Die D7000 & Hochzeitfotografie, passt das?

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Hallo Leute,
benötige Unterstützung.

Bisher habe ich schon manches fotografiert, aber noch keine Hochzeit.
Meine Nichte heiratet in drei Monaten und bat mich diesen Tag fotografisch festzuhalten.
Meine Antwort war erstmal negativ, ein Profi kann das besser (er vermeidet mehr Fehler und verfügt über eine bessere Ausrüstung).
Dennoch ist ihr Wunsch, das ich das Paar am Tag begleite und eine Fotostrecke erstelle. Die offiziellen Hochzeitsaufnahmen werden von einen Berufsfotografen erstellt.
Über Ablauf und Inhalt habe ich mir schon ein paar Gedanken gemacht.
(Braut-Vorbereitung, Standesamt, Kirche, Feier etc.)

Neben meiner D40 ist z.Z. eine neue D7000 im Zulauf.
Sie ist für mich ein Buch mit sieben Siegeln.

Nun zu meinen Fragen:
Welche Objektiv sollte ich für die einzelnen Positionen an die D7000 schrauben?
Von Haus aus bin ich ein Minimalist. Ich beschränke mich in der Regel auf das Wesentliche und möchte (z.B.in der Kirche) nicht das Objektiv wechseln.
Auch sollte die D40 nur als Ersatz dienen und im Auto liegen bleiben.

Meine persönliche Erfahrung ist, je mehr ich an der Kamera korrigiere, Objektive im Einsatz habe, umso mehr Fehler schleichen sich ein.
Ich arbeite unkonzentriert und das Ergebnis ist mangelhaft.

Was ist der max.ISO-Wert für gute Fotobuch-Qualität?
Welche Zuschnittsgröße ist vertretbar?


Ihr seht: Fragen über Fragen

Danke

VG
Willy

Ps. meine derzeitigen Objektive: 16/85, 35/1,8 und 50/1,8
 
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Tach men Jung,
Glückwunsch das Du diesen Auftrag erhalten hast,
also las es locker angehen.
Wenn Du nicht viel Stress haben willst,
dann kannst Du beide mitnehmen und die D7000 wird Dich nicht enttäuschen,
sowohl in der Motivwahl oder unter A (was ich bevorzuge)
Das ist ein Tag an dem Du viele kennst, die sich alle gerne fotografieren lassen,
somit solltest Du eine Tasche voller SD Karten dabei haben, und die Besonderheiten
kannst Du dann im Bildbearb. Programm (Kamera) oder unter PS raus-kitzeln.
Mach Dir keinen Kopf, ich würde ein 18-105mm anschrauben fertig,
ISO 100-200 in der Kirche auch höher,
oder mit Blitzlicht.
Sternefilter usw evtl Bildzeichnung oder Miniaturfotografie macht alles Deine Kamera

Also ran :up:
der Nik
 
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Meine Antwort war erstmal negativ, ein Profi kann das besser (er vermeidet mehr Fehler und verfügt über eine bessere Ausrüstung).
Bezogen auf die "offiziellen" Paar-Stellaufnahmen: ja, wahrscheinlich.
Bezogen auf die reportageartigen Bilder von Trauung und Feier: sehe ich ziemlich anders, denn der Profi kennt die Familie nicht, Du kennst aber die ganze bucklige Verwandtschaft (mindestens aber die Hälfte) und kennst daher auch typische Verhaltensweisen, Gesichtsausdrücke, etc. Da hast Du einen Riesenvorteil gegenüber den Profis, die imemr Fremdkörper bei solch einer Feier sind.

Dir sollte aber klar sein, dass Du nicht allzu viel mitfeiern wirst, denn Du musst ja Deine Aufmerksamkeit ständig da haben, wo irgendwas Festhaltenswertes passiert. Den ganzen Abend an der Bar festtrinken fällt also einfach mal aus, Du wirst abgesehen vom Essen eigentlich die ganze Zeit von Gruppe zu Gruppe "schwimmen", mehr oder weniger auffällig, und Szenen dokumentieren, ebenso den Tanz, Spiele, die Reden, etc. Das kann viel Spaß machen, ist aber durchaus anstrengend (ich habe eine gewisse Praxis darin und weiss daher recht gut, wovon ich rede).

