Die totfotografierte Stadt - keine Menschen, keine Sonne: Da muss ich hin!

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BeST

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Im gefühlten Monatstakt gibt es Bilder von Venedig hier zu sehen. Ich war noch nie zum Fotografieren dort.
Was mich schon lange stört, ist der vielfach gezeigte Überwasserblick auf San Giorgio Maggiore mit den Gondeln im Vordergrund, wo die Holzpfähle immer die Basilika überlagern.

Somit kurzerhand Zugtickets gekauft und mit der ÖBB Sparschiene um EUR 29,- letztes Wochenende hingefahren.


Also hier bitte meine Version: Der Blick auf San Giorgio Maggiore mit Gondeln im Vordergrund. Bei höherer Position.



Keine Sorge, das wird kein Reisebericht wie bei Usbekistan. Ein paar Bilder hab ich aber schon noch.​
 
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Die Stadt Venedig gilt ja zu Recht als totfotografiert, es war auch kein Mensch mehr dort. Auch die Sonne ließ sich nicht blicken.





Und nachdem gefühlt das halbe Forum schon dort war, kann ich mir auch eine Beschreibung zu den Bildern schenken.

 
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Eine Anmerkung zum Quartier muss ich aber schon loswerden: Ich bin da in einem Frauenhotel gelandet, dh. es wurde ausschließlich von Frauen (sehr netten!) geleitet. Das merkt man bereits beim Eintritt, wenn einem süßlicher Raumduft entgegenwabert, wie er nur von Weibsvolk verwendet werden kann. Naheliegend, dass Seife und Duschgel im Zimmer auch eher auf Frauenkörpern wohlriecht, denn auf meinem. Ein Mangel an Taschentücherboxen konnte auch nicht ausgemacht werden.

Am Tag vor dem 1. Advent hat die Dekotruppe dann voll zugeschlagen. Plötzlich standen Weihnachtsbäume mit blinkenden Lichterketten herum, die bis dato nutzbaren Freiflächen wurden von Christbäumchen belegt. Wandspiegel wurden mit weißem Pseudoschnee eingesprüht, das Stiegenhaus mit Wasserfalllichterketten geschmückt. Der Hoteleingang wurde mit roten Seidentüchern und Blinklichtern verziert.

Kurzum: Es hat im ersten Moment an ein anderes Etablisment mit hohem weiblichen Arbeitskraftanteil erinnert.
Ich habe mich sehr wohl gefühlt!






 
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Wie zu sehen, gab es letztes Wochenende bei meiner Visite gerade kein 'Acqua alta', das war zwei Wochen zuvor beim Forumstreffen und einen Tag nach meiner Abreise. Schade.
Über mangelnde Feuchtigkeit in dieser Hochkantstadt konnte ich trotzdem nicht klagen.







 
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Das Minarett ... äh ... der Campanile von Torcello. Und da muss ich gleich eine Warnung aussprechen: Zur Besichtigung von Basilika und Turm werden EUR 9,- verlangt.
In der Basilika ist allerdings Fotografierverbot und dies wird auch überwacht. Der Turm ist oben vergittert und die Gucklöcher sind für Objektive mit 77mm-Gewinde zu klein.

Also unten darf man nicht, oben kann man nicht fotografieren. Schade um's Geld!

 
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Deine Sichtweisen gefallen mir ausgesprochen gut. Und ich bin gespannt auf was da noch kommt ... :up::up::up:
 
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Schöne Bilder hast du mitgebracht!
Meine Meinung zu Venedig ist eher zwiespältig. Ich war in jungen Jahren drei- oder viermal in Venedig und habe als Erinnerung nur Überfüllung, Gestank, massig Luftratten und vollkommene Abzocke.
Gut, Venedig ist da nicht alleine und solche Attribute treffen sicher auch auf andere Städte zu, die ne Menge altes Gelersch haben, geschichtsüberladen sind und deren Haupteinnahmequelle der Tourismus ist.
Gerade deshalb meide ich heute solche Orte.
Trotz dessen mag ich Eure Venedig-Bilder; immerhin ein Ort, dessen weiteres Bestehen schon arg in den Sternen steht und jedes gemachte Bild heute, morgen schon nur noch Erinnerung an eine vergangene Stadt sein kann...
Besucht also Venedig und macht eifrig Bilder, bevor der Laden abgesoffen ist.
 
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Eine schöne Serie mit intersseanten Perspektiven! Gefällt mir sehr gut! :up::up:

Viele Grüße
Quincy
 
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Ein leichter Fausthieb von hinten gegen die D4 und das 24-70er rutscht durch wie nix, ich kenn mich da aus.

Warum kam ich da bloß nicht selbst drauf!
Da hat wirklich nur ein Äutzerl gefehlt, es ging sich ums Arschlecken nicht aus.



Und so, Gina, könnte dieses Bild mit Stativ aussehen.:-]





Ich war dann mal in Murano... Hauptkanal Canale di San Donato.



Eine weit bekannte Kirche Muranos ist die Basilika di Santa Maria e San Donato aus dem 12. Jahrhundert.

 
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Brücke in Torcello, eine Insel in der laguna morta, dem nördlichen Teil der Lagune von Venedig, in dem die Gezeiten nicht mehr bemerkbar sind.



Burano, venetisch Buran, ist eine der größeren und der am dichtesten besiedelten Inseln in der Lagune von Venedig, bzw. vielmehr eine Gruppe von vier eng beisammen liegenden und durch acht Brücken verbundenen Inseln.



Typisch für Burano sind die vielen kleinen in jeweils einer zu den Nachbarhäusern kontrastierenden kräftigen Farbe gestrichenen Fischerhäuser, die sich in den Kanälen spiegeln und die die Individualität der jeweiligen Hausbesitzer betonen. Die kuriose Farbenpracht zieht viele Maler und Fotografen auf die Insel.

 
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Innenraum der Kirche San Giorgio Maggiore auf der Insel San Giorgio Maggiore.
Und der Blick von einem Campanile zum anderen (und für gute Panos) geht ungehindert, für EUR 6,- auch ganz in Ordnung.
In der Kirche darf kostenfrei fotografiert werden.





Und von wegen Weltstadt... Ich war ja zuletzt in den Hotspots München, Barcelona und Taschkent.
Überall habe ich mir die U-Bahnen angesehen und bin gefahren. In Venedig? Nix! Metro hammse ned!



Mit Leihwagen schaut's auch traurig aus.​
 
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... Der Turm ist oben vergittert und die Gucklöcher sind für Objektive mit 77mm-Gewinde zu klein. …


Wohl dem, der (für solche Fälle) eine Taschenknipse hat. :cam:



Zur Belohnung für die fabelhaften Fotos gibt's meine
Lieblingsanekdote zu Venedig aus der k.u.k.-Ära, als
man sich noch mit seinem Personal auf Reisen begab.

Da erzählten die jungen Herrschaften der böhmischen
Köchin, in Venedig seien die Straßen aus Wasser und
außerdem gebe es dort Menschenfresser. Ah geh, die
Herrschaften geruhen gewiß Blödsinn zu erzählen, so
die Köchin. Und dann hat sie sich den ganzen Sommer
in Venedig nicht einziges Mal aus dem Haus getraut …



 
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