiten anzutreffen sind dagegen zum Beispiel die Monarchen, eine Familie in der Ordnung der Sperlingsvögel, die vom mittleren und südlichen Afrika bis hinein in die Südsee verbreitet ist. Wir sahen auf Halmahera den Molukkenmonarch …
Heute schließe ich meinen Bericht mit einer Reihe von interessanten Vögeln Halmaheras ab.
Die ersten davon sind Pittas, Angehörige einer Familie, die zu den Sperlingsvögeln zählt, mit den meisten davon aber wenig Ähnlichkeit aufweist. Diese häufig bunten Waldbodenbewohner bekommt man selten zu Gesicht. Die beste Chance besteht meist in einem Vogelversteck an einem Futterplatz wie diesem hier:
Wo wir gerade bei hübschen bunten Vögeln sind: Unter den Papageien Halmaheras finden sich ebenfalls einige besonders sehenswerte Arten, etwa der Prachtlori, hier ein Paar aus der Ferne, …
Faszinierend bei Papageien ist, dass dies von Art zu Art völlig anders sein kann. Ein schönes Beispiel ist der ebenfalls endemische Edelpapagei. Von diesem Vogel kann ich euch leider nur das wunderschöne Weibchen zeigen, …
… aber die Beschreibung des Männchens sollte reichen, um meinen Punkt zu illustrieren: Es hat einen orangefarbenen Schnabel, ein überwiegend grünes Oberkleid, dunkelblaue Handschwingen, hellblaue Konturfedern an den Flügeln, sowie einen grünen Schwanz. Mit anderen Worten, es weist nahezu keine farbliche Übereinstimmung mit dem Weibchen auf.
Bis über 70cm groß kann der Goliathkuckuck werden. Ansonsten ist leider nicht viel über ihn bekannt. Ob er das Kuckucksprinzip der Nesttäuschung anwendet, konnte ich nicht herausfinden.
Die Sultantaube gehört zu den nur in Südostasien vorkommenden Kuckuckstauben, deren Namen sich aus einer gewissen Ähnlichkeit mit den Kuckucken ableitet. Sie sind ebenfalls wenig erforscht.
Als Letztes komme ich auf die Vogelfamilie zurück, mit der ich meinen Bericht begonnen habe, nämlich die Hornvögel, nun aber halt auf Halmahera:
Beim Papuahornvogel, hier ein Männchen im Flug, ist das Horn weniger ausgeprägt als beim auf Sulawesi fotografierten Helmhornvogel, aber durchaus wahrnehmbar.
Das Weibchen sieht auch bei dieser Art deutlich anders aus: Die Nackenfärbung ist schwarz statt braun-orange, und am Schnabelansatz fehlt die dunkelbraune Färbung des Männchen.
Schön sind sie aber beide!
Ja, und damit bin ich mit meinem Bericht nun am Schluß. Auf dieser Reise hat mich die Vielfalt der Arten ebenso wie die Diversität links und rechts der Weber-Linie wirklich begeistert. Ich hoffe, euch hat’s Spaß gemacht, bei der Erkundung der Vogelwelt dieser Inseln mitzukommen!