Welche Objektiv sollte ich für die einzelnen Positionen an die D7000 schrauben?
Sowohl 35er wie 50er (gut für die Kirche wg. Lichtstärke und Freistellpotential) als auch das 16-85 kommen gut zum Einsatz.

Was ist der max.ISO-Wert für gute Fotobuch-Qualität? Welche Zuschnittsgröße ist vertretbar?
An der D7000 geht ISO 2500 für ein .Fotobuch allemal noch, ISO 1600 ist nachgerade "Comfort Zone" - allerdings muss man das Farbrauschen etwas selektiv entfernen. Es ist sinnvoll, in den Bereichen die Rauschunterdrückung ganz auszuschalten, da sie an der D7000 ein bisschen ruppig die Texturen glättet, und die Entrauschung dann hinterher in der EBV zu machen.
Was meinst Du mit "Zuschnittsgröße" genau?

Generell würde ich jegliche Bearbeitung hinterher machen, nicht schon bei der Aufnahme, und vor allem in bestmöglicher Qualität aufnehmen. Wenn Du mit der Kamera noch nicht ganz so vertraut bist, ist die Einstellung "RAW+Fine" vermutlich die beste: ist das JPG schon weitgehend prima und bedarf nur leichter Korrekturen, hast Du Arbeit gespart. Ging z.B. der Weißabgleich daneben, ist es mit dem RAW kein Problem, ein besseres JPG zu generieren.

Richte Dich darauf ein, dass Du ca. 80% Ausschuß haben wirst, kritisch betrachtet, wenn Du in Gesellschaftsfotografie nicht sehr erfahren bist. Gibt es noch irgendwelche Partys/Events vorher, bei denen Du rein zum Üben mal fotografieren kannst?

CB
 
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Hallo Nik,
danke für Deine Antwort.

Wie gesagt, ich besitze schon das 16-85 Objektiv, macht dann der Zukauf eines 18-105 Sinn?

VG
Willy
 
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Die Aufmahne nachträglich mit PS zuschneiden (Motiv vergrößern)
Das kommt auf die letztlich verwendete Bildausgabegröße an. Für 50x70 cm ist auch bei den 16 MPix der D7000 nicht allzu viel Luft drin, wenn man das Bild nicht nur aus 2-3 Metern Entfernung anschauen will - für 10x15 im Fotobuch kannst Du fast 3/4 des Bildes wegschneiden und es geht immer noch gut ansehnlich. Generell sollte man natürlich so wenig wie möglich wegschneiden, aber für Deinen Zweck ist es bei der D7000 z.B. kein Problem, aus einer Querformataufnahme einen Hochformatausschnitt zu machen, wenn's besser passt. Direkt hochformatig fotografieren ist zwar besser, aber eine Szene verpassen, weil man gerade zu weitwinklig unterwegs ist, ist eindeutig die schlechtere Alternative.

Es gibt hier im Forum übrigens mindestens einen sehr langen Thread, der, ausgehend von ähnlicher Fragestellung, sehr viele Aspekte behandelt. Such mal über die Suchfunktion danach, da wirst Du schon viele Informationen vorfinden, die nach wie vor gültig sind.

CB
 
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Nöööö, kannst Du mit einer D7000 überhaupt nicht machen. Die Kamera wird sofort, wenn Du das Hochzeitspaar durch den Sucher ins Visier nimmst, explodieren. Lass Dir auch von niemanden einreden das der Fotograf das gute Bild macht,.. das ist schlichtweg falsch. ES IST UND BELIBT DIE KAMERA.
Fotografen drücken nur auf den Auslöser, stellen vorher alles ein, achten auf gutes Licht, sehen zu das sie den richtigen Moment erwischen,.... aber sind wir ehrlich, das kann doch jeder Affe.

Ok,... aber wenn DU es unbedingt wissen willst, die D7000, kann das, genauso gut kann /konnte es auch Deine D40. Allerdings solltest Du sehen das Du die D7000 bis dahin blind beherrscht, sonst könnte sich unter Stress schnell mal der ein oder andere Fehler einschleichen. Aber Du hast ja noch ein paar Tage.

