Der Fotograf als Techniker

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.

Lichtschachtsucher

NF-Premium Mitglied
Premium
Registriert
Hi,
da ich gerade zu viel Zeit habe und durch den D500 Thread angeregt ließ ich meinen Blick auf den Schrank fallen wo gerade eine Kamera-Objektiv Kombination steht.
Und weil ich gerade von Kamerafunktionen, Gehäusematerial und von all den Spezifikationen gelesen habe ist mir der Gedanke gekommen dass ich, der ich schon immer Schwierigkeiten hatte einen Fernseher einzustellen oder eine Waschmaschine korrekt zu bedienen, geschweige denn die PC Hardware auch nur im Ansatz zu verstehen, eigentlich doch Techniker bin.
Nach einem kurzen Überblick bin ich auf mindestens 37 Funktionen gekommen die ich an dieser Kombi mit Direkt-Tasten oder Schaltern und Rädern einstellen kann.
Wenn ich nicht nur noch 10 Jahre bis zur Rente hätte könnte ich mir vorstellen mich noch bei einem Kernkraftwerk als Anlagenführer zu bewerben.
So viel komplizierter stell ich mir das auch nicht vor. Oder?

 
Anzeigen
Hallo,

ich habe nur noch 4 Jahre bis zur Rente, aber nicht nur das Bedienen sondern auch das Reparieren von Fotogeräten durch Trial & Error gelernt.
Wenn du Probleme hast mit dem Bedienen von Fotogeräten, solltest du dich bei den jeweiligen Herstellern beklagen, da diese zumindest bei den sog. Consumer- und Prosumer-Modellen sehr viele Funktionen und deren verschiedene Einstellmöglichkeiten durch spezielle ("Motiv"-)-Programme zusammengefasst haben, deren Bedienung nicht nur im jeweiligen Handbuch sondern auch in einer Menü-Hilfe erklärt wird. Deine Df ist dagegen ein Pro-Modell mit retro-Look, da ist die Bedienung naturgemäß ziemlich "kompliziert".
Was die übrigen Geräte betrifft, möchte ich anmerken, dass heutzutage leider fast alles Technische immer vielfältiger und damit komplizierter wird, man denke nur mal an die neuesten Autos: Wer bisher immer ein Auto aus dem letzten Jahrtausend gefahren ist, kommt mit den heutigen "fahrenden Computern mit Internetanbindung" auf Anhieb auch kaum zurecht...
 
Kommentar
So viel komplizierter stell ich mir das auch nicht vor. Oder?

Moin....

du hast recht....
ein Fotograf brauchte immer nur > Zeit und Blende...dann die Schärfe und "Auge"

den Rest kann man getrost als > Gedödel bezeichnen

dieser ganze Firlefanz hindert einen daran> schnell mal ein Bild zu machen
und falls Änderungen nötig wäre, wie Wolken die ne Blende mehr brauchen...
war das flott erledigt:up:

ach ja...ich gehöre auch zum Ende der Nahrungskette

aber es gibt ja auch andere Bereiche wo es nicht anders ist...Tochters Volvokombi...
verweigerte minutenmlang den Start....weil da moderner Mist eingebaut ist
Mfg gpo
 
Kommentar
Ich bin Dipl-Ing. Informatik, spezialisiert auf Radar Système (diplomiert 1992). Ich kann weder die Senderliste unseres Fernsehers programmieren, noch die Zeit an der Uhr im Küchenherd einstellen. Das macht bei uns die Tochter. Ich habe auch nie den Videorekorder programmieren können - der blinkte immer 88:88
 
Kommentar

Herrlich, wie du tiefstapelst Lass mich korrigieren: Du wolltest es nie können
 
Kommentar
Moin....

du hast recht....
ein Fotograf brauchte immer nur > Zeit und Blende...dann die Schärfe und "Auge"

den Rest kann man getrost als > Gedödel bezeichnen

.....

Richtig!
Neulich im Fotoclub bekam ich "meine" D800 von einem Kollegen erklärt und war überrascht, was sich da noch alles an Feintuning-Möglichkeiten in den Tiefen der Menüs versteckt. Meist Dinge, die mich nicht interessieren oder zum Bilder machen nicht nötig sind.
Nun, die Moral von der Geschicht, ich photographiere, er nicht.....
 
Kommentar
Es ist auch übel geworden, wobei Kameras eigentlich noch ganz gut bei weg kommen. Die meisten erklären sich von ganz alleine, zumindest in den wichtigen Funktionen. Obwohl ich neulich auch schon geflucht habe, weil meine Nikon 1 da leider gegen den Strom schwimmt. Die kleine Familienknipse hat zwar genug Bedienelemente, um wie eine normale DSLR bedient werden zu können, aber das Bedienkonzept ist grausam. Jedenfalls hat meine Frau bei einem wichtigen Familienfest (klein, aber mit Verwandten die man nur alle paar Jahre sieht), viele Fotos mit Langzeitbelichtung und ohne Blitz gemacht. Sieht schön beknackt aus. Alles in "P".
Früher war das tatsächlich besser, aber gerade im Bereich TV & Video sehe ich auch drastische Unterschiede zwischen den Herstellern. Bei SAT-Receivern nehme ich nur noch Technisat und baugleiche Telestar. Das Bedienmenü sieht altbacken aus, ist aber hocheffizient.
Mein Gott, als Radio-und Fernsehtechniker-Azubi habe ich mal an einem Tag in einem Seniorenheim mit neuem Kabelanschluss knapp 50 Geräte eingestellt. Da gab es zwar auch bekloppte Konstruktionen wie alte Nordmende, wo man zur Sendersuche den Ton abschalten musste, aber im Großen und ganzen ging das. Heute treiben mich speziell koreanische und japanische Fernseher in den Wahnsinn. Aber das ist keine Frage von Geld oder Herkunft: Bang und Olufsen, aber auch Loewe sind verdammt beschissen zu bedienen.