In dem Sinne ein gutes Licht und eine tolle Hochzeit.:hallo:
 
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Ok,... aber wenn DU es unbedingt wissen willst, die D7000, kann das, genauso gut kann /konnte es auch Deine D40.......................

yoshida,
das ist für mich der entscheidende Punkt.
Wenn die D7000 der Abbildungsleistung der D40 entspricht, dann wäre bereits bei ISO 400 die Qualitätsgrenze erreicht und großes Zuschnittspotential sehe ich dann auch nicht.

Diese Erfahrung habe ich leider bei einer Fachtagung gemacht.
Die Fotos waren zwar brauchbar, aber nicht was ich mir vorgestellt habe.

VG
Willy
 
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Naja wie schon zuvor geschrieben, geht der brauchbare ISO Bereich bei der D7000 erheblich höher als bei der D40, keine Frage. Auch die Auflösung ist besser. Aber denoch kann ein guter Fotograf aus der D40 gute Hochzeitsaufnahmen zaubern.
 
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Wenn die D7000 der Abbildungsleistung der D40 entspricht, dann wäre bereits bei ISO 400 die Qualitätsgrenze erreicht und großes Zuschnittspotential sehe ich dann auch.
Das ist definitiv nicht der Fall, denn die 2-3 Generationen jüngere D7000 spielt in einer ganz anderen Qualitätsklasse als die D40! Und selbstverständlich ist es nicht die Kamera,die "gute Bilder macht", sondern der Fotograf, der sein Werkzeug beherrschen und Ideen haben muss, aber nicht so leistungsfähige Kameratechnik kann nach heutigen Maßstäben hochwertige Aufnahmen erschweren oder verhindern.

Ich lasse Dir gerne auf Anfrage privat mal ein paar Aufnahmen zukommen, die ich mit der D7000 bei einer Vereins-Weihnachtsfeier in einem mit Neonröhren beleuchteten Raum bei ISO 1600 gemacht habe (kann sie mangels Freigabe hier nicht offen einstellen, da es Einzelportraits sind), dann kannst Du Dir ein Bild machen, was mit der D7000 geht!

CB
 
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Hallo Willy,

gratuliere zur Auftrag die Hochzeit als Bildreporter zu begleiten, da lernst du dazu.

Ich komme von D300 und habe auf D7000 gewechselt. Einige Punkten möchte ich dir noch sagen.

Vorher bei einem Fest/Party Bilder zum einüben machen.
Teste deine Objektive an der D7000 ob sie die "gewohnt scharfen Bilder" macht.
Achte beim AF-Fokussieren darauf, wo die Cam die Schärfe hinlegt, bzw. warte bis der AF sich festgebissen hat.
Übe die Blitz-unter/überreglung zum vorhanden Licht (AWL besonders Innen) Hier wird die Bel-Zeit z.T. nach unten gehen und Verwacklung produzieren.
Beim Gehäuseblitz eventuell die Sonnenblende des Objektivs abnehmen wegen Abschattung.
Bei Tischaufnahmen, etwas weiter weg von den ersten Personen bleiben (mit Blitz), dann ist der Helligkeitsverlauf vorne und hinten nicht so stark.

Die BDA nicht gleich von vorne bis hinten durcharbeiten, nur je nach Frage beim Einüben nachsehen. So gerüstet wird es dir sicher Spass machen dabei zu sein und natürlich immer alert sein.

Gruß Warner
 
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Hallo Nik,
danke für Deine Antwort.

Wie gesagt, ich besitze schon das 16-85 Objektiv, macht dann der Zukauf eines 18-105 Sinn?

VG
Willy

Natürlich nicht, .....lieber dann ein Nikon AF-S DX Micro-Nikkor 40mm 1:2,8G Objektiv oder gleich noch-was-besseres ..;-))

Viel Glück der Nik :relax:
 
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Teste deine Objektive an der D7000 ob sie die "gewohnt scharfen Bilder" macht.
Tun sie - mein Wechsel von D90 (vgl. D300) auf D7000 hat keine neuen Unschärfen beim 16-85 hervorgebracht und das 35er und das 50er sind auf so hohem Niveau, dass sie davon nicht berührt sind. Es könnte sich höchstens um eine D7000 mit grobem Fokusfehler handeln, wie es ja mal vereinzelt vorkommt, aber da richtet der Service das Problem...

Beim Gehäuseblitz eventuell die Sonnenblende des Objektivs abnehmen wegen Abschattung.
Der interne Blitz ist bei Gesellschaftsaufnahmen ziemlich sinnlos, weil er keine gute Beleuchtung hinbekommt, höchstens als Schattenaufheller draußen bei starkem Sonnenlicht. Bei solchen Feiern braucht man einen guten externen Blitz und eine helle Decke als Reflexionsfläche oder einen guten Diffusor bzw. Bouncer auf dem Blitz für einen weichen Verlauf des direkten Lichts.

Bei Tischaufnahmen, etwas weiter weg von den ersten Personen bleiben (mit Blitz), dann ist der Helligkeitsverlauf vorne und hinten nicht so stark.
Direkt blitzen ist bei Gesellschaftsfotografie eher "bäh". Das ist was für Kompaktkameraakrobaten - SLR-Fotografen können das weitaus besser.

CB
 
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Hallo allerseits, ich bin neu hier und lese mit Begeisterung die vielen Beiträge. Ich besitze seit einigen Jahren die D40 und die hat auch schon einiges auf dem Chip, auch mehrere Hochzeiten, und ich muss sagen das klappt super. Klar, wenn man in einer Kirche erst schöne Fotos machen will, braucht man ne vernünftige Linse. Ich hatte das Vergnügen mit dem Tamron 17-50 2,8 eine Hochzeit in einer ziemlich dunklen Kirche zu fotografieren und da ging auch ISO 800 mit indirektem Blitzen. Wichtig ist, dass man die Kamera kennt und weiß wie sie reagiert wenn ich dies oder jenes bei den Einstellungen ändere. Aus einer D 7000 wird man natürlich noch mehr rausholen, wenn man sie beherrscht.
 
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Ich hatte das Vergnügen mit dem Tamron 17-50 2,8 eine Hochzeit in einer ziemlich dunklen Kirche zu fotografieren und da ging auch ISO 800 mit indirektem Blitzen.
Blitzen in der Kirche ist eins der Dinge, die man bei der Hochzeitsfotografie vermeiden sollte, denn a) ist es meist nicht gern gesehen und b) stört es die Stimmung.

Davon ab: wenn man in der Kirche mit indirektem Blitzen erfolgreich sein will, braucht man recht niedrige, helle (idealerweise weiße) Decken. Ich kenne nicht viele Kirchen, in denen das gegeben ist - um ehrlich zu sein: eigentlich keine.

CB
 
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Davon ab: wenn man in der Kirche mit indirektem Blitzen erfolgreich sein will, braucht man recht niedrige, helle (idealerweise weiße) Decken. Ich kenne nicht viele Kirchen, in denen das gegeben ist - um ehrlich zu sein: eigentlich keine.

CB

Deswegen sieht man ja auch nicht, dass geblitzt wurde...
 
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Genau das, eine Hochzeit fotografieren habe ich gerade wieder hinter mir.
Ich bin bei der Nachbearbeitung.

Ich kann dir für die Hochzeit nur empfehlen, habe beim Standesamt, in der Kirche, und bei der Feier, einmal öfter den Finger auf dem Auslöser, wie einmal zu wenig. Denn du kannst nichts von dem Geschehen wiederholen.

Wenn du kannst gehe vorher in die Kirche, sprech mit dem Pastor, gehe zum Standesamt, und dahin wo gefeiert wird. Sieh dir die Gegebenheiten an. Mache einfach ein paar Probeaufnahmen, lerne die Lichtsituation kennen, gerade in der Kirche und im Standesamt kann dir das helfen.

Und lerne deine Kamera aus dem FF kennen, damit du alle wichtigen Funktionen sofort und ganz schnell allen Situationen anpassen kannst.

Es passieren gerade bei der Feier immer wieder Dinge die du fotografieren mußt, und wo du nicht drauf vorbereitet bist. zB. ein Gast trägt etwas vor in Verbidung mit Musik und Lichteffekten, und du wußtest das nicht, da mußt du blitzschnell reagieren können.

Wenn du bei der Nachbearbeitung feststellst, irgendetwas zB. bei der Feier hast du nicht fotografiert, und das Brautpaar fragt dich, warum haben wir denn da kein Bild von. Was dann?

Ich kann mich cbluemer nur anschließen, du wirst viel Ausschuß haben, und eine Feier mit tanzen und trinken wird es für dich sicherlich nicht.

Viel Erfolg wünsche ich dir.
Martedel
 
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