Shovelhead kann ich´s nachempfinden. Mich schreckt Bedien(un)logik auch ab. Finde ich furchtbar. Muss nicht sein. Zumal mich dabei immer ärgert, daß das reine Lieblosigkeit der Entwickler ist. Denn die Hardware kostet bei guter Bedienung keinen Fatz mehr.

Bye the way: Ist es nicht etwas grenzwertig, einem Besitzer einer DF mit teurem Tele drauf, die Verwendung von Motivprogrammen zu empfehlen? Klar, auch unter deren Besitzern gibt´s Vollpfosten, die schon mit einer Lomo überfordert sind. Aber davon würde ich in diesem Fall eher nicht ausgehen...
 
Kommentar
Das "Lustige" an der Überautomatiesierung bei Kameras ist, daß sie dem Besitzer vorgaukeln ihm das Lernen & Denken abzunehmen.
Geht ja eh alles von allein & selber.
Wenn ich dann aber das Hand"buch" der D700 hernehmen (ja, auch ich hab Digiknipsen ) 21mm dick, 118mm breit, 163mm hoch und 444 (vierhundetvierundvierzig) Seiten stark, dann kommen mir leichte Zweifel.
Von den Verirrmöglichkeiten im Menü mal abgesehen.
. . .
Deshalb ist mir auch das Bedienschema der Df soo sympathisch, auch weil gewohnt. Aber nein, ich kauf mir nicht noch eine Digiknipse.
Da ich sowieso nur Ai/S-Tüten habe muß ich mich wenigstens nicht mit den vielen Autofokus- & Bildstabilisierungsmöglichkeiten sowie deren möglicher Fehlerquellen befassen.
Wenns unscharf oder verzittert ist, dann kenn ich die Fehlerquelle; me myself I.
 
Kommentar
Früher habe ich technische Geräte gekauft und dann alle Funktionsmöglichkeiten erlernt. Ich hatte sie ja schließlich mit bezahlt. Danach habe ich die Dinge auch in Erinnerung behalten. Es kam selten zwar vor, dass ein Videorekorder das Fernsehprogramm zwischen 3.00 und 5.00 Uhr morgens aufnahm, ohne dass ich begriff warum, aber im Ganzen hatte ich die Sache im Griff. Irgendwann stieg die Frequenz, in der technische Geräte erneuert wurden, meistens wegen weiterer Zusatzfunktionen . Heute kaufe ich gelegentlich neu und oft interessieren mich die zusätzlichen Funktionsmöglichkeiten, die über den direkten Zweck der Anschaffung hinausgehen, kaum noch. Allerdings vergesse ich leider auch schneller. Was ich nicht unmittelbar benötige, landet im Nirwana. Kameraeinstellungen, die man selten benötigt spüre ich erst nach längerem Suchen in den Untermenüs auf, oder aber ich vergesse die Option bis der Zufall mich hinführt. Ich hatte etwa ein halbes Jahr einfach keine Zeit mich mit Photoshop zu befassen..... :winkgrin:
 
Kommentar
Ich habe auch nie den Videorekorder programmieren können - der blinkte immer 88:88
Gibt es überhaupt noch Videorekorder?
Also das brauchst Du jetzt auch nicht mehr lernen


Es ist immer ein Horror wenn man mal ein Fremdfabrikat Kompakt- oder Systemkamera in die Hand kriegt. (Neulich hatte ich mal eine Oly)
Die Bedienung ist absolut nicht selbsterklärend.

gerade im Bereich TV & Video sehe ich auch drastische Unterschiede zwischen den Herstellern.
Kürzlich musste ich mich mal mit Fernseherkauf/ Auswahl beschäftigen.
Die Geräte sind alle so "smart" dass sie kaum mehr bedienbar sind.
Ein sehr namhafter Hersteller aus Japan (der auch Kameras baut) liefert Fernseher mit noch nicht vollständig nutzbarer Software aus. Da muß der Kunde auf einen Firmwareupdate in der Zukunft vertrauen.
Irre.



Aber wehe eine D3xxx hat dann nicht die Funktion xyz der D7xxx. Dann ist das Geheule groß.



Ich finde allerdings, dass Nikon DSLRs was die "Usability" angeht super sind!
Die wichtigen Dinge, die man normalerweise braucht sind meistens direkt zugänglich.

Auch ich brauche normalerweise (95%) nur Blendenautomatik oder Manuell, ISO Einstellung oder Automatik, Matrixmessung, +/- Korrektur, AF 3D-Tracking.

Trotzdem gibt es schon noch Funktionen über die ich mich zuweilen freue.

[MENTION=1277]Niko[/MENTION]n: so lassen bitte!
 
Kommentar
Ja. In Form von markttauglichen Fotos, wenn dahinter ein Mensch mit marktfähigen Visionen steht und um die Bedienung der D500 weiß.

Du hast das Entscheidende vergessen: Marktfähige Visionen im Kopp und die Beherrschung der Bedienung einer Kamera machen noch kein markttaugliches Foto. Bei weitem nicht —
Du musst ein solches Foto auch realisieren können...

Viele Grüße
Herbert
 
Kommentar
-Anzeige-